25 Jahre Hydropole Wasserstoff Verein Schweiz Schweiz führt bei Produktion von grünem Wasserstoff

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

Die Schweiz ist seit Jahrzehnten eine Pionierin für Wasserstofftechnologie und gehört zu den führenden Nationen bei der Forschung um den grünen Wasserstoff. 25 Jahre nach seiner Gründung, am 23. November 2001 am Paul Scherrer Institut (PSI), präsentiert der Schweizer Wasserstoff-Verein Hydropole den «Hydrogen Report Switzerland 2026».

Dr. Ing. Hans-Michael Kellner, Vizepräsident Hydropole (links) und Prof. Dr. Andreas Züttel, Präsident Hydropole, EPFL (rechts). «Obwohl über 80 Prozent des Wasserstoffs heute in Asien produziert und verbraucht werden, liegen die Ursprünge der Technologie in Europa – und die Schweiz ist nach wie vor ein zentraler Innovationsmotor», so Prof. Züttel.(Bild:  Hydropole)
Dr. Ing. Hans-Michael Kellner, Vizepräsident Hydropole (links) und Prof. Dr. Andreas Züttel, Präsident Hydropole, EPFL (rechts). «Obwohl über 80 Prozent des Wasserstoffs heute in Asien produziert und verbraucht werden, liegen die Ursprünge der Technologie in Europa – und die Schweiz ist nach wie vor ein zentraler Innovationsmotor», so Prof. Züttel.
(Bild: Hydropole)

Der Jubiläumsbericht zeigt eindrücklich, wie die Schweiz von der ersten «Power-to-X»-Plattform der Welt zum international anerkannten Kompetenzzentrum für Wasserstofftechnologie geworden ist. Im März feierte Hydropole mit über 50 der führenden Experten im Bereich Wasserstoff und «Power2X» 25-jähriges Jubiläum mit einem Symposium inklusive Vorträgen, Postern und einer Ausstellung in Bern.

Zwei der führenden Köpfe des Vereins, Prof. Dr. Andreas Züttel und Dr. Ing. Hans Michael Kellner, ziehen Bilanz und zeigen den Weg in die nächste Dekade auf. «Am Ende des letzten Jahrhunderts haben sich Forschungsgruppen und Industrieunternehmen intensiv mit Wasserstoff beschäftigt. Die Schweiz produzierte bereits seit Jahrzehnten grünen Wasserstoff aus Wasserkraft mit hoch effizienten alkalischen Elektrolyseuren», erinnert Andreas Züttel, Präsident von Hydropole und Professor für Physikalische Chemie an der EPFL. «Heute ist die globale Wasserstoffproduktion auf 115 Millionen Tonnen pro Jahr gestiegen – allerdings sind weniger als 1 Prozent davon grün. Hydropole hat in den vergangenen 25 Jahren genau diesen Wandel von der Nische zum gesellschaftlichen Thema vorangetrieben.»

Bereits 2004 demonstrierte der Verein das weltweit erste Pistenfahrzeug mit Metallhydridspeicher und Wasserstoff-Verbrennungsmotor. Das Verbot von Asbest zwang die Industrie zu neuen Diaphragmen für alkalische Elektrolyseure. Eine Entwicklung, die massgeblich durch Hydropole-Mitglieder realisiert wurde. «Die Kernkompetenz des Vereins ist das Fachwissen und die internationale Einbindung in einer politisch neutralen Umgebung», betont Züttel. «Das ermöglicht vertrauensvollen Austausch und konkrete Weiterentwicklungen, von denen alle Mitglieder profitieren.»

Dr. Ing. Hans Michael Kellner, Geschäftsführer der Messer Schweiz AG und Vorstandsmitglied von Hydropole, ergänzt die industrielle Perspektive: «Weniger als 1 Prozent des weltweiten Wasserstoffs ist heute CO₂ emissionsfrei. Der grösste Teil stammt aus fossilen Quellen und trägt damit selbst zu den Emissionen bei. Doch es gibt eine oft übersehene Chance: den sogenannten ‹farblosen› Wasserstoff, der als Nebenprodukt industrieller Prozesse anfällt und mit minimalen Investitionen sofort nutzbar ist.» Kellner sieht in Metallhydriden den Schlüssel für die nächste Phase: «Metallhydride ermöglichen nicht nur sichere Speicherung, sondern auch Reinigung, thermische Verdichtung und sogar die Umwandlung von Abwärme in Strom – geräusch- und vibrationslos. Sie lösen zudem das logistische Problem der Wasserstoffversorgung und machen Wasserstofftankstellen einfacher und effizienter. Damit wird Wasserstoff nicht nur zur Alternative, sondern zur wettbewerbsfähigen Lösung für die Industrie.»

Der Hydrogen Report Switzerland 2026, der zum Jubiläum vorgestellt wurde, dokumentiert die beeindruckende Leistung der Hydropole-Mitglieder und unterstreicht die anhaltende globale Bedeutung der Schweizer Forschung. «Obwohl über 80 Prozent des Wasserstoffs heute in Asien produziert und verbraucht werden, liegen die Ursprünge der Technologie in Europa – und die Schweiz ist nach wie vor ein zentraler Innovationsmotor», so Prof. Züttel.

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