Feintool: Konzernergebnis stark gesteigert

>> Feintool hat im vergangenen Geschäftsjahr den Umsatz erhöht und gleichzeitig das Betriebsergebnis dank effizienteren Prozessen überproportional gesteigert. Für 2015 prognostiziert das Unternehmen eine positive Geschäftsentwicklung.

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Die Feinschneideanlagen und-kompnenten von Feintool fanden 2014 guten Absatz. Umsatz und Ertrag konnten markant gesteigert werden.
Die Feinschneideanlagen und-kompnenten von Feintool fanden 2014 guten Absatz. Umsatz und Ertrag konnten markant gesteigert werden.
(Bild: Feintool)

Das Wachstum der globalen Automobilindustrie hielt 2014 weltweit an. Feintool hat von dieser positiven Branchenkonjunktur profitiert und wuchs darüber hinaus in allen relevanten Regionen durch den Gewinn von Marktanteilen schneller als der Markt.

Der Umsatz wuchs 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 16 Prozent auf CHF 503 Mio. Aufgrund hoher Kapazitätsauslastung und zunehmend effizienterer Prozesse nach erheblichen Investitionen im Berichtsjahr sowie in den Vorjahren nahm das Betriebsergebnis (EBIT) überproportional um 73 Prozent auf CHF 35 Mio. zu. Unter Hinzurechnung eines Verkaufsgewinns aus der Aufgabe des Segments Automation erhöhte sich das Konzernergebnis um 88% auf CHF 35 Mio. Auch ohne diesen ausserordentlichen Effekt stieg das Konzernergebnis um 66%.

Wachstum in Europa und USA

Von den Unternehmensbereichen steuerte den grössten Umsatzanteil das Segment System Parts bei, in dem Feintool weltweit für die Serienherstellung präziser Feinschneid- und Umformkomponenten aktiv ist. Das Segment wuchs im Berichtsjahr um 17.1% auf CHF 420.0 Mio. und erwirtschaftete damit 83.4% des Gruppenumsatzes. Der Zuwachs lässt sich vor allem auf die gegenüber dem Vorjahr gesteigerten Absatzmengen neuer Produkte in Europa und in den USA zurückführen.

Das Segment Fineblanking Technology, in dem Feintool technologische Gesamtlösungen für das Feinschneiden anbietet, lag mit CH 98.3 Mio. nahezu auf Vorjahresniveau und trug 16.6% zum Gruppenumsatz bei. Unter Ausklammerung der internen Verkäufe stieg der Umsatz mit externen Kunden um 8,2%.

Feintool reagiert auf Frankenstärke

Feintool hat in den vergangenen Jahren seine Strategie, in den jeweiligen Absatzmärkten und Währungsräumen zu produzieren, konsequent ausgebaut. 85% des Umsatzes wird außerhalb der Schweiz generiert.

Trotzdem wirkt sich der durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) aufgehobene Mindestkurs vom 15. Januar 2015 unmittelbar und vor allem auf die Kostenstruktur der Betriebe von Feintool in der Schweiz aus. Das Unternehmen hat reagiert und in seinen Schweizer Betrieben in Lyss und Jona die Erhöhung der Wochenarbeitszeit, den Abbau von Temporärpersonal sowie einen Einstellungs- und Überzeitstopp eingeleitet.

Als strategische Reaktion auf die Frankenstärke wird sich Feintool in der Schweiz noch mehr auf Spezialitäten ausrichten und investiert über CHF 10 Mio. in Entwicklung, neue Technologien, einen Ausbau der Wertschöpfungskette und in effizientere Produktionsmittel.

Grundsätzlich positiver Ausblick für 2015

Feintool erwartet für 2015 eine grundsätzlich positive Geschäftsentwicklung. Zu den Währungsrelationen zu Beginn des Geschäftsjahres 2015 wurde ein Umsatzwachstum von 6% und eine weitere Margenzunahme prognostiziert. Die deutliche Aufwertung des Schweizerfrankens gegenüber dem Euro seit dem 15. Januar 2015 wirkt sich jedoch auf die genannten Kennzahlen aus. Auf Basis der sich seit Freigabe des Schweizerfranken-Wechselkurses zum Euro ergebenen Kurse wird sich der Umsatz bei CHF 460 – 480 Mio. und der operative Gewinn bei rund CHF 27 Mio. bewegen. An der mittelfristigen Zielsetzung eines Umsatzes von CHF 600 Mio. und einer operativen Marge von 8% wird festgehalten. <<

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