Besucherrekord zur Jubiläumsveranstaltung Cadfem-Usermeeting: Mit FEM zur Perfektion

Redakteur: Matthias Böhm

Das 20. Cadfem-Usermeeting zeigte auf, dass sich der Stellenwert der FEM-Technologien in den letzten Jahrzehnten massiv perfektioniert hat. Mit fast 30 Fachvorträgen rund um Struktur- und Fluidmechanik wurde ein breites und praxisnahes Themenspektrum angeboten. Zum Teil ging es tief in die Thematik rein.

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Über 130 Teilnehmer nahmen am 20. Jubiläum des Cadfem-Usermeetings teil.
Über 130 Teilnehmer nahmen am 20. Jubiläum des Cadfem-Usermeetings teil.
(Bild: M. Böhm)

Mit über 130 Teilnehmern konnte ein Besucherrekord zum 20. Jubiläum des Cadfem-Usermeetings verzeichnet werden. Das 200 Mitarbeiter starke Unternehmen Cadfem (Hauptsitz Deutschland) ist auf FEM-Lösungen (Ansys) in der Strukturmechanik und Fluidtechnik spezialisiert. Ein Highlight am Cadfem-Usermeeting war sicher die Entwicklung und Optimierung eines Hochleistungsgetriebes des Schweizer Rennmotorrad-Entwicklers und -Herstellers Suter Racing. Die beteiligten Unternehmen, neben Suter Racing, sind: Cadfem, Kisssoft (Getriebeberechnungssoftware) und gom (3D-Messtechnik).

Worum gings: Renngetriebe müssen erstens leicht sowie schnell montier- und demontierbar sein, in die Grundstruktur des Rahmens passen und eine Laufleistung von ca. 2000 km bringen. Bisher wurden die Lagerkräfte ermittelt, indem das Getriebegehäuse als steife Umgebung angenommen wurde. Neu haben die vier beteiligten Technologiepartner mittels FEM-Analyse die Gehäusedeformationen durch die Lastwechsel in die Kisssoft-Getriebesoftware eingespielt und somit neue dynamische Parameter errechnen können. Die mit Ansys ermittelten geometrischen Strukturveränderungen des Getriebegehäuses wurden schliesslich mittels einer hoch präzisen 3D-Messtechnik-Methode verifiziert und schliesslich validiert.

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Es zeigte sich eine nahezu perfekte Übereinstimmung der FEM-Analyse mit den von gom ermittelten Messwerten. Danke dieser Analysen war es möglich, das Getriebe abermals im Detail konstruktionstechnisch zu perfektionieren, was im Rennsport entscheidend ist. Ein solches Beispiel zeigt auf, wie am Standort Schweiz Technologien im Highend-Bereich entwickelt werden können, nicht zuletzt dank ausgezeichneter Teamarbeit.

Darüber hinaus wurden u. a. folgende Themen behandelt:

  • Verifikation von FE-Berechnungen am Beispiel eines 50to-Offshorekranes.
  • Simulation und Analyse vertikalachsiger Windturbinen.
  • Verbesserung der Langsamflugeigenschaften des Doppeldeckers FK-12 Comet mit Hilfe von Strömungssimulationen inklusive Validierung.

Weiteres Highlight war der Vergleich von Simulation und Realität des Solarflugs um die Welt von Solar Impulse. Für FEM-Analytiker ist dieser Anlass ein hoch interessanter Erfahrungsaustausch. <<

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