Komplettanbieter mit Werkzeugschleiferei und Anwendungszentrum

Haimer: Spanntechnik und Fräswerkzeuge inklusive

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Komplettwerkzeuge feinstwuchten erhöht Spindellebensdauer

Die Firma Henkel Modellbau bestätigt dies aus eigener Erfahrung. Marco Scheffel, Abteilungsleiter mechanische Bearbeitung bei Henkel Modellbau in Biedenkopf-Breidenstein, berichtet: «Seitdem wir mit der Auswuchtmaschine Tool Dynamic Comfort unsere Komplettwerkzeuge feinstwuchten, hat sich bei uns in der Produktion die Spindellebensdauer der Maschinen, auf denen ausschliesslich Bauteile mit allerhöchster Oberflächenanforderung laufen, von durchschnittlich 5000 auf rund 8000 Betriebsstunden erhöht. Ausserdem haben wir dadurch eine höhere Prozesssicherheit in der Zerspanung generiert.»

Safe-Lock revolutioniert den Markt

Unter den Zerspanungsvorführungen im neuen Anwendungszentrum hat Geschäftsführer Andreas Haimer seinen persönlichen Favoriten: «Besonders beeindruckend ist das trochoidale Fräsen mit den Power-Mill-Werkzeugen, eingespannt in einem ­Safe-Lock-Schrumpffutter. Diese Kombination eignet sich ideal für derartige Bearbeitungen, denn es gibt aktuell kaum ein anderes System, das so eine hohe Rundlaufgenauigkeit in Kombination mit einer maximalen Auszugssicherheit bietet.»

Verzicht auf Weldon-Schäfte erhöht Standzeit

Bei den Power-Mill-Fräsern wird bewusst auf Weldon-Schäfte verzichtet, die eben nur mangelhafte Rundlaufeigenschaften aufweisen. Stattdessen können die symmetrischen Safe-Lock-Nuten im Schaft ohne Bedenken und Nachteile in normalen Standardaufnahmen wie Schrumpffutter oder Spannzangenfutter gespannt werden.

Durch die Rundlaufvorteile und den daraus resultierenden optimierten Fräsergebnissen steigen mehr und mehr Kunden von Weldon auf Safe-Lock um, wie beispielsweise die MTU Aero Engines in München. Hans Drahtmüller, Linienleiter Fertigung Statorteile bei der MTU, führt aus: «Durch den schlechteren Rundlauf mit Weldon konnte die Standzeit nicht voll ausgeschöpft werden, was ein frühes Wechseln der Werkzeuge zur Folge hatte.» Die exzellenten Rundlaufeigenschaften bei gleichzeitiger Längeneinstellbarkeit führen dazu, dass sich die Werkzeugstandzeit mit Safe-Lock mehr als verdoppeln kann.

Bis zu dreimal schneller und tiefer fräsen

Safe-Lock setzt sich aber nicht nur bei der Schruppbearbeitung oder Schwerzerspanung, sondern auch immer mehr in der HSC-Bearbeitung mit hochspiralisierten Fräswerkzeugen oder beim trochoidalen Fräsen sämtlicher Materialien durch.

Beim trochoidalen (dynamischen) Fräsen werden Werkzeugeingriffswinkel und Schnittgeschwindigkeit über die gesamte Bearbeitung hinweg durch das CAM-System berechnet und optimiert. Dadurch kann bis zu dreimal schneller und tiefer gefräst werden, auch in harten und schwer zerspanbaren Werkstoffen wie beispielsweise Titan.

Hohe Axialkräfte: Gefahr des Werkzeugauszugs

Allerdings steigt dabei die Gefahr des Werkzeugauszugs. Denn durch die dynamischen Bewegungen mit grosser Eingriffstiefe (ap) bzw. schnellen Bewegungen über die komplette Schneidenlänge hinweg entstehen hohe Axialkräfte, so dass die Anwender gezwungen sind, für eine sichere Werkzeugspannung zu sorgen. Die Power-Mill-Fräser mit ­Safe-Lock-Spannung sind für diese Herausforderung eine optimale Lösung, denn es gibt kein anderes System auf dem Markt, das so eine hohe Rundlaufgenauigkeit in Kombination mit einer maximalen Auszugsicherheit in sich vereint. -böh- SMM

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