TDM Systems auf der EMO 2013

Digitale Werkzeugdaten für «globale» Simulation

| Redakteur: Luca Meister

Global genutzt, zentral verwaltet: Die ab Version 4.6 verfügbaren Add-ons der neuen Produktlinie «TDM Global Line» sorgen für hohe Skalierbarkeit und Performanz bei der globalen, standortübergreifenden Nutzung der Werkzeugdatenverwaltungssoftware.
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Global genutzt, zentral verwaltet: Die ab Version 4.6 verfügbaren Add-ons der neuen Produktlinie «TDM Global Line» sorgen für hohe Skalierbarkeit und Performanz bei der globalen, standortübergreifenden Nutzung der Werkzeugdatenverwaltungssoftware. (Bild: TDM)

>> TDM Systems, Hersteller von Software für Werkzeug- und Betriebsmittelverwaltung, präsentiert auf der EMO 2013 gleich mehrere technologische Highlights. Eines davon ist das neue Release «TDM 4.6» mit neuen 3D-Generatoren und neuem Grafik-Konverter, mehr Bedienkomfort und verbesserter Simulationsunterstützung im CAM. Es ist zudem die Basis für die komplett neue Modullinie «Global Line», die den standortübergreifenden Einsatz beschleunigt.

mei. Die TDM-Entwickler haben abermals den Implementierungsaufwand der Werkzeug- und Betriebsmittelverwaltung sowie den einfachen, intuitiven Umgang (Usability) ins Visier genommen: kürzere Einführungszeiten, leichter verständlich und global einsetzbar, so das Credo. «Wir arbeiten bereits seit Jahren intensiv daran, unsere umfangreiche Werkzeugverwaltungssoftware immer weiter zu vereinfachen, ob nun bei der Installation oder der Anwenderfreundlichkeit», sagt Eugen Bollinger, Vertriebsleiter bei TDM Systems. «Unsere Kunden benötigen einerseits den vollen Funktionsumfang, das darf aber nicht zu Lasten der Einführungszeiten und der Usability gehen.»

Automatisierter Datenimport

Neu wartet «TDM 4.6» deshalb jetzt mit einem «Data Downloader» für Walter-Werkzeuge sowie einem «Tool Loader» für Werkzeuge anderer Hersteller auf, um damit gleich vom Start weg für den nötigen Turbogang bei der Datenbankbefüllung zu sorgen. Wer z. B. Daten zu Walter-Werkzeugen benötigt, der kann sich diese ab «i-PAC 13-2» (erscheint im Oktober 2013) mithilfe des Walter-Data-Downloaders ganz einfach per Mausklick aus dem Internet in TDM laden. Der Vorteil dabei: Neben den Stammdaten werden die benötigten Simulationsdaten als 2D- und 3D-Grafiken gleich mitgeliefert. E. Bollinger: «Unsere Anwender, ob in der NC-Programmierung, der Werkzeugvoreinstellung oder an der Maschine, wollen schnell an ihre Werkzeug- und Technologiedaten kommen; den Werkzeugdatenimport und -austausch ermöglichen wir mit wenigen Tasten- oder Mausklicks.»

Einfach simuliert

Der Vision der Digitalen Fabrik rückt TDM Systems mit neuen 3D-Tools ebenfalls wieder ein gutes Stück näher und legt bei der CAM-Simulation noch einen Gang zu: Ein 3D-Rotationsgenerator für rotationssymmetrische Werkzeuge sowie 3D-Grafikkonverter zu den führenden CAM-Systemen beschleunigen Prozesssimulation und Kollisionsbetrachtung. Zudem hat man ein besonderes Augenmerk auf den Werkzeugdatenaustausch und die Bedienbarkeit gelegt. «Alles soll für unsere Anwender künftig noch einfacher werden, mit wenigen Mausklicks vom Datenimport über Simulationsunterstützung bis zur Datenbereitstellung auf Voreinstellgeräten und CNC-Maschinen.»

