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Werkzeug- und Formenbau / Design und Produktentwicklung Demat: Euromold deckt die gesamte Prozesskette ab

Redakteur: Luca Meister

>> Die Euromold, Weltmesse für Werkzeug- und Formenbau, Design und Produktentwicklung, ist Ende November mit knapp 56 000 Besuchern aus 92 Ländern erfolgreich abgeschlossen worden. Insgesamt zeigten 1086 Aussteller aus 35 Ländern ihre aktuellen Produkte und Dienstleistungen. Mit demMessekonzept «Von der Idee bis zur Serie» beschäftigte sich die Euromold mitallen Aspekten der Produktentwicklung.

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Die Euromold 2012 verzeichnete einen Besucherzuwachs aus dem Ausland
Die Euromold 2012 verzeichnete einen Besucherzuwachs aus dem Ausland
(Bild: Demat)

mei. Generell war ein deutlicher Anstieg der Anzahl von ausländischen Ausstellern zu verzeichnen (die Schweiz mit einem Plus von zwei Prozent). Es reisten zwar 1,5 Prozent weniger Fachleute als im Vorjahr nach Frankfurt, jedoch war der Besucherzuwachs aus dem Ausland gut erkennbar. Die meisten Besucher kamen aus der Automobilindustrie, gefolgt von Maschinenbau, Medizintechnik sowie Elektro- und Elektronikindustrie.

Besonders die Schmuckindustrie zeigte als neuer Fachbereich die ganze Vielfalt an neuen Möglichkeiten der generativen Fertigung. Der zum ersten Mal ausgeschriebene «Purmundus Challenge» brachte eine überwältigende Anzahl von internationalen Bewerbungen ein. Mit diesem Wettbewerb wurden Designer und Ingenieure aufgefordert, die Freiheiten zu nutzen, die der 3D-Druck für die Herstellung von industriell gefertigtem Schmuck bietet.

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«3D-gedruckter» Bond-Bolide

Als Messe-Attraktion galt der 3D-gedruckte Aston Martin am Messestand von Voxeljet (der SMM berichtete im Online-Beitrag «3D-Drucker schont James-Bond-Auto» darüber). Wenn in «Skyfall», dem neuen Bond-Film, ein silberfarbener Dienstwagen des Geheimagenten in Flammen aufgeht, steckt dahinter die 3D-Drucktechnologie von Voxeljet. Im Dienstleistungszentrum der Schwaben entstanden im 3D-Druckverfahren die drei Aston-Martin-DB-5-Modelle (im Massstab 1:3), die bei harten Action-Szenen das heute unbezahlbare Originalfahrzeug aus den sechziger Jahren doubeln.

Mit dem Drucker «VX4000», der Formen und Modelle bis maximal acht Kubikmeter Grösse aufbauen kann, hätte man den legendären Sportwagen problemlos auch in einem Stück ausdrucken können. Die britischen Modellbauer verfolgten aber einen anderen Ansatz: Um den Aston Martin so detailgetreu wie möglich aufzubauen und zahlreiche Funktionen in die Filmmodelle integrieren zu können, entschlossen sie sich zur Montage des Fahrzeugs aus insgesamt 18 Einzelteilen. Das Modell aus Acrylglas wurde zusammengesetzt, nachbearbeitet, in Originalfarbe lackiert und mit detailgetreuen Einschusslöchern versehen. <<

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