Additive Fertigung

Heisser Messe-Herbst: Highlights des 3D-Drucks

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Arburg: Losgrösse 1 durch Serienproduktionsmittel

Ein anderer Vorreiter bei der Entwicklung von additiven Fertigungssystemen ist Arburg, Spezialist für Spritzgiessmaschinen – allerdings nutzt der Freeformer von Arburg Standardgranulate aus Kunststoff für seine designgrenzenfreie Tätigkeit. Hinsichtlich Branchen und Einsatzbereichen sind dem seit Mai 2015 am Markt erfolgreich eingeführten Freeformer kaum Grenzen gesetzt, sagt Heinz Gaub, Geschäftsführer Technik bei Arburg.

Im Automobilbau kann er etwa Ersatzteile für limitierte Sondermodelle und Oldtimer oder Vorserienteile in kleinen Stückzahlen fertigen oder für individualisierte Implantate für die Medizintechnik sorgen. Interessant sei auch die Möglichkeit der Integralbauweise, bei der komplette Bauteilgruppen im bereits montierten Zustand gedruckt werden. Arburg selbst fertigt mit dem Freeformer auch dessen eigene Komponenten, wie etwa das Gehäuse des Hauptschalters. Das System zeigte auf der vergangenen Hannover-Messe ausserdem seine Industrie-4.0-Tauglichkeit im praktischen Einsatz. Auf dem Messestand konnten sich die Besucher ein individualisiertes Bauteil mittels Serienproduktionsmethoden herstellen lassen. Gaub ist überzeugt, dass man mit solchen Systemen auch die Losgrösse 1 unter Serienbedingungen wirtschaftlich fertigen kann.

Generativ arbeitende Produktionsmethoden bereichern jedoch nicht nur direkt das Bauteil, indem es mithilfe dieser Prozesse entsteht. Die Auswahl und Bereitstellung passender Werkstoffe für die additive Fertigung sind ein aktuelles Thema für die weitere Entwicklung dieser noch jungen Technologie in Richtung Serienfertigung. Speziell die Werkzeug- und Formenbauer sollten sich dabei klarmachen, welche Chancen diese neuartige Technik bietet.

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