BWB Werkzeugmaschinen AG: Die jüngste Schweizer Werkzeugmaschinen-Vertretung

| Redakteur: Matthias Böhm

Der Showroom in den neuen Hallen der BWB Werkzeugmaschinen AG. Links die Biglia-Maschinen, im Hintergrund die Campro-Maschinen und rechts die OKK-Zentren. (Bild: Böhm)
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Der Showroom in den neuen Hallen der BWB Werkzeugmaschinen AG. Links die Biglia-Maschinen, im Hintergrund die Campro-Maschinen und rechts die OKK-Zentren. (Bild: Böhm)

>> Die neu gegründete BWB Werkzeugmaschinen AG zeigte während ihrer ersten Hausausstellung, dass das Unternehmen voll Fahrt aufgenommen hat. Das auf Bearbeitungs- und Drehzentren spezialisierte Unternehmen verfügt über hervorragend am Markt etablierte Vertretungen wie beispielsweise Biglia und MAG im Drehsektor oder OKK im BAZ-Bereich. Der SMM besuchte die jüngste Werkzeugmaschinen-Vertretung der Schweiz.

Das gut besuchte erste Open House der BWB Werkzeugmaschinen AG zeigt, dass Daniel Bührer mit dem MBO des ehemaligen Bereichs Werkzeugmaschinen der Pfiffner-Gruppe den richtigen Schritt in die Zukunft gemacht hat. Die jüngste Werkzeugmaschinenvertretung der Schweiz wird durch drei Hauptaktionäre getragen. Zum einen vom italienischen Drehmaschinenhersteller Biglia, zum zweiten vom Unternehmer Christoph Weibel (Weibel Décolletages AG) und schliesslich vom Geschäftsführer Daniel Bührer selbst.

Solche Beteiligungen sind nicht selbstverständlich und beweisen das Vertrauen der Partner. Mit Biglia arbeitet Daniel Bührer bereits seit 20 Jahren zusammen und zu Christoph Weibel bestehen ebenfalls langjährige Beziehungen.

Schritt in die Selbstständigkeit

Für Bührer ist dieser Schritt in die Selbstständigkeit eine neue Erfahrung. Begonnen hat Bührer mit einer Ausbildung zum Elektrotechniker. Nach der Ausbildung agierte er als Servicetechniker im Werkzeugmaschinenbereich. Nachdem er sich hier ein technologisches Know-how aufgebaut hatte, arbeitete er in Kanada für die dortige Boehringer-Generalvertretung für 5 Jahre. Ende '83 ging es wieder zurück in die Schweiz zum Rundtaktmaschinenhersteller Pfiffner. Der Werkzeugmaschinenhandel bei Pfiffner wurde '89 als Profitzenter von Bührer aufgebaut, bis er die Möglichkeit bekam, im Rahmen eines MBO im Jahr 2010 den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen.

Im Rahmen des MBO konnte Bührer viele langjährige Mitarbeiter für sein neues Unternehmen gewinnen, was Bührer in der folgenden Art umschreibt: «Wir sind eine neue Firma mit einem bekannten Team.» Bührer weiss, dass der Service das A und O ist im Werkzeugmaschinengeschäft. Nicht zuletzt aus diesem Grund sorgen vier Mitarbeiter des gesamthaft 12 Mitarbeiter starken Unternehmens dafür, dass die Maschinen im Markt hohe Spindellaufzeiten generieren.

Servicetechnisch wird BWB zudem von den Lieferanten unterstützt. OKK macht dies beispielsweise für Europa von Düsseldorf aus. Allerdings betont Bührer, dass die Ersatzteillieferungen aus Japan mittlerweile fast gleich schnell ankommen wie die aus Deutschland.

Drehen: Universal- und Zyklenmaschinen

Im Drehbereich sind neben dem italienischen Drehmaschinenhersteller Biglia, der übrigens über eine eigene Giesserei verfügt, zusätzlich CNC-Drehmaschinen des taiwanesischen Herstellers Chiah Chyun (neu) und MAG Boehringer im Portfolio. Biglia deckt den vielseitigen Universaldrehmaschinen-Sektor ab, wogegen MAG Boehringer im Zyklendrehsegment seine Stärke hat. Übrigens: die MAG-Vertretung für die Schweiz ist nach Aussage von Bührer geregelt. Der Drehsektor ist bei BWB angegliedert und MAG-Fräsen bleiben bei der Reimmann AG in Mönchaltorf.

Klassische BAZ bis hin zu 10-m-Fräszentren

Der Fräsbereich wird unter anderem durch den japanischen Qualitätshersteller OKK (Horizontal- und Vertikal-BAZ) abgedeckt. Das japanische Spitzenprodukt wird von einigen Kunden mit Palettenwechsler bestellt, wie Bührer sagt: «Insbesondere die OKK-Horizontal-BAZ werden vermehrt mit Fastems oder mit dem OKK-eigenen Palettenpool angefragt. Wobei Fastems bei den Kunden favorisiert wird.»

Eine neue Vertretung sind die Campro-Bearbeitungszentren. Sie sind nach Aussage von Bührer qualitativ hochwertig und das in einem attraktiven Preissegment. Von der Grösse her stellt Campro bis zu 4-m-Fahrständermaschinen her. Wer noch grössere Werkstücke zu bearbeiten hat, kann auf die italienischen Bettfräsmaschinen (x bis 10 000 mm) des italienischen Herstellers Jobs-Sachman zurückgreifen. Mit den sogenannten Kosmo-Universalfräsköpfen bringen die hochsteifen Maschinen eine sehr hohe Präzision am Werkstück und sind darüber hinaus sehr vielseitig.

Zugute kommt der jüngsten Schweizer Neugründung, dass «die Wirtschaft für uns sehr gut angelaufen ist. Zwar gibt es Unsicherheiten bei den Kunden wegen des schwachen Euros, aber wir geben den Währungsbonus weiter», schliesst Bührer. <<

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