Damit die rotierten Solids zum verwendeten CAD/CAM-System passen, stehen in der Version 4.6 neue 3D-Solid-Konverter bereit. Unterstützt werden mit 3D-Daten im spezifischen «Step»-Format die CAM-Systeme «NX», «ProE», «TopSolidCAM», «Esprit/Pimpel», «CATIA», «Vericut», «WinFlex» und «Exapt». «Damit erreichen wir eine zusätzliche Prozesssicherheit in der Fertigung, denn die simulierten 3D-Modelle sind exakter und realitätsgetreuer als die rein parametrischen», betont E. Bollinger. Auch hierbei greift das «Data Mapping»: Einmal generiert, wird ein 3D-Modell auf die übrigen CAM-Systeme gemappt.

Weltweiter Zugriff

International und global tätige Unternehmen, die den Zugriff über ein zentrales System benötigen, unterstützt TDM Systems künftig noch optimaler. Mit der neuen Modulreihe «TDM Global Line» ist die Anbindung von globalen Standorten erheblich einfacher möglich. Die neue Produktlinie bietet eine performante und zukunftssichere Software für die Verwaltung von Werkzeugkomponenten, Komplettwerkzeugen und Werkzeuglisten sowie für Lagerbuchungen über entfernte Standorte hinweg. Die Module sind für den globalen Einsatz so konzipiert, dass der Betrieb in Verbindung mit dem umfangreichen «V4»-Produktportfolio von TDM komfortabel möglich ist. Ein wichtiges Highlight dabei: Anwender können fortan überall ihre Werkzeugdaten live im System aktualisieren und pflegen.

Die aktualisierten Werkzeug- und Technologiedaten sind weltweit sofort nutz- und abrufbar, inklusive Werkzeuglisten. Global Line basiert auf einer Drei-Tier-Architektur, ist durch den Einsatz eines eigenen Application Servers sehr einfach skalierbar und läuft auf der gleichen Datenbank wie die Basisinstallation. Die weltweite Datenübertragung ist voll verschlüsselt und wird zudem komprimiert, um einen schnellen Abruf der Daten zu gewährleisten. Die Module stellt TDM Systems als Add-ons ab Version 4.6 bereit. Erste Pilotinstallationen haben gezeigt, wie extrem schnell und hochperformant der Datentransfer zwischen den Standorten ist.

Daten integriert unter Kontrolle

Wie leicht sich Werkzeug- und Technologiedaten in TDM künftig integriert pflegen und aktualisieren lassen, davon können sich die Anwender auf der EMO selbst überzeugen. «Wir haben unser TDMcontrol ab Version 4.6 jetzt komplett in TDM eingebunden, was die zentrale Datenpflege erheblich erleichtert», sagt E. Bollinger. Der Zugriff auf die Datenbank erfolgt direkt, d. h., die Daten werden nicht etwa über eine Schnittstelle in die Tabelle hochgeladen, um sie anschliessend wieder zurückzuschreiben. Und so leicht geht es: Einfach per Mausklick die zu aktualisierenden Datensätze in «TDMcontrol» anzeigen lassen, korrigieren und ergänzen. Dabei ist das Datenpflege-Tool bewusst an die Tabellen von Excel angelehnt, so dass sich selbst grössere Datenmengen recht einfach und schnell damit aktualisieren lassen. Zudem ist kaum Schulungsaufwand erforderlich, da die meisten Anwender Excel bereits kennen.

Automatischer Abgleich

Ebenfalls ein Highlight zur Messe ist der «Machine Tool Manager». Damit präsentiert TDM Systems eine einfach zu handhabende und übersichtliche Lösung zur bedarfsgerechten Werkzeugbestückung. Das schlanke Software-Add-on gleicht automatisch den Werkzeugbedarf zu einem Fertigungsauftrag mit dem auf der Maschine bereits vorhandenen Werkzeugbestand ab. Erzeugt das NC-Programm eine Werkzeugliste, vergleicht die Software den aktuellen Bestand im Maschinenmagazin, ermittelt den zusätzlichen Nettobedarf und erstellt automatisch eine Kommissionierliste. Pünktlich mit dem Fertigungsauftrag gelangen die Werkzeuge an die Maschine, Maschinenstillstände reduzieren sich deutlich. Zusätzlich benötigte Betriebsmittel wie etwa Spann- und Messmittel kommissioniert der Machine Tool Manager gleich mit, soweit diese in TDM geführt werden. Der Trick dabei: Der Machine Tool Manager kennt den Standardwerkzeugbestand auf den Maschinen. Sobald der Fertigungsauftrag durch ist, informiert die Software darüber, welche Werkzeuge von der Maschine und demontiert werden müssen. <<

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