Innenarchitektur und Möbelfertigung Gebündeltes Licht für kreative Anwendungen

Redakteur: Luca Meister

Die Marke «Strasserthun» bietet neben Materialberatungen, Innenarchitektur und Innenausbauten eine eigene Möbelkollektion. Um den wachsenden Marktanforderungen gerecht zu werden, setzt das Unternehmen auf ein flexibles und präzises Lasersystem von Eurolaser. Damit wird auch hochwertiges Design günstig herstellbar.

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Die Strasser AG nutzt zum Schneiden einen 600-Watt-CO2-Laser. Der Laserstrahl wird auf der Materialoberfläche stark gebündelt und verdampft das Material in Sekundenbruchteilen.
Die Strasser AG nutzt zum Schneiden einen 600-Watt-CO2-Laser. Der Laserstrahl wird auf der Materialoberfläche stark gebündelt und verdampft das Material in Sekundenbruchteilen.
(Bild: Strasser)

mei. Die Lasertechnik erobert stetig weitere Branchen und Anwendungsbereiche. Mit dem Laser eröffnen sich, neben der klassischen Metallbearbeitung, völlig neue Möglichkeiten in der Verarbeitung unterschiedlichster Materialien. Dazu zählen z. B. Textilien, Kunststoffe, Hölzer, Verbundwerkstoffe, aber auch Gestein oder Papier. Geeignet für solche Anwendungen sind vor allem CO2-Laser. Der im Norden Deutschlands ansässige Lasersystem-Hersteller Eurolaser GmbH hat sich auf die Entwicklung und Konstruktion von Bearbeitungsmaschinen mit CO2-Laserstrahlquellen spezialisiert und entdeckt täglich neue Einsatzbereiche.

Ganz gleich, ob in der Werbeindustrie, bei Automobilzulieferern, der Fertigung von Möbeln oder bei der Herstellung von Architekturmodellen – das Wunschdenken der Marktforscher, Kunden und Designer führt in der Realität oft zu kritischen Situationen. Schnell wechselnde Produkte, individuelle Chargen in kleinen Auflagen oder sogar Einzelstücke sorgen für neue Herausforderungen. Die damit verbundenen Anforderungen an die Umsetzung und die zeitliche Realisierung von Projekten führt produzierende Unternehmen somit oft an ihre Leistungsgrenzen. In der Praxis bedeutet dies, neue Fertigungsmethoden zu entwickeln, die diesen hohen Anforderungen gerecht werden.

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Absolut klar und glatt

Durch den Einsatz modernster Lasertechnik können alle möglichen Konturen respektive feinste Details exzellent geschnitten und graviert werden. Damit öffnen sich der verarbeitenden Industrie ganz neue Möglichkeiten. Gerade in der Verarbeitung von Acryl wurden vielfach herkömmliche Bearbeitungsmethoden wie Sägen oder Fräsen von der berührungsfreien Laserfertigung verdrängt. Die mit konventionellen Verfahren verursachten Verschmutzungen durch Späne entfallen hier komplett. Ebenso entsteht kein zusätzlicher Aufwand durch Nachbearbeitung, wie es ansonsten beim Polieren oder Flammen zur Erzeugung der transparenten Schnittkanten von Acryl der Fall ist. In nur einem Arbeitsgang können mit Lasertechnik absolut klare und glatte Schnittkanten an jeder beliebigen Kontur erzeugt werden.

Aber auch bei anderen Werkstoffen gibt es neben den besonders filigranen Schnitten bedeutende Vorteile für Anwender. Beispielsweise entsteht bei vielen Materialien eine verschweisste Schnittkante. Diese verhindert bei mehrlagigen Folien etwa das Eindringen von Schmutz und Wasser. Bei Textilien sind die Kanten dadurch fusselfrei. Die zeitgemässe CO2-Lasertechnologie ist praktisch wartungsfrei und bleibt vor allem gegenüber mechanischen Werkzeugen (Messer, Fräse, Säge), die sich abnutzen, immer «scharf».

