Die Böllinger Group mit Hauptsitz in Bad Friedrichshall (D) zählt zu den Spezialisten, wenn es um hochpräzise Prototypen und Kleinserienfertigung geht. Im Jahr 2023 stand die Böllinger Group vor einer wegweisenden Entscheidung: Ein anspruchsvolles Kundenprojekt erforderte erstmals die Umsetzung einer industriellen Serienfertigung. Eine Transformation, die nicht nur neue Maschinen, sondern auch ein ganzheitlich durchdachtes Fertigungs- und Digitalisierungskonzept verlangte.
Mit den Produkten von «Grob-NET4Industry» behält die Böllinger Group zu jeder Zeit den kompletten Überblick über die Fertigungslinie.
(Bild: Grob-Werke GmbH & Co. KG)
«Wir wollten unser Portfolio erweitern und gleichzeitig zeigen, dass wir auch in der Serie höchste Standards erfüllen können», erklärt Thomas Gilliar, Geschäftsführer der Böllinger Group. «Dafür brauchten wir aber nicht nur die passende Technologie, sondern auch einen Partner, der das gesamte Projekt aus einer Hand begleiten konnte – technologisch, organisatorisch und digital.»
Nach intensiver Marktanalyse entschied man sich für Grob – nicht nur wegen des breiten Maschinenportfolios, sondern vor allem aufgrund der Fähigkeit, komplette Prozessketten inklusive digitaler Lösungen aus einer Hand zu liefern.
Bildergalerie
Projektstart mit Tempo
Bereits wenige Tage nach dem Erstgespräch präsentierte das Grob-Team konkrete Lösungskonzepte. «Wir waren beeindruckt, wie schnell Grob unsere Anforderungen nicht nur verstanden, sondern in ein umsetzbares Konzept übertragen hatte», staunt Thomas Gilliar noch heute. Die Projektumsetzung verlief ebenso effizient: Planung, Lieferung, Installation und Inbetriebnahme erfolgten termintreu – ein entscheidender Faktor bei der Realisierung des Kundenprojekts.
Kern der neuen Produktionslinie bei der Böllinger Group sind zwei hochdynamische, doppelspindlige Bearbeitungszentren des Typs G320. Diese wurden in eine Fremdautomation integriert, die automatisierte Werkstückzufuhr, Hochdruckreinigung, Vakuumtrocknung und eine Sichtprüfstation umfasst. Damit gelang es, den Übergang in die Serienfertigung nicht nur technologisch, sondern auch prozessual erfolgreich zu gestalten.
Digitalisierung als Schlüssel zur Serienreife
Ein zentrales Element des Projekts war die konsequente Digitalisierung der Prozesse. Von Anfang an war klar, dass nur durch digitale Transparenz eine stabile und wirtschaftliche Serienfertigung realisierbar ist. Mit den Produkten von «Grob-NET4Industry» konnte die Böllinger Group nicht nur den gesamten Produktionsprozess überwachen, sondern auch die Rückverfolgbarkeit der gefertigten Teile garantieren – ein immer wichtiger werdendes Thema für das Unternehmen und dessen Kunden.
«‹Grob4PartFlow› liefert uns auf Knopfdruck eine vollständige Historie jedes gefertigten Bauteils», erklärt Peter Feucht, Produktionsleiter bei der Böllinger Group. «Bei Rückfragen oder Qualitätsauswertungen können wir jederzeit nachvollziehen, wann welches Teil welche Station durchlaufen hat.»
Auch für die Instandhaltung und das Shopfloor-Management bringt die Digitalisierung klare Vorteile: Mit «Grob4Line» stehen Maschinenstatus, Alarme und Auswertungen jederzeit mobil zur Verfügung – sei es am Tablet in der Fertigung oder im Büro. «Unsere Reaktionszeiten haben sich deutlich verbessert», so Sebastian Hübner, Teamleiter Serienfertigung bei der Böllinger Group. «Störungen werden so früher erkannt und Ausfallzeiten verringert.»
