Horn: Spanformgeometrien Dank kurzer Späne prozesssicher bearbeiten

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Der Werkzeughersteller Horn präsentierte zur Messe in Stuttgart innovative Spanformer für mehrere seiner Werkzeugsysteme. Damit trägt er dazu bei, dass Fertigungsbetriebe bei unterschiedlichen Bearbeitungsverfahren und speziell in schwierigen Werkstoffen prozesssicher bearbeiten können.

Zum Drehen von Werkstoffen mit schlecht brechenden Spänen, unter anderem auch bleifreien Werkstoffen, präsentiert Horn stirnseitig verschraubte Schneideinsätze mit Spanformgeometrie für Werkzeuge der Reihe Mini 108.
Zum Drehen von Werkstoffen mit schlecht brechenden Spänen, unter anderem auch bleifreien Werkstoffen, präsentiert Horn stirnseitig verschraubte Schneideinsätze mit Spanformgeometrie für Werkzeuge der Reihe Mini 108.
(Bild: Horn / Sauermann)

Speziell für das Werkzeugsystem Mini 108 hat die Paul Horn GmbH eine neue Spanformgeometrie entwickelt. Diese I-Geometrie soll vor allem für Werkstoffe eingesetzt werden, die schlechte Spanbildungseigenschaften haben. Die Geometrie eignet sich zum Kopier-, zum Längs- und zum Plandrehen. Speziell bei kleinen Zustellungen in Stahl und nichtrostenden Stählen spielt das Werkzeugsystem bei der Spankontrolle seine Stärken aus. Dies führt zu einer höheren Prozessstabilität und darüber hinaus zu einer längeren Standzeit.

Für bleifreie Werkstoffe

Die innovative Spanformgeometrie soll sich nach Angaben des Werkzeugherstellers auch eignen, die künftig vorgesehenen bleifreien Werkstoffe prozesssicher drehen zu können. Aufgrund der schlechten Spanbildung sind diese Werkstoffe schwieriger als bisherige Werkstoffe zu bearbeiten. Für kleine Zustelltiefen bietet der Tübinger Werkzeughersteller die Schneidplatten mit Spanformer auch mit kleinen Eckenradien ab 0,05 mm an. Lagerhaltig sind als Standard die Eckenradien von 0,05 mm bis 0,2 mm verfügbar. Das Werkzeugsystem mit stirnseitig aufgeschraubten Werkzeugeinsätzen eignet sich hauptsächlich für Drehanwendungen. Bewährt haben sich die Präzisionswerkzeuge insbesondere beim Innenausdrehen sowie beim Inneneinstechen. Mit den schwingungsarmen Hartmetall-Werkzeugträgern erzeugen die Schneidplatten auch bei länge­ren Auskragungen gute Oberflächen und gewährleisten eine hohe Prozesssicherheit. Das umfang­reiche Portfolio des Mini-Systems bietet Schneidplatten in verschiedenen Grössen für unterschiedliche Innendurchmesser, unterschiedliche Geometrien und Substrate sowie CBN- oder Diamantbestückungen.

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Konturen drehen und abstechen

Das zum Langdrehen ausgelegte, zweischneidige Stechsystem S224 erweitert der Werkzeughersteller um Wendeschneidplatten mit der sogenannten PT-Geometrie. Es eignet sich besonders für den Einsatz bei beengten Platzverhältnissen und zum Hinterdrehen bei Störkonturen. Die Schneidengeometrie ist zum produktiven Längs-, Plan- und Konturdrehen ausgelegt. Die optimierte Spanformgeometrie sorgt für eine prozesssichere Spanform­kontrolle. Für den Einsatz in unterschiedlichen Werkstoffen steht die Schneidplatte mit zwei unterschiedlichen Beschichtungen zur Verfügung. Nur 2,8 mm schmale Schneiden mit 50°-Winkel minimieren beim Abstechen den Verbrauch an Rohstoff. Die Schneidplatten können bis maximal 2,5 mm Schnitttiefe (ap) zugestellt werden. Die Wendeschneidplatten sind in linker und rechter Ausführung mit 0,2 mm Eckenradius verfügbar. Es gibt Varianten mit den Schichten EG5 oder IG3. Klemmhalter mit 12 × 12 mm und 16 × 16 mm Querschnitt sind in linker und rechter Ausführung verfügbar. Zum intensiven Kühlen und Schmieren sowie Abführen der Späne trägt die innere Kühlmittezufuhr bei.

Trennen und Nutfräsen mit IKZ

Zum Trenn- und Nutfräsen präsentierte Horn erstmals sein modulares Fräsprogramm M475 mit Wendeschneidplatten als Erweiterung seiner bestehenden Fräser M310, M382 und M383. Die präzisionsgeschliffenen Wendeschneidplatten bieten vier nutzbare Schneidkanten. Der Anwender benötigt zum Bestücken des Fräskörpers somit keine unterschiedlichen Schneidplatten. Die positiv schneidenden Wendeschneidplatten mit runder Spanleitstufe bestehen aus der Schneidstoffsorte RC4G, die ein hochproduktives Bearbeiten ermöglicht. Die spezielle Oberflächenbehandlung der Fräsgrundkörper schützt gegen den abrasiven Angriff der Späne. Grundkörper stehen als Scheiben-, Aufsteck- und Einschraubfräser zur Verfügung. Die Varianten Aufsteck- und Einschraubfräser sind mit einer inneren Kühlmittelzufuhr ausgestattet. Scheibenfräser gibt es mit 80 bis 200 mm Durchmesser und wahlweise 5, 6 und 8 mm breit. Aufsteckfräser stehen mit 63 bis 200 mm Durchmesser sowie ebenfalls 5, 6 und 8 mm breit schneidend zur Verfügung. Die Einschraubfräser der Reihe M475 bearbeiten 5 mm breite Nuten und haben 40 bis 63 mm Durchmesser. Die effektive Zähnezahl aller Varianten ist abhängig vom jeweiligen Durchmesser. Beim Aufsteckfräser mit 40 mm Durchmesser sind effektiv zwei, beim Scheibenfräser mit 200 mm Durchmesser sind 13 Zähne effektiv im Eingriff. Diese hohe Anzahl effektiver Schneiden trägt wesentlich dazu bei, dass Fertigungsbetriebe mit den innovativen Trenn- und Nutfräsern M475 besonders produktiv und wirtschaftlich bearbeiten können. - kmu - SMM

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