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Produktivität und Prozesssicherheit Horizontalbearbeitung für anspruchsvolle Branchen

| Redakteur: Anne Richter

Die neue DMU 65 H und DMC 65 H Monoblock von DMG Mori vereint Flexibilität und Ergonomie eines 5-Achs-Universalbearbeitungszentrums mit der Produktivität und Prozesssicherheit eines Horizontalbearbeitungszentrums. PH Cell ist eine flexible Automationslösung für bis zu 40 Paletten.

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Das horizontale Bearbeitungskonzept erfüllt die Anforderungen besonders anspruchsvoller Branchen wie Werkzeug- und Formenbau, Automotive, Maschinenbau, Luft- und Raumfahrt und auch Lohnfertiger.
Das horizontale Bearbeitungskonzept erfüllt die Anforderungen besonders anspruchsvoller Branchen wie Werkzeug- und Formenbau, Automotive, Maschinenbau, Luft- und Raumfahrt und auch Lohnfertiger.
(Bild: DMG Mori)

Auf seiner Hausausstellung in Pfronten im Februar 2020 hat DMG Mori erstmals die neuen Horizontalbearbeitungszentren DMU 65 H Monoblock und DMC 65 H Monoblock vorgestellt. Das einzigartige horizontale Gantry-Konzept ist perfekt geeignet für anspruchsvolle Anwendungen beispielsweise bei der Bearbeitung von Aerospace-Strukturbauteilen. Anwender im Bereich Die & Mold profitieren von der Möglichkeit, Bauteile direkt mit Tieflochbohrungen bis zu 550 mm auf einer Maschine komplett zu bearbeiten.

Eine stabile und thermosymmetrische Konstruktion, optionale Linearantriebe und ein modularer Baukasten mit Spindeln der Master-Serie sowie das patentierte Radmagazin ermöglichen eine optimale Ausstattung für anspruchsvolle Applikationen.

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Dauerhaft präzise Bearbeitung

Das eigensteife Maschinenbett mit 3-Punkt-Auflage, das umfangreiche Kühlkonzept, das thermosymmetrische Design und der beidseitig gelagerte Schwenkrundtisch der DMC H 65 Monoblock bilden die ideale Grundlage für eine dauerhaft präzise Bearbeitung von komplexen Werkstücken. Das Konzept der Horizontalbearbeitung ermöglicht einen optimalen Spänefall und somit eine perfekte Wärmeabfuhr zur prozesssicheren Fertigung.

In der Version mit Linearantrieben sind die Weltpremieren als hochproduktive Bearbeitungszentren konzipiert mit Eilgängen bis 100 m/min und einer Beschleunigung von 1 g. Die Maschinen bieten Platz für bis zu zwölf Paletten mit Werkstückabmessungen von ø 630 x 700 mm und maximal 600 kg Werkstückgewicht. Das ergonomische Design der Bearbeitungszentren bietet optimale Zugänglichkeit und damit einen hohen Bedienkomfort beim Rüsten. Mit Palettenwechsler oder Rundspeicher können neue Aufträge jederzeit hauptzeitparallel gerüstet werden. Der modulare Baukasten ist auf verschiedene Anforderungen ausgelegt. Er umfasst Speedmaster-Spindeln mit Drehzahlen von bis zu 20 000 min-1 und eine Powermaster-Spindel mit HSK-­A100-Schnittstelle und 288 Nm Drehmoment. Hierdurch sind die DMU 65 H Monoblock und DMC 65 H Monoblock bereits ideal gerüstet für Anforderungen, die durch die Elektrifizierung des Antriebsstrangs entstehen. Ein Kettenmagazin mit maximal 60 Werkzeugplätzen oder Radmagazine mit Platz für bis zu 543 Werkzeuge erlauben eine bedarfsgerechte Ausrüstung. Steuerungsseitig sind die Maschinen mit Celos ausgestattet. Sowohl die Siemens 840D als auch die Heidenhain TNC 640 sind erhältlich. Als besonderes Highlight stehen die DMU 65 H Monoblock und DMC 65 H Monoblock auch als Fräs-Dreh-Versionen zur Verfügung. Hierbei lassen sich Bauteile mit bis zu 1200 min-1 komplettbearbeiten. «Durch die Kombination bewährter Komponenten mit einem hochinnovativen neuen Maschinenkonzept und einer Vielzahl an Automationsmöglichkeiten ist es unseren Pfrontener Ingenieuren gelungen, einen neuen Massstab für die horizontale 5-Achs-Technologie zu setzen», urteilt Cornelius Nöss, Geschäftsführer Deckel Maho Pfronten.

