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Hohe Festigkeit und unkomplizierte Handhabung
Die Formen entstehen ohne aufwendige und teure Formeinrichtung vollautomatisch rein nach CAD-Daten im sogenannten Schichtbauverfahren durch den wiederholten Auftrag von 300 Mikrometer dicken Quarzsandschichten, die über den Druckkopf der Anlage selektiv mit einem Binder verklebt werden. Dieses Verfahren bietet immense fertigungstechnische Vorteile, die sich punkto Qualität, Fertigungszeit und Wirtschaftlichkeit gleichermassen auswirken. Im konkreten Fall führte der 3D-Druck zu einer erhöhten Bauteilgenauigkeit, einer signifikant reduzierten Nacharbeit sowie zu einer exzellenten Oberflächenqualität und Konturentreue.
Nach dem Druckprozess muss die Form nur noch entpackt, also von überschüssigem Sand befreit werden – und fertig ist das Modell. Die einfache und unkomplizierte Handhabung der Formen macht den Transport zur Giesserei zur einfachen Aufgabe. Dank ihres geringen Binderanteils von 1,2 Prozent und ihrer Festigkeit von 220 Newton pro Quadratzentimeter sind die Sandkerne mit denen aus der üblichen Serienherstellung vergleichbar. Die Formen können sofort weiterverarbeitet werden und sind für den Abguss bereit.
3D-Druck sinnvoll einsetzen
«Im konkreten Fall haben wir uns zu einer Kombination von 3D-gedrucktem Sandkern für die komplizierte Turbinengeometrie und konventionell hergestellter Aussenform entschieden. Das heisst, wir nutzen den Vorteil des 3D-Drucks dort, wo er am grössten ist – bei der Herstellung des komplizierten Innenbereichs. Anstelle von vielen aneinandergereihten, einzelnen Kernsegmenten punktet der Mono-Sandkern mit erhöhter Bauteilgenauigkeit, engeren Toleranzen sowie geringerem Putzaufwand wegen des Wegfalls vieler Kerntrenngräten», so Dr. Ederer.
In den meisten Fällen lohnt es sich, sowohl Innenbereich als auch Aussenform im 3D-Druck herstellen zu lassen. Letztendlich ist es eine Frage der Stückzahlen und individuellen Gegebenheiten, wie die Aussenform herzustellen ist.
Stahlgiesserei setzt verstärkt auf Sandmodelle
Die Stahlgiesserei Wolfensberger, die bei der Herstellung von komplexen Gussteil-Prototypen verstärkt auf Sandmodelle von Voxeljet setzt, war auch bei diesem Projekt von der Qualität der 3D-Drucke sehr angetan. Der Abguss überzeugte auch die Schweizer Turbal AG. Durch die Hilfe zur Selbsthilfe der beteiligten Unternehmen ist die Stromerzeugung der Klinik in Äthiopien wieder sichergestellt. «Unbürokratische Direkthilfe-Projekte wie dieses sind aus unserer Sicht sehr effektiv und stellen zudem sicher, dass die Hilfe genau dort ankommt, wo sie benötigt wird. Für Voxeljet war es ein Vergnügen, einen sinnvollen Beitrag zu einem sinnvollen Projekt leisten zu können», resümiert Dr. Ederer. <<
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