Präzise und berührungslos

Was sich im ersten Moment nicht sonderlich beeindruckend anhört, bringt bei genauerer Betrachtung eine Menge Vorteile mit sich. Mechanische Werkzeuge wie Messer sorgen in vielen Fällen für Verschiebungen der Werkstoffe auf dem Bearbeitungstisch. Insbesondere bei flexiblen Materialien ein typisches Phänomen. Dieser unerwünschte Effekt verstärkt sich sogar noch, wenn Materialien mit besonders hoher Elastizität verarbeitet werden.

Aber auch wirtschaftlich betrachtet macht der Laser eine gute Figur. Zusätzliche Arbeitsschritte wie die Werkzeugherstellung (z. B. beim Stanzen), der Werkzeugwechsel (z. B. bei stumpfem Messer) und das Einspannen des Materials entfallen. Im Gegensatz zum Fräser können mit dem Laser selbst kleine Details praktisch radiusfrei geschnitten werden. Die berührungslose Bearbeitung hat den Vorteil, dass Materialoberflächen nicht angegriffen werden. Materialbeschädigungen, z. B. durch Quetschungen, werden vermieden.

Innenarchitektur und Möbel

Die Strasser AG in Thun ist Spezialist für anspruchsvolle Möbel und moderne Innenarchitektur. Zur Herstellung der hochwertigen Designobjekte nutzt Strasser eine Laseranlage von Eurolaser. Im Dezember 2014 wurde das grossformatige Lasersystem mit einer Bearbeitungsfläche von 2270 mal 3200 Millimeter installiert. Eine Investition für die Zukunft.

Für Strasser ist die Fertigungsqualität der Bearbeitungsmaschine entscheidend. Um qualitativ hochwertig, schnell und effizient produzieren zu können, benötigt man heute neben Handwerk und fachmännischem Können auch besonders viel Hightech. Genau hier kommt die Lasertechnik ins Spiel. Mit dem System von Eurolaser lassen sich selbst komplizierte Objektformen und Grössen schnell und sauber zuschneiden. Die Kanten sind exakt und filigrane Details mühelos zu integrieren. Damit sind den kreativen Ideen der Designer keine Grenzen gesetzt.

Modulares Konzept

Das modular konzipierte Lasersystem bei Strasser ist speziell auf die Bedürfnisse der Innenarchitektur, Möbelfabrikation und Halbfabrikat-Herstellung ausgerichtet. Naturhölzer, Furniere, MDF und viele weitere Materialien werden so in die gewünschte Form gebracht. Selbst Gravuren zur Produktveredelung oder Kennzeichnung können auf die Werkstoffe aufgebracht werden.

Bei Strasser wird das Lasersystem sowohl für die Produktentwicklung als auch für die Fertigung eingesetzt. Es werden u. a. Teile für den Innenausbau und die Möbelherstellung gefertigt. Spezielle Kundenwünsche können so problemlos umgesetzt werden. Individuell vorgegebene Elemente wie Küchen-, Badezimmer- oder Schrankfronten sowie Möbelbauteile, Wand- und Deckenverkleidungen können mit dem Laser schnell und präzise hergestellt werden. Selbst feinste Konturverläufe und Aussparungen unter 0,1 Millimeter Durchmesser setzt der Laser einfach um. Mit einem Fräser wäre das undenkbar. Werkzeugeinschränkungen müssen also beim Laserschneiden nicht beachtet werden.

Die Formgebung der Teile und Produkte wird vorab und anhand von Skizzen mittels Software in ein verarbeitbares Datenformat gebracht. Anschliessend erfolgt auf dem Laserbearbeitungstisch das kraft-, berührungs- und fast geräuschlose Schneiden des Grundmaterials. Die Grundplatten bis zu einer Stärke von sechs Zentimeter lassen sich durch automatisches Verschachteln vollständig nutzen, so dass der Verschnitt auf ein Minimum reduziert werden kann. Die Strasser AG konnte dank der Lasertechnik ihre eigenen Fertigungsmöglichkeiten erweitern. Das Unternehmen ist somit für die Herausforderungen der Zukunft bestens gerüstet. <<

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