Optimiertes Lang-/Kurzdrehen Dynamischer, schneller, produktiver

Redakteur: Anne Richter

Auf ihrer Hausausstellung vom 27. bis 29. April 2016 haben die Index-Werke in Reichenbach die neue Traub TNL18 dynamic vorgestellt. Mit dem neuen Antriebs- und Steuerungspaket können die stabilen mechanischen Voraussetzungen der Maschine optimal ausgeschöpft werden. Dadurch agieren die Maschinen noch dynamischer und bieten eine deutlich gesteigerte Produkti­vität.

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CNC-Steuerung Traub TX8i-s V7 – bereit für Industrie 4.0: Die Steuerung ist in der Lage vielfältige digitale Informationen bereitzustellen, zu verarbeiten und weiterzureichen.
CNC-Steuerung Traub TX8i-s V7 – bereit für Industrie 4.0: Die Steuerung ist in der Lage vielfältige digitale Informationen bereitzustellen, zu verarbeiten und weiterzureichen.
(Bild: Index)

ari. Die Baureihe Traub TNL18 bietet verschiedene Varianten von Lang-/Kurzdrehautomaten, die sich variabel ausstatten lassen und für vielerlei Bearbeitungen wirtschaftlich einsetzbar sind. So öffnet zum Beispiel die TNL18-7B mit ihren sieben Linearachsen und der B-Achse am oberen Revolver den Weg zu einem breiten Teilespektrum: Sie ermöglicht komplexe Bearbeitungen, die Herstellung schräger Bohrungen und Flächen mit Standardwerkzeugen sowie das Abzeilen von hochgenauen Konturen. Darüber hinaus erlaubt ihre Kinematik eine präzise Rückseitenbearbeitung. Vielfältigen Anforderungen genügt auch die zweite High-End-Variante, die TNL18-9, die über eine autonome Gegenspindel und neun lineare NC-Achsen verfügt. Für Produktionsbelange optimal konfiguriert, wird die TNL18-9 P – Paketmaschine – auch in ausgesuchter Vollausstattung zu einem attraktiven Preis angeboten.

Optimierter Antriebsstrang

Traub entwickelte die 2009 erstmals vorgestellte TNL18-Baureihe über die Jahre hinweg permanent weiter, um sie stets auf dem aktuellen Stand der Technik zu halten. Das betraf sowohl die mechanischen Komponenten, die einen zuverlässigen und stabilen Betrieb gewährleisten als auch die Antriebs- und Steuerungstechnik. Um die Maschinen noch dynamischer agieren lassen zu können, wurden jetzt die CNC-Steuerung, Achsverstärker und Servoantriebe auf ein höheres Niveau gehoben und damit die Beschleunigungen und Endgeschwindigkeiten deutlich verbessert. In umfangreichen Versuchen stellten die Entwickler sicher, dass die mechanischen Gegebenheiten der Maschine auch mit der neuen Dynamik harmonieren.

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Das Ergebnis wurde auf der Hausausstellung der Index-Werke bei Traub in Reichenbach vom 27. bis 29. April 2016 zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt: die neue Traub TNL18 dynamic. Alle Varianten dieser Lang-/Kurzdrehautomaten profitieren von der Performancesteigerung im optimierten Antriebsstrang, mit der eine unmittelbare Produktivitätssteigerung verbunden ist. Ein Blick in die technischen Daten verrät: Die maximale Drehzahl von Haupt- und Gegenspindel stieg von 10 000 min-1 auf 10 500 min-1. Die Eilgangwerte der Z-Achsen der Werkzeugrevolver (oben und unten) erhöhten sich von 40 auf 50 m/min. Beim neuen Antriebspaket beschleunigt die (nicht autonome) Gegenspindel von 0 auf 12 000 min-1 in nur noch 990 ms statt
bisher 1200 ms, und der Werkzeugantrieb
erreicht jetzt seine maximale Drehzahl von 12 000 min-1 in 240 ms statt bisher 320 ms. Auch die Beschleunigungen aller Linearachsen sind schneller geworden und bieten im Vorschubbetrieb anstatt 20 ms jetzt 15 ms und im Eilgang anstatt 150 nunmehr 135 ms.

Reduzierte Bearbeitungszeiten – bis zu 21 Prozent

Der stabile mechanische Aufbau der Traub-TNL18-Maschinen erlaubt es, die neuen, um bis zu 25 Prozent höheren Beschleunigungen und Endgeschwindigkeiten steuerungstechnisch voll auszureizen und die Produktivität deutlich zu steigern. Wer seine NC-Programme dahingehend optimiert, kann die Bearbeitungszeit um bis zu 21 Prozent reduzieren. Die Werkstückqualität bleibt dabei unverändert. Allerdings hängen die Einsparmöglichkeiten auch von der Komplexität des Werkstücks ab. Während bei einer relativ einfachen Welle, die weitgehend mit konstanten Schnittgeschwindigkeiten und nur wenigen Werkzeugwechseln bearbeitet wird, die Einsparung bei etwa fünf Prozent liegt, kann bei einem geometrisch komplexen Werkstück mit zahlreichen, verschiedenen Dreh-, Bohr- und Fräsbearbeitungen wesentlich mehr Zeit eingespart werden. Viele Bearbeitungsinhalte bieten viele Ansatzpunkte zur Zeiteinsparung. Beispielhaft kommt dies bei einem Zahnimplantat-Bauteil, das eine diffizile Innenfräskontur aufweist, zum Tragen. Durch die kürzeren Beschleunigungs- und Abbremsvorgänge lassen sich neben den reduzierten Nebenzeiten deutlich höhere Vorschubgeschwindigkeiten beim Fräsen realisieren. So lässt sich bei gleicher Konturtreue am Werkstück ein Zeitgewinn von 21 Prozent erzielen.

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