Schweizer Qualitätszulieferer 2017: Fritz Studer AG Die nächste industrielle Revolution – Industrie 4.0

Redakteur: Anne Richter

Industrie 4.0 ist eine Vision. Doch was steckt dahinter? STUDER geht diesem Thema auf den Grund und zeigt, was die Vision beinhaltet und wie Industrie 4.0 bei STUDER gelebt wird.

Firmen zum Thema

(Bild: Studer)

Die Hälfte der Menschen ist heute online. Sie kommunizieren über das World Wide Web. Doch auch immer mehr Geräte und Systeme sind miteinander vernetzt. Die Möglichkeiten durch die Digitalisierung und Vernetzung der Maschinen sind immens. Klar ist, «Big Data», also die enorme Datenmenge, die gesammelt wird, bringt dann viel, wenn sie gezielt ausgewertet wird und in Prozesse einfliesst. Diese Aufgabe stellt die Industrie und die Gesellschaft vor eine grosse Herausforderung. Wie geht STUDER damit um?

Fokus: einfache und sichere Vernetzung

Die Basis der Industrie 4.0 bildet die Vernetzung von Maschine, Logistik, Produkt und der Geschäftssysteme unserer Kunden (ERP, SAP). Hier müssen alle die gleiche Sprache sprechen. Dies geschieht mittels der einfachen, sicheren und weltweit angewendeten Softwareschnittstelle OPC UA (Open Platform Communication Unified Architecture). STUDER hat den OPC UA Standard in ihrer Maschinensoftware «StuderWIN» integriert. Die Maschine kann dabei zwei Rollen übernehmen: OPC UA Client und Server. Damit lassen sich STUDER-Maschinen einfach und sicher im Umfeld der digitalen Fabrik einbinden.

Fokus: Eliminierung der ungeplanten Maschinenstillstände

Ein weiterer Fokus liegt auf den ungeplanten Maschinenstillständen. Dieses Thema geht die UNITED GRINDING Group (UGG) – STUDER ist Teil davon – bewusst als Gruppe an. Das Ziel: Der Kunde soll ein Tool erhalten, welches eine kostenoptimierte Instandhaltung ermöglicht. Das heisst, die Maschine soll nur stehen, wenn dies geplant und kalkuliert wird. Hier arbeitet die UNITED GRINDING Group nach dem Ansatz von «Predictive Maintenance», also der vorausschauenden Instandhaltung.

Um dies künftig zu ermöglichen, werden die Daten der einzelnen Baugruppen aufgezeichnet und analysiert. Hier sind verschiedene Messgrössen nötig, um sich ein klares Bild der einzelnen Baugruppen zu machen. Dies erfordert ein kontinuierliches Lernen und ist ein fortwährender Prozess. «Ist die klare Sicht einmal da, lassen sich geeignete Strategien und Massnahmen punktgenau planen und entsprechende Tools entwickeln», ist Christian Josi, Projektleiter bei der Fritz Studer AG, überzeugt. Ein weiteres Projekt, das angegangen wird: Die «One-Push-Remote-Lösung». Das bedeutet, sollte eine Baugruppe trotz Predictive Maintenance ausfallen, kann mittels Knopfdruck das Problem behoben und dem Kunden eine optimale Unterstützung geboten werden.

(ID:44741390)