Additive Fertigung

Heisser Messe-Herbst: Highlights des 3D-Drucks

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Mapal nutzt SLM für Spannfutterfertigung

Ein bereits seit 2013 verfolgtes Trumpf-Vorhaben namens Amaze nutzt das Laserauftragschweissen. Das erklärte Ziel ist, bis 2016 Metallkomponenten bis maximal 2 m Länge generativ aufzubauen. Die EU fördert dieses Projekt, an dem auch die Weltraumorganisation ESA, acht Universitäten und 18 weitere Unternehmen beteiligt sind.

Ein schönes Beispiel, wie das SLM-Verfahren (Selective Laser Melting) angewendet wurde, liefert Mapal, dem es mit dem konturverschlankten High-Torque Chuck (HTC) nach eigenen Angaben gelungen ist, die Vorteile der Hydrodehntechnik mit der vom Schrumpffutter her bekannten 3°-Verjüngung zu kombinieren. Möglich mache das der Einsatz des SLM: Loses Metallpulver wird mittels eines Laserstrahls Schicht für Schicht an den Stellen aufgeschmolzen, an denen Material sein soll. Das Bauteil entsteht von unten nach oben.

Auf den konventionell gefertigten Grundkörper wird per SLM der Funktionsbereich aufgebracht. Der Spannbereich kann durch die additive Methode sehr nah an der Futterspitze platziert werden, was sonst nicht möglich wäre. Das garantiere eine sehr gute Rundlauftoleranz von unter 3 µm an der Aufnahmebohrung und unter 5 µm bei 2,5-fachem Durchmesser sowie hohe Formgenauigkeit und gute Schwingungsdämpfung, wodurch auch die Gefahr von Mikroausbrüchen an der Schneide gemindert werde. Längere Standzeiten des Werkzeugs sowie die Schonung der Maschinenspindel sind der Vorteil. Auf eine Lötverbindung kann natürlich verzichtet werden; Diese stellte bisher einen limitierenden Machbarkeitsfaktor dar. Die Einsatzfähigkeit bis 170 °C sorge für zusätzliche Prozesssicherheit. Die Wuchtgüte liegt laut Mapal bei G = 2,5 bei 25.000 min-1.

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