Maschinen- und Anlagenverfügbarkeit steigern Marktpotential

Hohe Anlagen-Effizienz dank neuen Konzepten

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Schnellerer Produktwechsel

Ein weiterer wichtiger Kostenfaktor sind heute die Zeiten für Umrüstvorgänge. Der Trend zu kleineren Losgrössen in der produzierenden Industrie erfordert häufigere Produktwechsel. Auch hier lohnt sich eine Investition in durchdachte Automatisierungskonzepte mit intelligenten Steuerungslösungen durch schnellere Umrüstung auf neue Produkte. So lassen sich damit neue Fertigungsbedingungen schnell per Teach-in für die einzelnen Komponenten der Anlage einlernen. Ist später eine Umstellung auf ein bereits produziertes Produkt nötig, kann das in den meisten Fällen automatisch über «Konfiguration per Tastendruck» geschehen. Die Produktwechselzeiten verringern sich damit drastisch. Ähnliches gilt auch für Funktionen zur Sicherung oder Wiederherstellung von zu programmierenden Funktionsbausteinen. Werden über die Steuerung oder per SD-Karten alle relevanten Daten gesichert, kann im Störfall die Ausfallzeit praktisch auf die reine mechanische Reparatur begrenzt werden. Die Datenübertragung per Bus oder Karte auf die einzelnen Austauschkomponenten ersetzt dann ein neues Teach-in. Weiterer Vorteil: Da auf bereits verifizierte Daten zurückgegriffen wird, reduzieren sich auch mögliche Support-Nachfragen. Hinzukommt: Der Anwender kann die meisten Störungen direkt in Eigenregie beheben.

Omron unterstützt diese anwenderfreundliche Anlagengestaltung durch einen logischen Aufbau der Steuerungssoftware. Funktionsblöcke, in einer Funktionsbibliothek hinterlegt, können einfach per Drag & Drop aufgerufen werden. Eine Archivierung der gesammelten Daten über den Anlagenzustand ist auch in Datenbanken möglich. So lassen sich nützliche Trenddaten langfristig speichern und das Anlagenmanagement verbessern. Für den Maschinenbauer ist die Fähigkeit der Selbstanalyse von Maschinen und Anlagen ohne Mehraufwand eine gute Chance, das Marktpotential der eigenen Produkte zu erhöhen. Für den Anlagenbetreiber zählt letztendlich nicht nur Funktion, sondern auch die planbare Verfügbarkeit einer Anlage sprich geringere Ausfallzeiten durch Einrichtung, Wartung oder Störung und damit erhöhte Anlageneffizienz. Doch eine intelligente Steuerung kann noch weitere bisher ungenutzte Potentiale heben:

Uraltes Rezept taugt auch für die Zukunft

Schon die alten Ägypter nutzten das menschliche Wettbewerbsdenken. Sie arbeiteten mit mehreren Bautrupps gleichzeitig, um durch Wettbewerb die Effizienz beim Bau der Pyramiden zu steigern. Dieses Konzept hatte die Industrie lange eher vernachlässigt; es ist aber durchaus noch zugkräftig: Grosse Bildschirme über einzelnen Maschinen oder Anlagen, die über die Systemsteuerung den aktuellen Stand der Auslastung oder die Menge produzierter Waren anzeigen, können auch heute die jeweiligen Anlagenbetreuer in kollegialer Konkurrenz zu höheren Leistungen anspornen. Dazu nutzen sie dann im Gegensatz zu den Altvorderen moderne Technik, also zum Beispiel vorbeugende Wartung, Instandsetzung oder schnelles Teach-in bei einem Wechsel auf neue Produkte. Wichtig ist dabei, dass sich die Bediener mit ihrer Anlage, beispielsweise eine Verpackungsstrasse, identifizieren und bei Hinweisen auf mangelndes Leistungspotential schnell nach Verbesserungsmöglichkeiten suchen. Anlagenbetreiber stellen dann immer wieder fest, dass die Produktivität so ohne weitere Massnahmen deutlich steigt. Weniger öffentliche Hinweise auf Bedienpanels vor Ort erleichtern dabei den Mitarbeitern die optimale Anlagenführung.

Moderne Steuerungslösungen erlauben heute dem Maschinenbauer, ohne grossen Aufwand eine ganze Reihe von Zusatzfunktionen anzubieten, die die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der Anlagen verbessern. Der Anlagenbetreiber kann so seine Anlagen besser einschätzen, die Effizienz über die Produktlebensdauer steigt und damit die Wertschöpfung der getätigten Investition. -sbo- SMM

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