Editorial SMM 01/2018 Gute Aussichten für 2018

Redakteur: Matthias Böhm

So langsam hellt sich der Schweizer Industriehimmel wieder auf. War bereits 2017 ein gutes Jahr, zeigen die Signale für 2018 klar in eine positive Richtung. Die Auftragslage für das erste Halbjahr 2018 ist für einen Grossteil der Schweizer MEM-­Unternehmen relativ gut. Auch die Uhrenindustrie läuft wieder rund, wie ein Schweizer Uhrwerk.

Firmen zum Thema

Matthias Böhm, Chefredaktor Schweizer Maschinenmarkt
Matthias Böhm, Chefredaktor Schweizer Maschinenmarkt
(Bild: Thomas Entzeroth)

In den ersten neun Monaten von 2017 erhöhten sich die Umsätze in der MEM-Branche im Vergleich zur Vorjahresperiode um +8,2 Prozent gegenüber 2016. Dieser Aufwärtstrend scheint sich fortzusetzen. Für viele MEM-Unternehmen ist das erste Halbjahr 2018 bereits gut ausgelastet. Entwickelt sich die Auftragslage ähnlich weiter, so der Tenor aus der MEM-Branche, wird 2018 wieder ein Jahr mit positiven Vorzeichen der Schweizer MEM-­Industrie.

Allerdings darf man in Anbetracht der derzeit guten Zahlen nicht vergessen, dass die Unternehmen der MEM-Industrie 2015 und 2016 zum Teil erhebliche Margeneinbussen zu verkraften hatten. Laut Swissmem schloss fast ein Viertel der MEM-Unternehmen 2016 mit einem Verlust ab und lebte von der Substanz. Insofern ist eine langfristige wirtschaftliche Erholung des Werkplatzes Schweiz dringend erforderlich, um die Substanzverluste von 2015/2016 auszugleichen und wieder investieren zu können. Die Zeichen dafür stehen gut. Nicht zuletzt dank eines starken europäischen Wirtschaftsraums und einem Frankenkurs auf dem Niveau von 2014. Eine weitere positive Nachricht kommt aus der Uhrenindustrie. Schweizer Uhrwerke sind gefragt wie nie zuvor. Man könnte glauben, das sei ein Anachronismus, in Anbetracht des digitalen Zeit­alters. Aber: Schweizer Mechanik verkauft sich. Wie die Schweizer Uhrenhersteller das machen, bleibt das bestgehütete Geheimnis der Welt. <<

Ihr Matthias Böhm

(ID:45315005)