Zerspanung von rostfreien Materialien: Ein weiterer Schritt in die Zukunft

Die Verrückten von Agno: CrazyDrill

| Autor / Redakteur: Matthias Böhm, Chefredaktor SMM / Böhm

Gebohrt wird mit CrazyDrill SST-Inox vorzugsweise mit Kühlung durch den Schaft. Das erlaubt eine kontinuierliche Kühlung der Schneiden zwischen den einzelnen Bohrschritten.
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Gebohrt wird mit CrazyDrill SST-Inox vorzugsweise mit Kühlung durch den Schaft. Das erlaubt eine kontinuierliche Kühlung der Schneiden zwischen den einzelnen Bohrschritten. (Bild: Mikron Tool)

Die CrazyDrill-Werkzeuge von Mikron Tool bis 6 mm Durchmesser sind technologisch Weltklasse. Jetzt kommen fünf Hochleistungsbohrer und ein Fräser neu auf den Markt, die alles Bisherige in den Schatten stellen. Nicht ganz einfach bei Kleinstdurchmessern ab 0,3 bis 6 mm.

Die Schnittwerte der CrazyDrill-Hochleistungsbohrer von Mikron Tool SA aus Agno sind schlicht sensationell. Bei einem Durchmesser von 0,3 bis 6 mm bohren sie in Rostfrei-Stähle wie in Butter. Wer es nicht gesehen hat, glaubt es nicht. Die Verantwortlichen bei Mikron Tool sprechen selbst von verrückten Leistungsdaten ihrer CrazyDrill-Bohrer.

Im Oktober lud das Management des Unternehmens den SMM-Chefredaktor exklusiv in das neue Versuchs- und Forschungszentrum der «Tessiner Werkzeugschmiede» ein. Fazit: Die Mikron-CrazyDrill-Bohrer gehören zum Besten, was derzeit auf dem Markt geboten wird. Dabei ist die Konkurrenz in diesem Marktumfeld alles andere als Mittelmass. Technologisch ist das Unternehmen Weltklasse. Das ist auch mit einer der Gründe, warum Mikron Tool in den letzten 18 Jahren von 30 auf 180 Mitarbeiter gewachsen ist.

Neue Herausforderungen suchen

Markus Schnyder (President, Mikron Tool International) betont gegenüber dem SMM: «Wir haben als Unternehmen nur dann eine Zukunft, wenn wir uns ständig neu erfinden, dem industriellen Wandel stellen und neue Herausforderungen suchen. Das ist auch für jeden unserer 180 Mitarbeitenden anspruchsvoll. Es gibt ständig Veränderungen in unserem Unternehmen, die sie mitmachen müssen. Wir müssen gemeinsam nach vorne schauen, dann läuft es rund.»

«Wir wollen die Besten sein»

Marco Cirfeta (Business Development Manager): «Wir haben unsere Herausforderungen folgendermassen abgesteckt: Vollhartmetall-Kleinstwerkzeuge ab 0,1 mm für schwierig zu zerspanende Werkstoffe von aktuell 0,3 bis 6 mm Durchmesser. Doch wir wollen solche Werkstoffe nicht einfach nur zerspanen. Wir wollen das Maximum herausholen, das heisst Hochleistungszerspanung im Mikrobereich. Und: Wir wollen die Besten sein. Mit unseren jüngsten CrazyDrill-Entwicklungen sind wir technologisch absolute Weltklasse. Ich würde sagen, wir sind unseren Mitbewerbern sicher einen Schritt voraus. Und das ist keinesfalls übertrieben.»

SMM exklusiv im neuen Mikron-Technologiezentrum

Die SMM-Redaktion konnte den Technologievorsprung im Versuchszentrum von Mikron Tool direkt im Vergleichstest begutachten. In den Bohrversuchen zeigt sich, wie stark sich die CrazyDrill-Werkzeuge von der Konkurrenz abheben. So wurden an Rostfrei-Stählen unterschiedlichste Bohrversuche mit CrazyDrill-Bohrern getätigt und direkt mit europäischen und japanischen Hochleistungswerkzeugen verglichen. Fazit: Sowohl Standzeiten, Vorschübe und letztlich auch die Qualität der Bohrungen (Toleranz, Rundheit, Verlauf) mit CrazyTool-Bohrern heben sich um Faktoren im positiven Sinn ab.

Verrückt im positiven Sinn

M. Schnyder: «Warum machen wir das? Weil wir die Herausforderungen suchen. Im Mikro-Werkzeugbereich haben viele Werkzeughersteller Mühe, mit ‹satten› Schnittdaten zu fahren. Es sind zwar einige Werkzeughersteller in unserem Segment unterwegs. Aber die meisten Mikro-Werkzeuge müssen behutsam eingesetzt werden. Wenn Sie da neben der Maschine stehen, sieht das aus, als wäre es Zeitlupe. Das ist sogar als Schweizer kaum auszuhalten. Das hat uns motiviert, Werkzeuge zu entwickeln, die Höchstleistung bringen, die mit derart hohen Vorschüben fahren, dass die Spezialisten sagen, das ist verrückt, was wir hier machen. Verrückt im positiven Sinn. Unser Ziel ist es, Prozesse immer wieder neu zu denken, mit Althergebrachtem zu brechen.»

Alberto Gotti: «Unsere Kunden fragen uns oft, warum wir mit den CrazyDrill-Bohrern solche Vorschübe fahren können. Ich will Ihnen das am kleinsten unserer Bohrer kurz erläutern. Wenn wir einen 0,1-mm-CrazyDrill-Hochleistungsbohrer schleifen, dann ist das eine extreme Herausforderung für uns. Denn die Breite der Ausspitzung misst nur 4 µm. Aber durch diese Geometriespezifikation wird die Vorschubkraft um circa 50 % reduziert. Das ist mit ein Grund, weshalb wir mit derart hohen Vorschüben fahren können.»

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