Automatica 2023:Testen und messen mit Kistler Fertigungsprozesse zuverlässig überwachen

Von Konrad Mücke 3 min Lesedauer

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Kistler zeigt zur Messe Automatica, dass Unternehmen mit exakten Test- und Messdaten effizienter produzieren. Erstmals werden der hochempfindliche piezoelektrische Kraftaufnehmer 9172CD, mobile Handheld-Prüfgeräte und der digitalisierte Ladungsverstärker 5073B vorgestellt.

Mit den schlüsselfertigen, modularen Montage- und Testsystemen Smart Single Stations können Fertigungsbetriebe Produktionskosten senken, die Qualität erhöhen und Ressourcen schonen. (Bild:  Kistler Instrumente AG)
Mit den schlüsselfertigen, modularen Montage- und Testsystemen Smart Single Stations können Fertigungsbetriebe Produktionskosten senken, die Qualität erhöhen und Ressourcen schonen.
(Bild: Kistler Instrumente AG)

Ein immer effizienterer Umgang mit Produktionsressourcen leistet einen Beitrag zu nachhaltiger Herstellung – und schöpft Einsparpotenziale aus. Um diese zu erkennen, sind Hersteller unterschiedlichster Branchen auf exakte Prozessdaten angewiesen. Kistler präsentiert auf der diesjährigen Messe Automatica deshalb Messgeräte und Software, die diese Daten für jeden Prozessschritt erheben, auswerten und Optimierungsoptionen in der Fertigung aufzeigen.

Kleinste Kräfte piezoelektrisch erfassen

Die Datenerhebung für eine konsequente Qualitätsüberwachung in der Produktion und damit mehr Ressourceneffizienz beginnt schon bei kleinsten Kräften. Kistler stellt dafür erstmals den piezoelektrischen Kraftaufnehmer 9172CD vor. Der vorgespannte Sensor kann direkt nach der Installation Druck- und Zugkräfte bis 1000 N messen. Dank eines von Kistler neu entwickelten piezoelektrischen Kristalls ist der Kraftaufnehmer dabei neunmal sensibler als herkömmliche piezoelektrische Sensoren. Aufgrund seiner hohen Empfindlichkeit und kompakten Bauweise ist der Sensor vor allem für den Einsatz in anspruchsvollen Anwendungen mit kleinen Kraftbereichen wie der Halbleiterproduk­tion oder der Medizintechnik geeignet. Er gewährleistet, dass Anwender dank der drei kalibrierten Messbereiche exakte Messdaten erhalten.

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Funktion an Maschine prüfen

Damit Anwender ihre Prozessparameter direkt in der Fertigung prüfen können, stehen demnächst zwei mobile Messgeräte mit integrierten Ladungsverstärkern zur Verfügung. Mit den Handheld-Prüfgeräten können Anwender die Daten eingesetzter Sensoren vergleichen und verifizieren, ohne sie zeit- und ressourcenaufwendig ausbauen zu müssen. Die Geräte zeichnen die gemessenen Daten auf und visualisieren die Messkurve auf dem integrierten Touchscreen. Die Messgerätvariante 5811A00 eignet sich insbesondere für Isolationstests als Nachweis der Sensor- und Kabelqualität. Die Ausführung 5811A01 ist mit drei Kanälen – unter anderem für Spannungseingang und IO-Link-Technologie – für industrielle Anwendungen konzipiert.

Messverstärker mit breitem Messbereich

Der in München präsentierte Messverstärker 5073B ist für die industrielle Fertigung konzipiert. Sein Messbereich beginnt bei 20 Pikocoulomb. Der Ladungsverstärker ermöglicht eine interne Verrechnung und Gewichtung mehrerer Sensorsignale. So können Daten präzise und individuell konfiguriert erfasst werden. Zudem bietet er Anwendern die Möglichkeit, Schwellwertüberwachungen durchzuführen und Spitzenwerte während der Fertigung im Blick zu behalten, um eine konstante Produkt- und Prozessqualität zu gewährleisten und eine drohende Überlastung der Anlagenkomponenten frühzeitig zu erkennen – und sie so vor unnötigem Verschleiss zu bewahren.

Fügen und prüfen

Ressourceneffizient ist das kompakte elektromechanische Fügemodul NCFE 2/5 konzipiert. Es eignet sich vor allem für kostensensible Prozesse. Seine integrierte Ablaufsteuerung ermöglicht eine schnelle Einrichtung und steuert die Fügeprozesse genau. Das Modul misst zudem 2 bis 5 kN Nennkräfte. Es lässt sich dank seiner Schnittstelle zum Überwachungssystem maxymos NC einfach in die Prozessumgebung von Maschinen integrieren und reduziert den Energieverbrauch im Vergleich mit pneumatischen Presszylindern erheblich. Bei der korrekten Planung von Fügeprozessen unterstützt das Joining Competence Center des Herstellers. Hier können Anwender an einem Versuchsarbeitsplatz unterschiedliche Prozesse mit elektromechanischen Fügesystemen durchführen und testen lassen – schon bevor sie mit der Anlagenplanung beginnen. So können sie Montage- und Fügeprozesse optimieren, validieren und verifizieren, dass weder während der Inbetriebnahme noch im laufenden Betrieb Probleme bei der Auslegung oder durch Überdimensionierung auftreten und Kosten durch Umbauarbeiten verursachen. Zusätzlich unterstützen die Experten von Kistler Anwender mit umfassenden Beratungs- und Serviceangeboten. Regelmässige Inspektionen minimieren Stillstände und Fehlerquoten bereits vorab.

Prozessdaten erfassen

Die individuell anpassbaren, schlüsselfertigen Montage- und Testsysteme Smart Single Stations übernehmen hochpräzise Prozessschritte und prüfen die Produkte. Sie unterstützen Fertigungsbetriebe, Produktionskosten zu senken, die Produkt- und die Prozessqualität zu erhöhen und Ressourcen zu schonen. Anwender können in der Analysesoftware Jbeam grosse Datenmengen analysieren sowie visualisieren und mithilfe der Datenmanagementlösung Madam Datensätze durchsuchbar ablegen und miteinander vergleichen. So können sie ihre Produktion auf Datenbasis immer weiter optimieren und wertvolle Ressourcen schonen.

(kmu) SMM

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