Suchen

Firmennachrichten Die Sonne hilft Kisten bauen

| Redakteur: lic.rer.publ. Susanne Reinshagen

In den nächsten Tagen geht bei Winterthur die grösste Photovoltaikanlage der Ostschweiz und des Kantons Zürich ans Stromnetz. Die Wegmüller AG hat auf den Dächern der Produktions- und Lagerhallen 2106 Solarmodule installieren lassen.

Firmen zum Thema

2106 Module: Von Hand wurden die Photovoltaikmodule auf fünf Dächer der Kistenfabrik verlegt.
2106 Module: Von Hand wurden die Photovoltaikmodule auf fünf Dächer der Kistenfabrik verlegt.
(Bilder: Wegmüller)

Nur drei Monate hat der Bau des 516 kWp starken Kraftwerks gedauert. Grund für die Eile war die kurzfristige Zusage für die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) von der Netzbetreiberin Swissgrid. Mit der KEV fördert der Bund den Bau von Photovoltaikanlagen. «2008 haben wir die KEV beantragt. Und erst nach vier Jahren, also diesen Februar, kam unerwartet der positive Bescheid», erzählt Marc Wegmüller, Geschäftsführer der Wegmüller AG. Die 100-jährige Verpackungsfirma musste das ehrgeizige Projekt innerhalb weniger Monate entwickeln und bauen. Denn Swissgrid kündigte an, die Solarstromvergütung auf den 1. Oktober 2012 zu kürzen. Eine Herausforderung, die nur mit den richtigen Partnern verwirklicht werden konnte.

Schnelle Partner

Den geeigneten Baupartner für das Grossprojekt fand die Wegmüller AG in der noch jungen Firma Solarville AG aus Winterthur. In ihr vereint sind erfahrene Photovoltaiktechniker, die sich vor gut einem Jahr selbständig gemacht haben. Dass für den Bau wenig Zeit blieb, nahm das junge Team um die Geschäftsleiter Thomas Bachmann und Stefan Roth sportlich. Der ehrgeizige Zeitplan wurde eingehalten. «Die Vorarbeiten, vom Businessplan über Baubewilligung bis hin zur Detailplanung der Teilanlagen, gingen reibungslos auf. Wir haben unser Wissen aus dem Grossanlagenbau beweisen können», freut sich Bachmann. Dachdecker der Firma Karl Erb AG aus Dinhard sanierten vorgängig eines der bebauten Dächer. Das wäre technisch zwar noch nicht nötig gewesen. Die Photovoltaikanlage aber belegt das Dach während mindestens 25 Jahren. Bei Bedarf hätte das eine nachträgliche Sanierung des 40-jährigen Daches erschwert. Engagiert mitgemacht hat auch die Gemeinde Rickenbach, indem sie in nur drei Wochen die Baubewilligung erteilte.

Bildergalerie

(ID:35407520)