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Bystronic: Faserlaser mit 12 kW Faserlaser schneidet bis 30 mm dick

Redakteur: Konrad Mücke

Ein grösseres Spektrum an Blechen schneidet künftig die Laserschneidmaschine ByStar Fiber mit einem Faserlaser, der über 12 kW Leistung verfügt. Ein optimierter Schneidkopf sorgt für konstante Qualität und Prozesssicherheit beim Schneiden.

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Schlank, sicher, wirtschaftlich: optimierter Schneidkopf mit integrierten Bauelementen und verbesserter Kühlung für Faserlaser mit 12 kW Leistung.
Schlank, sicher, wirtschaftlich: optimierter Schneidkopf mit integrierten Bauelementen und verbesserter Kühlung für Faserlaser mit 12 kW Leistung.
(Bild: Bystronic)

Blechbearbeiter müssen schnell, flexibel und wirtschaftlich produzieren. Nur dann können sie im Wettbewerb bestehen und ihre Produktion auslasten. Beim Schneiden bewähren sich seit vielen Jahren Laser. Die Laseranlagen mit ihren vielfältigen Komponenten sollen bei hohen Schneidgeschwindigkeiten und niedrigen Kosten für Betrieb und Wartung zuverlässig schneiden. Diesen Forderungen entsprechen die aktuell von Bystronic vorgestellten Laseranlagen ByStar Fiber mit Faserlasern, die 12 kW Laserleistung haben. Damit steht – verglichen mit den bisherigen Lasern – um 20 Prozent höhere Laserleistung zur Verfügung.

Bis 20 Prozent produktiver

Einhergehend können die Laseranlagen bis zu 20 Prozent schneller schneiden – im Vergleich mit Anlagen, die mit den bisher verfügbaren 10-kW-Laserquellen arbeiten. Somit arbeiten sie deutlich produktiver speziell beim Schneiden 3 bis 30 mm dicker Bleche.

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Dazu sagt Stefan Sanson, Bystronic Product Manager Laser Cutting: «Interessant ist diese Laserleistung für Fertigungsbetriebe, die bei Blechen dicker als drei Millimeter höhere Schneidgeschwindigkeiten verwirklichen wollen, um damit ihre Produktivität zu steigern. Auf unseren Laseranlagen bekommen sie Schweizer Qualität zu niedrigeren Stückkosten.»

Optimierter Schneidkopf für stabile Prozesse

Vor allem der Schneidkopf sorgt für einen stabilen Schneidprozess und konstant hohe Werkstückqualität. Dies gilt umso mehr bei steigenden Laserleistungen. Diese müssen präzise und zuverlässig auf das zu schneidende Blech gebracht werden. Um das zu ermöglichen, hat Bystronic den Schneidkopf der Laseranlagen ByStar Fiber konsequent weiterentwickelt. Er ist schlanker. Er ist aus weniger Bauelementen aufgebaut. Wichtige technische Funktionen sind im Inneren des Schneidkopfes integriert. Das verringert die Gefahr von Kollisionen mit aufragenden Schneidteilen. Somit arbeitet der Schneidkopf sicherer. Einhergehend sinken mit dem neuen Design auch die Aufwände und Kosten für Wartung und Betrieb. Die integrierte Technik ist besser vor Verschmutzung geschützt, die zum Beispiel durch Schneidstaub entstehen kann.

Für eine konstante Schneidleistung, besonders bei lang anhaltendem Schneidbetrieb bei hohen Laserleistungen, sorgt eine optimale Kühlung im Schneidkopf. Linsen und Schneiddüse sind gegen hohe thermische Belastungen geschützt.

Option für dicke Bleche

Für Blechbearbeiter, die zunehmend auch dicke Bleche schneiden wollen, gibt es vom Hersteller Bystronic eine sinnvolle Option. Die Funktion «BeamShaper» sorgt für besonders hochwertige Schneidkanten beim Laserschneiden bis 30 mm dicker Bleche aus Stahl. Sie passt die Form des Laserstrahls an die Blechdicke und die über den Schneidweg unterschiedliche Qualität des Blechs automatisch an. Bei 20 bis 30 mm dicken Blechen erhöht das die Qualität der Schnittkanten. Zudem kann es die Schneidgeschwindigkeit um bis zu 20 Prozent erhöhen. Man kann diese Funktion bei der Investition in eine Laseranlage ByStar Fiber 12 Kilowatt wählen, das System aber auch später nachrüsten.

Automation optimiert Materialfluss

Damit die Laseranlagen derart produktiv arbeiten können, gibt es vom Hersteller ein breites Spektrum an Automationslösungen. Dazu gehören Be- und Entladeanlagen, Sortier- und individuell konfigurierbare Lagersysteme. Je nach bestehender Fertigungsumgebung und zur Verfügung stehender Flächen lässt sich ein vollständig automatisierter Laserschneidprozess verwirklichen. Er kann nahtlos in die umgebenden Prozesse integriert werden.

Insbesondere das aktuelle Be- und Entladesystem ByTrans Cross lässt sich flexibel an wechselnde Auftragslagen und Fertigungsrhythmen im Laserschneiden anpassen. Als Automationsbrücke kann es zwischen Laserschneidanlage und Blechlager integriert werden. Es übernimmt und steuert den Materialfluss. Ebenso kann man das Be- und Entladesystem als Stand-alone-Lösung nutzen. Dann versorgt es die Laserschneidanlage mit unterschiedlich dicken Blechplatinen aus wechselnden Werkstoffen. In der Basisversion verfügt die Be- und Entladeanlage über zwei Beladewagen. Sie dienen im Stand-alone-Einsatz als Blechlager.

Speziell beim Abräumen lassen sich geschnittene Bleche mit der Option BySort sortieren. So können Anwender geschnittene Blechteile bereits sortiert und vereinzelt in ein angebundenes Lager bringen oder auf zusätzlichen Ablagepositionen stapeln. Auf Wunsch gibt es die Option ergänzend zur Be- und Entladeanlage. Sie erweist sich vor allem beim Schneiden in grossen Serien als vorteilhaft. Einzelne Schneidteile können gesondert nach Aufträgen sortiert abgelegt werden. Ein herausragender Vorteil ist, dass dabei die Bleche wiederholgenau auf einer Position abgelegt werden. Das ist speziell bei grossen, schweren Blechen manuell nur schwierig zu bewältigen. Die auf einer Palette exakt positionierten Bleche können bei manuellen und automatisierten Folgeprozessen einfacher und sicherer entnommen und weiterbearbeitet werden. - kmu -

SMM

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