Werkzeuge ausgelegt auf Langdrehautomaten Herausforderungen beim Langdrehen

Von Matthias Böhm 2 min Lesedauer

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Beim kommenden Swissmem-Zerspanungsseminar wird der Werkzeughersteller Bimu ganz konkret auf neue Zerspanungsaufgaben und Anwendungen im Langdrehen eingehen, welche sehr herausfordernd sind, aber durch optimale Werkzeug-Geometrien, entsprechende Beschichtungen und schliesslich mit den richtigen Schnittdaten erfolgreich gemeistert wurden.

Bei Langdrehwerkzeugen müssen die Schneiden perfekt geschliffen sein, ohne Kompromisse.(Bild:  Bimu SA)
Bei Langdrehwerkzeugen müssen die Schneiden perfekt geschliffen sein, ohne Kompromisse.
(Bild: Bimu SA)

Beratung wird bei Bimu seit jeher gross geschrieben. Ganz nach dem Motto: «Wir möchten nicht nur eine hochwertige Schweizer Pfanne verkaufen, sondern auch ein modernes Kochbuch dazulegen.»

Hierbei geht es besonders um die richtige Anwendung der einzelnen Wendeschneidplatten. Welche Schnittgeschwindigkeit wird empfohlen? Macht dies überhaupt Sinn bei solch kleinen Durchmessern? Da vibriert doch die ganze Maschine. Welche Vorschübe sind ideal, um möglichst kurze Taktzeiten zu realisieren und dabei die geforderte Oberflächengüte über eine möglichst hohe Stückzahl konstant zu halten?

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Neue Legierungen sorgen für spanende Herausforderungen

Die Herausforderungen beginnen mit der Definition des Werkstoffes. Immer wieder gibt es neuartige Legierungen, sei es im Bereich von Stahl oder auch der Nichteisenmetalle. Auf die klassischen «Helfer der Zerspanbarkeit» wie Blei, Phosphor, Schwefel und Mangan wird aus verständlichen Gründen mehr und mehr verzichtet. So müssen die heutigen Drehwerkzeuge den Spanbruch massiv unterstützen. Dazu kommen moderne, dünne und sehr glatte Beschichtungen, welche den Verschleiss mindern und die Bildung einer Aufbauschneide vermeiden.

Auch bleifreies Messing wird ein Thema sein. Obwohl dieses Material heute bereits gut bearbeitet werden kann, können nach wie vor beachtliche Fortschritte in der Entwicklung der Schneidwerkzeuge gemacht werden. Insbesondere die Konfiguration der Spanbrecher hat sich in den letzten Monaten nochmals verbessert.

Minimalste Schnittkräfte

Auch die Form der Drehteile kann sehr unterschiedlich ausfallen. So gibt es Durchmesser-Längenverhältnisse von L=150 x d und mehr. Damit diese dünnen Drehteile sich während dem Bearbeiten nach der Führungsbüchse nicht wie eine Banane krümmen, bedarf es Werkzeuggeometrien, welche minimalste Schnittkräfte erzeugen.

Wenn dann noch hohe Anforderungen an die Oberflächengüte gestellt werden, muss eine wirklich gute Geometrie beide gegensätzlichen Forderungen erfüllen können. Und genau solche Lösungen werden aufgezeigt.

Schliesslich gibt es noch Spezialitäten wie PEEK und ähnliche Kunststoffe, die in der Drehbearbeitung einen ganz eigenen Charakter haben. Auch hierzu gibt es interessante Zerspanungs- resp. «Zerschneidungslösungen», welche am Swissmem­Zerspanungsseminar aufgezeigt werden.
(böh) SMM

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