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Fruitcore Robotics stellt seine neuen Industrieroboter Horst600 und Horst1400 vor Doppelter Familienzuwachs

Redakteur: Silvano Böni

Mit Horst900 hat Fruitcore Robotics vor zwei Jahren seine Roboterlinie mit innovativer Kinematik auf den Weg gebracht. Nun bekommt die Familie Zuwachs: Der kleinere, schnelle und präzise Horst600 und der grössere und stärkere Horst1400 erweitern das Produktportfolio.

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Die Geschäftsführer von Fruitcore Robotics, Jens Riegger (links) und Patrick Zimmermann, präsentieren Horst600. In der Ausführung für Labore, Pharma- und Chemieunternehmen ist er an die Schnittstellenanforderungen der Branche angepasst und besitzt spezielle Features und Module zur einfachen Handhabung von Reagenz­gläsern oder Proben.
Die Geschäftsführer von Fruitcore Robotics, Jens Riegger (links) und Patrick Zimmermann, präsentieren Horst600. In der Ausführung für Labore, Pharma- und Chemieunternehmen ist er an die Schnittstellenanforderungen der Branche angepasst und besitzt spezielle Features und Module zur einfachen Handhabung von Reagenz­gläsern oder Proben.
(Bild: Fruitcore Robotics)

Mit Horst600 und Horst1400 stellt Fruit­core Robotics je einen Industrieroboter unterhalb und oberhalb des bereits erhältlichen Horst900 vor. Die beiden neuen Familienmitglieder bauen auf der bewährten Horst-Technologie auf, sind made in Germany und werden als Komplettpaket geliefert. Mit der Software HorstFX und der Bedieneinheit HorstPanel sind sie ebenso intuitiv programmierbar wie ihr «Bruder». Die Anbindung an andere Maschinen erfolgt über die vollständige Sicherheitssteuerung HorstControl. Auch der durchweg innovative Aufbau zeigt die Familienähnlichkeit. Doch wie die meisten Brüder besitzen sie ganz unterschiedliche Eigenschaften und Stärken.

Horst600: klein, schnell und präzise

Mit Horst600 erweitert Fruitcore seine Produkt­familie um einen modularen Kleinroboter. Der kleinste Horst ist vor allem für Anwendungen auf geringem Raum geeignet und lässt sich für noch mehr Flexibilität beim Einsatz auch an der Wand oder Decke montieren. Mit einer Aufstellfläche von 382 x 200 Milli­metern und einer Reichweite von 578 Millimetern kann er Traglasten von bis zu drei Kilogramm schnell und präzise bewegen – und das mit einer Wiederholgenauigkeit von ±0,05 Milli­metern. Den Industrieroboter gibt es in zwei unterschiedlichen Ausführungen: Horst600 kommt im industriellen Umfeld zum Einsatz, etwa in der Metallverarbeitung, in der Logistik oder in der Kunststoffbranche. Typische Aufgaben sind beispielsweise Pick-and-place-Anwendungen, Palettieren oder das Be- und Entladen von Maschinen. Die Version Horst600 lab, was für «laboratory» steht, ist speziell für Labore, Pharma- und Chemieunternehmen konzipiert. Neben einem hierfür passenden Design ist dieser Industrieroboter an die Schnittstellen­anforderungen der Branche angepasst und kann mit einem entsprechenden Greifer ausgestattet werden. Spezielle Features und Module erlauben zudem die einfache Handhabung von Reagenz­gläsern oder Proben. Um den Anforderungen der unterschiedlichen Einsatzfelder gerecht zu werden, gibt es beide Versionen von Horst600 in zwei Leistungsklassen: der Variante «fast» für Anwendungen, bei denen die Taktzeit ausschlaggebend ist, und als «strong», wenn es auf die Traglast ankommt.

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Einfache Programmierung dank Play-back-Verfahren

Dank modernster Fertigungstechnologie ist die bewegte Masse von Horst600 sehr gering. Der leistungsfähige Kleinroboter wiegt knapp 20 Kilogramm. Deshalb besitzt er eine andere Kinematik als die grösseren Baureihen. Ermöglicht die Viergelenkkette bei seinen grossen Brüdern deutliche Steifigkeitsvorteile und erlaubt den Einsatz kleinerer Motoren und Getriebe, sind die Pluspunkte dieses kinematischen Konzepts bei kleinerer Baugrösse nicht erforderlich und kommen darum nicht zur Anwendung. Die Ingenieure von Fruitcore Robotics legten bei Horst600 mehr Gewicht auf eine kompakte Bauweise. Sie erlaubt optimale Beweglichkeit in einem möglichst grossen Arbeitsraum. Der wie bei den grossen Brüdern modular aufgebaute Roboterarm ist vergleichsweise leicht und kann schnell gewartet oder repariert werden. Ebenfalls eingesetzt wird die von Fruitcore Robotics entwickelte Encodertechnik, die in Verbindung mit dem hochwertigen Antriebssystem für Genauigkeit sorgt. Mit Horst600 stattet Fruitcore zudem den ersten Roboter optional mit dem Play-back-Verfahren aus. Damit kann der Bediener den Roboter auch per Hand führen, was die Programmierung noch weiter vereinfacht.

Horst1400: für grosse Traglast und Reichweite

Am oberen Ende der Leistungsskala stellt Fruit­core seinen zweiten neuen Roboter vor – Horst1400. Er ist für Aufgaben in der Logistik sowie der metall- oder kunststoffverarbeitenden Industrie konzipiert, die grosse Traglast und Reichweite erfordern oder kurze Taktzeiten vorgeben. Der Industrieroboter eignet sich unter anderem zum Kommissionieren sowie zum Be- und Entladen von Maschinen oder Gitterboxen. Der grosse Horst stemmt Lasten bis zu zehn Kilogramm und hat eine maximale Reichweite von 1400 Millimetern. Wie bei seinem kleineren Bruder, dem Horst900, basiert seine Antriebstechnik auf mehreren verschachtelten Viergelenkketten, wodurch die Antriebsleistung der Motoren effizienter genutzt wird. Dadurch ist es möglich, kleinere Elektromotoren und Getriebe zu verbauen und trotzdem dieselbe Qualität und Dynamik zu erreichen wie bei konventionellen Robotern. Der Antrieb durch Viergelenkketten führt insgesamt zu einem geringeren Gewicht und zu deutlich niedrigeren Kosten. SMM

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