Bearbeitung anspruchsvoller Werkstoffe

Fräs-Lösungen für CFK und Titan

| Redakteur: Matthias Böhm

Bis zu 1,5xD ins volle Titan: der neue Chatterfree-Vollhartmetallfräser Iscar ECK-H4M-CFR für die effiziente Bearbeitung von Bauteilen aus Titan-Basislegierungen.
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Bis zu 1,5xD ins volle Titan: der neue Chatterfree-Vollhartmetallfräser Iscar ECK-H4M-CFR für die effiziente Bearbeitung von Bauteilen aus Titan-Basislegierungen. (Bild: Iscar)

Titan- und CFK-Werkstoffe werden zunehmend in der Luft- und Raumfahrt eingesetzt. In der Medizintechnik sind Titan und seine Legierungen seit langem Stand der Technik. Der Werkzeugspezialist Iscar hat sowohl für Titan als auch CFK neue Werkzeuglösungen auf den Markt gebracht, mit denen sich CFK- und Titan-Werkstoffe prozesssicherer bearbeiten lassen.

Für die effiziente Bearbeitung von Werkstücken aus Titan-Basislegierungen hat der Zerspanwerkzeuge-Spezialist Iscar ein neues Programm an Vollhartmetall-Schaftfräsern des Typs Chatterfree ECK-H4M-CFR aufgelegt.

Auf hohes Zeitspanvolumen und lange Standzeiten ausgelegt

Konsequent auf die grundlegenden Aspekte hohes Zeitspanvolumen und lange Standzeiten ausgelegt, zeichnen sich die VHM-Schaftfräser durch vier Schneiden, ungleiche Teilung, variable Spiralwinkel, angepasste Schneidengeometrie und schliesslich Eckenradien aus.

Mit 1,5xD ins «volle Titan»

Solche Leistungsmerkmale wie zum Beispiel bis zu 1,5xD Fräsen ins Volle (für das besagte hohe Zeitspanvolumen) und die Anzahl sowie Anordnung und Gestaltung der Schneiden (für vibrationsarme Bearbeitung) sorgen für deutlich mehr Produktivität bei gleichzeitiger Werkzeugschonung. Zudem wird eine höhere Wirtschaftlichkeit bei der Fertigung von Präzisions-Bauteilen aus Titan-Werkstoffen erzielt.

Die VHM-Fräser gibt es in Durchmessern ab 4 und bis 20 mm. Sie bestehen aus der Schneidstoffsorte IC900 und sind PVD-beschichtet.

CFK: unterschiedliche physikalische Eigenschaften

Die fortschreitende Verwendung neuer Werkstoffe wie z. B. von Verbundwerkstoffen/CFK stellt deren mechanische Bearbeitung vor grosse Herausforderungen.

Zum einen zeigen sich die Verbundwerkstoffe wegen ihrer Zusammensetzung sowie aufgrund der unterschiedlichen physikalischen Eigenschaften der einzelnen in den Verbundwerkstoffen verwendeten Materialien als extrem abrasiv.

Zum anderen neigen Verbundwerkstoffe bei der Bearbeitung an den Rändern zu Splitterung und Ausfransen, was durch unscharfe, sprich schnell Verschleiss zeigende Werkzeuge, noch unterstrichen wird und zu hohen Werkzeug- sowie Handhabungskosten führt.

Iscar hat sich dieser Problematik gleich in mehrfacher Hinsicht angenommen und stellt mit zwei neuen Vollhartmetall-Schaftfräsern praktikable Lösungen für die effiziente Bearbeitung von Verbundmaterialien bzw. CFK-Bauteilen vor.

Die im Durchmesserbereich ab 3 und bis 12 mm erhältlichen VHM-Schaftfräser vom Typ EPN-F haben eine enge Teilung mit 10/12 Zahnreihen und sind aus dem verschleissfesten Ultra-Feinstkorn-Substrat IC02 gefertigt, um der negativen Abrasivwirkung von vorneherein zu begegnen.

Diamantbeschichtung auf Wunsch

Auf Wunsch lässt sich die Verschleissfestigkeit bzw. die Standfestigkeit auch noch durch eine Diamantbeschichtung (IC2018) erhöhen. Dank besonderer Schneidengeometrien wird mit geringen Schnittkräften gearbeitet, was einerseits gute Oberflächen mit sich bringt und andererseits die Neigung zur Delamination minimiert.

EPX-F-Fräser: linke und rechte Drallwinkel

Für die Schrupp- und Schlichtbearbeitung von Verbundwerkstoffen/CFK sind die VHM-Schaftfräser vom Typ EPX-F konzipiert und sie weisen linke sowie rechte Drallwinkel auf. Sie sind ebenfalls aus dem Schneidstoff IC02 gefertigt und wahlweise mit der Diamantbeschichtung IC2018 beschichtet; dadurch reduziert sich die Delamination signifikant.

Da auch hier spezielle Schneidengeometrien vorhanden sind, werden ebenfalls hohe Oberflächengüten erzielt. Die VHM-Schaftfräser gibt es in den Ausführungen mit sechs Schneiden (Durchmesserbereich ab 6 und bis 10 mm) oder acht Schneiden (Durchmesser 12 mm). <<

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