Additive Fertigung

Heisser Messe-Herbst: Highlights des 3D-Drucks

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Frankfurt und Düsseldorf setzen 3D-Druck-Schwerpunkte

Die Formnext in Frankfurt zeigt bei ihrer Premiere vom 17. bis 20. November deshalb im Rahmen der Sonderschau „Vom Werkstoff zum Bauteil“ einige spektakuläre Beispiele, wie der Veranstalter Mesago anmerkt. Nicht nur Kühlkanalsysteme können so gezielt optimiert werden, um die Kühlleistung, die Bauteilqualität und somit die Produktivität beim Kunststoff-Spritzguss zu steigern: Auch formgebende Werkzeugkomponenten könnten durch die additive Fertigung verbessert werden. Ein Beispiel dafür ist ein Keramikeinsatz für ein Smartphone-Gehäuse des Unternehmens WZR ceramic solutions. „Bei der Herstellung neuer Produkte sollten die Anforderungen an das Bauteil entscheidend sein für die Auswahl des Werkstoffes“, erläutert Prof. Wolfgang Kollenberg von der WZR ceramic solutions GmbH Rheinbach und Fachausschuss-Leiter additive Fertigung bei der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde.

Anhand des medizintechnischen Themas Zahnersatz präsentiert die Sonderschau diverse Fertigungsmöglichkeiten für Knochenstifte – sowohl konventionell aus Keramik gefertigte als auch gesinterte Exemplare aus Titan. Damit zeigt die Messe deutlich, welchen Einfluss die Materialien auf die späteren Eigenschaften und Fertigungsverfahren haben.

Auch beim Messeveranstalter Demat mehren sich die Euromold-Aussteller zum Thema additive Fertigung. Vom 22. bis 25. September präsentiert nun auch der Aussteller 3D-Systems sein Know-how in Düsseldorf. Mit dabei ist auch dessen neueste Tochter 3D Systems Software GmbH (ehemals Cimatron GmbH). Im Doppelpack also wird der führende Hersteller von 3D-Druck-Anlagen auf der Messe ausstellen. 3D Systems ist nach eigenen Angaben der fortschrittlichste und umfassendste Anbieter am Markt für 3D-Druck-Anlagen – sowohl für Industrie- als auch für Endanwender – und wird die Euromold zur Präsentation verschiedener aktueller Druckermodelle nutzen. Auch hier demonstriere sich wieder, wie wichtig das Zusammenspiel zwischen 3D-Druckern und neuer, moderner Software sei.

Software und 3D-Drucker müssen harmonieren

Insbesondere dieses Zusammenspiel zwischen Software und 3D-Druckern wird einer der Schwerpunkte der kommenden Euromold sein. Sowohl die Messebesucher als auch die Teilnehmer der begleitenden 3D-Druck-Konferenz werden viel Neues über die Zukunft dieser Symbiose erfahren und darüber, wie erst damit die 3D-Drucker ihr oft beschworenes Potenzial bezüglich Kosten- und Gewichtseinsparungen voll ausschöpfen werden. Auch werde erst die perfekte Unterstützung durch die Software Bauteile und Baugruppen wirtschaftlich und prozesssicher produzierbar machen, an deren schnelle und effiziente Fertigung gestern noch niemand zu denken wagte, wie die Euromold-Macher sagen.

Ausser bei industriellen Aktivitäten ist 3D Systems auch führend im Bereich der Medizintechnik, dem sich die Macher der Euromold in diesem Jahr auch widmen werden. Das Resultat ist unter anderem eine Session am Donnerstag, dem 24. September, mit zahlreichen Vorträgen zum medizinischen Einsatz des 3D-Drucks. Als Highlight gilt die die Keynote von Prof. Jules Poukens, Kieferchirurg aus Belgien und Pionier beim Einsatz von Implantaten, die aus dem 3D-Drucker kommen.

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