Generalversammlung Swiss.Tnet 2014 Chancen für Jungunternehmen in der Schweiz

Redakteur: Susanne Reinshagen

>> Anfang Juni 2014 fand die 38. Generalversammlung des swissT.net in Horgen statt. Gut 120 Mitglieder liessen sich über die neuesten Entwicklungen des Verbands informieren und diskutierten anschliessend an der Jahrestagung über die Chancen und Hindernisse für jungen Unternehmen.

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Die Jahrestagung von SwissT.net bot den Teilnehmern gute Gelegenheit für Gespräche.
Die Jahrestagung von SwissT.net bot den Teilnehmern gute Gelegenheit für Gespräche.
(Bild: Matthias Böhm)

Der Verbandspräsident René Brugger zeigte sich erfreut über die rund 120 Verbandsmitglieder, die der Einladung ins Seminarhotel Bocken in Horgen gefolgt waren.

Obwohl die Krise etwas entschärft ist, blieb der Anpassungsdruck der Vorjahre auf hohem Niveau bestehen. «Überleben werden schliesslich die Anpassungsfähigen – also diejenigen, die ihre Geschäftsmodelle tunen», führte René Brugger aus. Schweizer Unternehmen mögen da flexibler sein als Niederlassungen ausländischer Konzerne, die erst die Schweizer Gegebenheiten kennenlernen und verstehen müssten, meinte der Verbandspräsident.

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Chancen und Hindernisse für Start-ups

Die Jahrestagung des swissT.net legte das Augenmerk auf die Start-up-Szene der Schweiz. Drei Referenten zeigten verschiedene Möglichkeiten auf, eine Firmengründung zu lancieren – und ein Start-up mit einer innovativen Produktidee stellte sich im Casting live den Fragen eines Business Angels.

Stellen Sie sich die Schweizer Industrie als See vor.» Mit diesem Bild startete René Brugger die Jahrestagung des swissT.net. «Die Verlagerungstätigkeit ins Ausland stellt den Abfluss des Sees dar. Aufgrund der Intensivierung dieser Verlagerung müsste man eigentlich davon ausgehen, dass sich der See langsam leert.» Dem ist aber nicht so: Betrachtet man die Mitarbeiterzahlen und die Umsatzzahlen der Schweizer Industrie seit 2004, lässt sich bei den Mitarbeitenden ein leichtes Wachstum feststellen, und genau so bei den währungsbereinigten Umsätzen, wie René Brugger aufzeigte. Der Zufluss zum See scheint also immer noch grösser zu sein als der Abfluss. «Innovationen machen aus unserer Sicht einen wichtigen Teil des Zuflusses aus – und dabei spielen Start-ups und Spin-offs eine zentrale Rolle», sagte Brugger und lancierte damit das Thema des Nachmittags.

Denkanstösse zum Umgang mit Start-ups

Durch die Jahrestagung führte Norman Bandi von der Handelszeitung. Das Ziel war es, den Verbandsmitgliedern einen Überblick über die Start-up-Landschaft der Schweiz zu geben und Denkanstösse für einen systematischeren Umgang mit den Start-ups zu liefern. Als erster Referent startete Vital Meyer von der Kommission für Technologie und Innovation (KTI) seinen Vortrag mit einigen Zahlen: Die Schweiz investiere 2.5 bis 3 Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts in Forschung und Entwicklung, führte der promovierte Bauphysiker und Sensortechniker aus. Das sind rund 16 Milliarden Schweizer Franken. Gut 150 Millionen Franken vergibt dabei das KTI als Förderagentur des Bundes für Innovation. 10 Prozent von diesem Anteil wiederum werden direkt in die Start-up-Förderung investiert. Die Jungunternehmen erhalten dabei Coaches an ihre Seite gestellt. Am Ende des Wegs winkt das Label «CTI certified», das weitere Investoren überzeugen soll. Pro Jahr unterstützt das KTI rund 200 Start-up-Projekte – 30 davon schaffen es bis zum Label.

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