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In Übersee generierten die Tochtergesellschaften über die USA und Brasilien den Hauptumsatz . Der gesamte Überseeumsatz ist demnach um 30 %, auf 424 Mio. Euro gestiegen. Zurückhaltender entwickelte sich die Region Asien/Pazifik, wo eine deutliche Konjunkturabschwächung zu spüren war. Dennoch sieht Trumpf die Region als drittwichtigsten Absatzmarkt nach Deutschland und den USA.
Brandaktuelle Produkte bahnen Weg in die Zukunft
Vom 23. bis zum 27. Oktober stellt Trumpf auf der Euroblech in Hannover mit der Trulaser 3030 Fiber eine kleine Sensation vor: Als einziger Werkzeugmaschinenhersteller bietet das Unternehmen eine Laserschneidanlage, die es zulässt, zwischen Festkörper- und CO2-Laser in unterschiedlichen Leistungsklassen zu wählen. So sei sie für viele kundenspezifischen Bedürfnisse relativ einfach zu konfigurieren. Egal, ob der Schwerpunkt auf einer hohen Schnittgeschwindigkeit, bester Schnittqualität, filigranes Feinschneiden von Einzelteilen oder der Schnellbearbeitung großer Serien liege.
Auch im Automationsbereich wird die Euroblech eine Präsentationsplattform darstellen, so Trumpf. Etwa eine kompakte Automationsmöglichkeit für die Stanzmaschinen oder den Sheetmaster Compact für die Trupunch 3000, der besonders den Anwendern Vorteile biete, die mit Platznot zu kämpfen haben.
In Sachen Lasertechnik arbeitet Trumpf aktuell an der Fertigungstechnologie für Mikrochips der nächsten Generation mit, wie es heißt. Konkret gehe es um die Entwicklung der Extrem Ultravioletten- oder kurz: EUV-Fotolithografie. Wie es heißt könne nur Trumpf ein dazu geeignetes CO2-Lasersystem beisteuern. Die Aussichten sind beeindruckend: wird das Ziel erreicht, dann gelingt es, den Energieverbrauch von Mikrochips deutlich zu senken und parallel deren Leistungsfähigkeit mindestens zu verdoppeln. Die ersten Serienanlagen werden Anfang 2013 an die Projektpartner geliefert.
Innovationen und Familiensinn als Erfolgskonzept
Innovationen betrachtet das Unternehmen als erfolgsentscheidend. Weshalb die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung prozentual unverändert bleiben werden. Sie sind umsatzabhängig und werden folglich in der kommenden Geschäftsperiode betragsmäßig deutlich ansteigen. Die F+E-Quote liegt aktuell bei etwa 8 % und gilt als doppelt so hoch wie der übliche Branchendurchschnitt. 1352 Mitarbeiter seien jetzt in diesem Bereich tätig, was einen Zuwachs von 17 % zum Vorjahr bedeute. „Wir leisten uns derart hohe Zukunftsinvestitionen, weil wir nur so den technologischen Vorsprung halten können“, erklärte Leibinger-Kammüller dazu. Dabei in allen Bereichen einen Deut innovativer zu sein als andere, sei das Ziel der Anstrengungen.
Nicht zuletzt steht zum Thema Innovationen auch das erflogreich eingeführte Arbeitszeitenkonzept im Fokus, wie sie ergänzte. Rund 75 % der Mitarbeiter nutzten zumindest Teile des neuen Modells, das bewiesenermaßen dazu beiträgt, die Mitarbeiterzufriedenheit zu stärken. Alleine 25 % der Belegschaft nutze das Angebot der lebensphasenorientierten Arbeitszeit, innerhalb derer die Mitarbeiter ihre Wochenarbeitszeiten entsprechend anpassen könnten. So werde der Trumpf-Anspruch als echtes Familienunternehmen noch ein Stück weiter erfüllt. Dieser gute Ruf spiegelt sich laut Aussage der Vorsitzenden auch in den unverändert hohen Bewerberzahlen wider: Im vergangenen Jahr wurden etwa 1000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Die Hälfte davon in Deutschland.
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