Ein weiterer zentraler Baustein der neuen Serienfertigung ist «Grob4Analyze» – ein leistungsstarkes Analyse-Tool, das in Echtzeit Maschinendaten auswertet und so eine kontinuierliche Optimierung des Produktionsprozesses ermöglicht. Stillstandzeiten, Prozessabweichungen und Qualitätstrends lassen sich frühzeitig erkennen und beheben. Damit gewinnt die Böllinger Group nicht nur Transparenz über die laufende Fertigung, sondern auch eine solide Grundlage, um datenbasierte Entscheidungen treffen zu können. «Mit ‹Grob4Analyze› liefern wir unseren Kunden ein Instrument, das nicht nur die Effizienz steigert, sondern auch eine übergreifende Prozessdatenüberwachung und nachhaltige Qualitätsverbesserung erlaubt,» erklärt Benedikt Gundling, Produktmanager Digitale Produkte bei Grob. «Gerade in der Serienproduktion sind diese Informationen entscheidend, um konstant auf hohem Niveau fertigen zu können.»
Werkzeugmanagement auf einem neuen Level
Besonders im Prototypenbereich, wo häufige Werkzeugwechsel notwendig sind, hat sich auch «Grob4TDX» als enormer Effizienztreiber für die Böllinger Group erwiesen. «Die digitale Verwaltung und der automatische Abgleich der Werkzeugdaten sparen uns enorm Zeit und vermeiden Fehler», so Stefan Kniel, Arbeitsvorbereitung bei der Böllinger Group. «Werkzeugdaten können einfach per Scan übertragen, synchronisiert und dokumentiert werden – das erhöht die Prozesssicherheit deutlich.»
Wandel mit Technologie und Partnerschaft begleitet
Für Grob war das Projekt mit der Böllinger Group ebenfalls besonders: «Wir haben hier nicht nur Maschinen geliefert, sondern gemeinsam mit dem Kunden eine neue Ära eingeleitet», betont Benedikt Gundling. «Es war uns wichtig, von Anfang an als Partner auf Augenhöhe aufzutreten – mit hoher technischer Tiefe, aber auch mit viel Flexibilität und Engagement.»
Stand vom 30.10.2020
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group AG, Seestrasse 95, CH-8800 Thalwil, einschließlich aller mit ihr verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de/de/smm abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
So Gundling weiter: «Gerade bei mittelständischen Unternehmen, die sich in Richtung Industrie 4.0 bewegen wollen, braucht es Lösungen, die nicht nur technisch funktionieren, sondern im Alltag echten Mehrwert bringen. Genau das haben wir hier gemeinsam realisiert.»
Digitalisierung, die im Alltag Mehrwert bringt
Das Ergebnis der Zusammenarbeit mit Grob: Eine hocheffiziente Produktionslinie, die den anspruchsvollen Taktzeiten und Qualitätsvorgaben der Böllinger Group gerecht wird – und die Erwartungen sogar übertrifft. «Die neue Fertigungslinie hat eine enorme Strahlkraft», sagt Thomas Gilliar. «Wir erhalten regelmässig neue Projektanfragen und befinden uns bereits in der Ausarbeitung weiterer Konzepte mit Grob.»
Was die Böllinger Group aus dem Projekt mitnimmt, ist klar: Digitalisierung ist ein Mehrwert und steigert die Performance. «Unsere Mitarbeiter sehen, dass digitale Tools ihnen helfen – bei der Planung, bei der Auswertung, bei der täglichen Arbeit», betont Thomas Gilliar. «Das fördert die Akzeptanz und die Bereitschaft, sich auf neue Technologien einzulassen.»
Sein Rat an andere Unternehmen: «Man muss Digitalisierung nicht kompliziert machen – aber man muss sie ernst nehmen. Nur wer Prozesse versteht, kann sie auch digitalisieren. Und mit Grob hatten wir einen Partner, der diesen Weg nicht nur technisch, sondern auch menschlich mit uns gegangen ist.»