Vakuum-Lösung von Schmalz verbessert Materialfluss bei ABB Schaffhausen Ergonomisches Teilehandling

Redakteur: Silvano Böni

Hebetechnik des Vakuum-Spezialisten Schmalz liefert bei ABB in Schaffhausen einen überzeugenden Auftritt: Der Technologiekonzern setzt in seinem Logistikcenter auf die Vakuum-Schlauchheber JumboFlex. Seitdem hat sich das Handling von Kleinladungsträgern deutlich verbessert.

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Dank der Ein-Hand-Steuerung bleibt eine Hand frei, um die Last zu führen und präzise zu positionieren.
Dank der Ein-Hand-Steuerung bleibt eine Hand frei, um die Last zu führen und präzise zu positionieren.
(Bild: Schmalz / Katharina Wernli)

In Schaffhausen bündelt ABB die Entwicklung, Produktion, Logistik und den Verkauf von Niederspannungs-, Personenschutz- und Gebäudeschutzgeräten sowie von Schaltern und Steckdosen. Bekanntestes Produkt ist der FI-Schutzschalter. Unter Reinraum-Bedingungen entstehen hier die Kernelemente davon: Sensor und Schalter. Um die Logistik der Produkte zu vereinfachen, wurden am Standort zwei Logistikcenter zusammengelegt. Der grosse Vorteil für die Kunden: Fortan konnten alle georderten Artikel in nur einer Sendung und noch am selben Tag verschickt werden.

Effizient und schnell

Eine grosse Herausforderung durch den Zusammenschluss war, auf dem bestehenden Platz ausreichend Lagerraum zu schaffen. Das Projektteam entschied sich schliesslich für den Bau eines Automatischen Kleinteilelagers (AKL). Breiten Raum nahm die Frage ein, wie Tausende von Produkten effizient und schnell ein- und ausgelagert werden konnten. Die Ziele waren hoch gesteckt: Die vorhandenen Kleinladungsträger sollten beim Ein- und Auslagern prozesssicher und feinfühlig gegriffen und ebenso schnell wie exakt positioniert werden. Darüber hinaus suchte ABB nach einer ergonomischen Lösung, die die Gesundheit der Mitarbeiter schonen sollte – schliesslich bringen die beladenen Kisten ein Gewicht von bis zu 33 kg auf die Waage.

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Für die Auswahl geeigneter Partner zur Umsetzung des Projekts nahm sich die Unternehmensleitung bewusst Zeit. «Das hat sich bei diesem anspruchsvollen Unterfangen bezahlt gemacht», sagt Herbert Fichthaler, Production Engineer bei ABB Schaffhausen. Schon bald hatten die Schweizer den Vakuum-Spezialisten Schmalz auf dem Radar. ABB fragte aber auch bei anderen Anbietern nach. Dabei stellte sich jedoch schnell heraus, dass diese die Ansprüche nicht erfüllten. «Wir haben einen Partner gesucht, der räumlich nahe und gleichermassen technisch fit wie innovativ ist», beschreibt Fichthaler. Schon beim ersten ausführlichen Termin wurden die Problemstellung erörtert, Lösungsansätze diskutiert und Schnittstellen definiert. Schmalz empfahl schliesslich den Einsatz des Vakuum-Schlauchhebers JumboFlex 50.

Langes und ermüdungsfreies Arbeiten

Mit diesem Schlauchheber lassen sich Güter bis 50 Kilogramm rückenschonend und in hoher Taktzahl bewegen. Sein Bediengriff ist ergonomisch geformt, liegt gut in der Hand und ermöglicht ein langes und ermüdungsfreies Arbeiten. Lasten lassen sich über die Ein-Finger-Steuerung mühelos heben, senken und lösen. Falls erforderlich, kann der Sauggreifer per Schnellwechselsystem einfach getauscht werden. Dies senkt die Nebenzeiten.

Um das AKL zu beschicken und auszulagern, setzt ABB zwei JumboFlex 50 mit Kistengreifern ein. Zusätzlich lieferte der Vakuum-Spezialist Wandschwenkkräne aus Aluminium. Sie sind sehr leichtgängig, laufen leise und vergrössern das Einsatzgebiet des Schlauchhebers signifikant. Ihr Leichtlauf sorgt für eine schnelle Arbeitsweise und erfordert wenig Kraft bei der Bedienung. Dank hochwertigen und verschleissarmen Komponenten aus Aluminium und Kunststoff muss die Anlage kaum gewartet werden.

Die Greifmechanik der Schlauchheber, so die Vorgabe von ABB, darf Kiste und Inhalt nicht beschädigen. Gemeinsam haben die Projektpartner einen mechanischen Kistengreifer für schonenden Transport entwickelt. Er fährt an nur vier Punkten in den Rahmen der Kiste und wird über einen «Kugelschreibermechanismus» verriegelt und entriegelt. Sehr positiv wirkt sich die Ein-Hand-Bedienung aus. Die Kisten lassen sich sehr sanft aufnehmen sowie gezielt und exakt ausgerichtet abstellen. «Mein Team arbeitet inzwischen sehr versiert mit den Hebehilfen», schildert Herbert Fichthaler. Auf der Anlage befinde sich eine Waage und empfindliche Sensorik. «Deswegen ist es wichtig, dass sich die KLT gut und leicht bewegen lassen.»

Kurze Eingewöhnungszeit

«Wir haben hohe Erwartungen an unsere Lieferanten und Geschäftspartner», skizziert Fichthaler die Ansprüche von ABB. «Trotz kleiner Rückschläge hat Schmalz das Projekt zügig geplant und umgesetzt.»

Die Anlage von Schmalz arbeitet seit Mai 2015 und die Schweizer sind mit ihr voll und ganz zufrieden. Im Zweischichtbetrieb werden bei ABB an fünf Tagen in der Woche pro Tag rund 1000 Kisten bewegt. Am Anfang sei die neue Art der Handhabung für die Mitarbeiter gewöhnungsbedürftig gewesen. Doch die Vorteile der Schmalz-Lösung hätten sich schnell gezeigt. «Heute lernen sich die Team-Mitglieder gegenseitig an, und nach 15 Minuten Starthilfe arbeiten sie selbstständig. Ohne die Hebehilfen wären wir in unserem Logistikzentrum nicht mehr effizient», lobt Herbert Fichthaler. Ein eventueller Ausfall der Schlauchheber könnte nur mit erheblich mehr Personal und hoher Belastung für die Mitarbeiter kompensiert werden. Hier bleibt der Logistikfachmann unterdessen gelassen. «Die Lösung von Schmalz läuft zuverlässig und wartungsarm.» SMM

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