Dreh-Fräs-Bearbeitung Ganz klein, … und superstark

Redakteur: Matthias Böhm

>> Bei einem Vier-Mann-Unternehmen kommt es auf jede Minute an. Die Maschinen müssen – einmal eingerichtet – rund um die Uhr laufen und den beiden Geschäftsführern Marc und Patrick von Büren den Rücken freihalten, um neue Aufträge reinzuholen. Dass die Wahl auf das japanische Drehzentrum Miyano BNA-42 DHY fiel, lag unter anderem an den herausragenden Erfahrungen mit einer Maschine aus dem gleichen Haus. Aber nicht nur.

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Blick in den Innenraum: Die Miyano BNA-42 DHY mit zwei Revolvern, Haupt- und Gegenspindel, y-Achse und angetriebenen Werkzeugen ist für präzise und komplexe Bearbeitungen perfekt zugeschnitten.
Blick in den Innenraum: Die Miyano BNA-42 DHY mit zwei Revolvern, Haupt- und Gegenspindel, y-Achse und angetriebenen Werkzeugen ist für präzise und komplexe Bearbeitungen perfekt zugeschnitten.
(Bild: Newemag)

Die Investition in eine Miyano BNA-42 DHY bei der von Büren Mechanik GmbH erinnert ein wenig an die Geschichte von David gegen Goliath. «Bis 42 mm Durchmesser gab es keine andere Maschine, die bei uns in die Halle reingepasst hätte. Es gab nur die Miyano. Sie gewann den Auftrag aufgrund ihrer kompakten Baugrösse. Sie misst gerade einmal 2,22 m x 1,46 m, das ist klein, bei diesem Drehdurchmesser. Zum Glück weist die Maschine noch einige andere Qualitäten auf», sagt Geschäftsführer Patrick von Büren, gleich zu Beginn des SMM-Besuchs in Bellach bei Solothurn.

Früher war nicht zwangsläufig alles besser

Bei der Neuinvestition in das Drehzentrum lag der Fokus darin, eine 32 Jahre alte Tsugami zu ersetzen, die damals zu den modernsten Maschinen am Markt gehörte. Die Maschine hatte noch der Vater und Firmengründer der beiden jungen Geschäftsführer gekauft.

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Keine Wettbewerbsfähigkeit mehr

Die mittlerweile in die Jahre gekommene Tsugami ist noch immer ein äusserst robustes Drehzentrum. Regelmässig standen wegen nicht genügend zur Verfügung stehender Arbeitsoperationen Nacharbeiten an. Ein «No-Go» in der modernen Fertigungswelt – wirtschaftlich ist anders. Heute müssen die Teile ab Stange fertig aus der Maschine kommen. Alles andere gehört in die Steinzeit.

Präziser Alleskönner

Die Miyano ist ein Alleskönner und noch dazu absolut präzise – «made in Japan» eben. Doch das Entscheidende: Sie baut extrem klein.

Marc von Büren: «Wir haben uns lange auf dem Markt umgesehen. Ich kenne keine Maschine, die kompakter ist bei diesem Durchmesserbereich und mit diesen Funktionalitäten, die sie bietet. Das ist einzigartig. Es gibt einige andere gute Maschinen auf dem Markt, die sind technologisch ebenbürtig, aber sie bauen durchwegs grösser. Die passen zwar rein bei uns, aber ohne Stangenlader. Das geht gar nicht.»

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