Zukunft automatisierte Produktion

DMG Mori sieht die Zukunft der Fertigung in einer automatisierten Produktion und stellt für die beiden Horizontalbearbeitungszentren unterschiedlichste flexible Automationslösungen zur Verfügung. Das Angebot reicht vom flexiblen PH-AGV 50 über Linear- und Rundpalettenspeicher bis zum neuen PH Cell, sodass je nach Produktionsfläche und Auftragsumfang eine individuelle Automatisierung gewährleistet ist. Alle Automationslösungen können sowohl an die DMC 65 H Monoblock mit zweifach Palettenwechsler für kurze Nebenzeiten angeschlossen werden als auch an die DMU 65 H Monoblock, die durch ihren besonders grossen Werkstückdurchmesser besticht. Durch die horizontale Bearbeitung und dem daraus resultierenden idealen Spänefall eignen sich die Horizontalbearbeitungszentren besonders für die mannlose und mannarme Produktion.

Modulares Automationskonzept für bis zu 40 Paletten

Ausserdem hat DMG Mori während der Hausausstellung mit der PH Cell eine flexible und platzsparende Automationslösung an einer DMU 65 Monoblock vorgestellt. Die kompakte Automationslösung bietet ein Höchstmass an Flexibilität. Der modulare Aufbau ermöglicht eine individuelle Anzahl an Paletten in unterschiedlichen Grössen. DMG Mori wird das PH Cell für eine breite Palette an Bearbeitungszentren anbieten, angefangen bei den Modellen der Monoblock-Baureihe. Mit einer Aufstellfläche von 10,7 m² handelt es sich bei der PH Cell um eine platzsparende Automationslösung, die auch auf knapp bemessenen Produktionsflächen eine sehr autonome Fertigung erlaubt. Das Palettensystem ist modular aufgebaut und bietet ein Höchstmass an Flexibilität. Als Basisversion mit einem Regalmodul sind bis zu 12 Paletten 500 x 500 mm, 16 Paletten 400 x 400 mm oder bis zu 20 Paletten 320 x 320 mm – verteilt auf drei oder vier Regalböden – möglich. Das System kann zusätzlich mit einem zweiten Regalmodul erweitert werden, sodass bis zu 40 Palettenspeicherplätze verfügbar sind. Das zweite Regalmodul lässt sich auch nachträglich anbinden. Die Regalhöhe lässt sich leicht einstellen. Jeder Boden trägt bis zu 600 kg. Das Transfergewicht beträgt maximal 300 kg. Der modulare Baukasten umfasst neben dem normalen Rüstplatz auch eine in 90°-Schritten drehbare Version für eine bessere Ergonomie beim hauptzeitparallelen Rüsten.

Das flexible PH Cell ist so konzipiert, dass es an einer Vielzahl von Bearbeitungszentren angeschlossen werden kann und somit die Automatisierungsstrategie von DMG Mori optimal unterstützt. Wird es anfänglich an der DMU 65 Monoblock verfügbar sein, folgen ab Mai 2020 sukzessive die DMU 50 3rd Generation und die DMU-eVo-Serie. Ab Juli folgen Duoblock-Modelle, die CMX-U-Universalmaschinen sowie Modelle der DMC-V- und CMX-V-Vertikalbearbeitungszentren. Eine nachträgliche Anbindung des PH Cell an die Maschine ist möglich. Voraussetzung hierfür ist die bereits vorhandene Automationsschnittstelle in der Maschine. Mit der Neuentwicklung des PH Cell will DMG Mori seiner Linie treu bleiben, für nahezu jede Maschine eine wirtschaftliche Automationslösung anzubieten. Cornelius Nöss ist überzeugt vom Erfolg des PH Cell: «Dass wir mit dieser Automationsinnovation die Anforderungen unserer Kunden voll und ganz treffen, zeigt sich darin, dass wir bereits vor der Erstvorstellung auf der Hausausstellung sechs Systeme verkaufen konnten.» -ari- SMM

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