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Flurförderzeuge Hyster setzt auf staplerbasierte Robotiklösungen

| Redakteur: Bernd Maienschein

Hyster Europe arbeitet jetzt mit dem französischen Robotertechnik-Spezialisten Balyo zusammen. Auf der vergangenen Logimat zeigte der Flurförderzeuge-Hersteller intelligente Robotiklösungen am Beispiel des Hyster-Schleppers LO7.0T.

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Der Hyster-Geh-Gabelhochhubwagen mit Gegengewicht der Serie S1.0-1.5C folgt einer einprogrammierten Route.
Der Hyster-Geh-Gabelhochhubwagen mit Gegengewicht der Serie S1.0-1.5C folgt einer einprogrammierten Route.
(Bild: Hyster)

„Unsere Robotertechnik arbeitet mit der Balyo-Geo-Navigationstechnologie, die keine komplexen Änderungen an der Infrastruktur erfordert, um logistische Abläufe zu automatisieren“, sagt Timo Antony, Area Business Director Central Europe bei Hyster. „Stattdessen orientieren sich die Flurförderzeuge an der Umgebung mithilfe der natürlichen Gebäudemerkmale.“

„Geoguidance“ ermittelt neue Route

Hyster setzt für die Navigation der Flurförderzeuge vor allem auf das System „Geoguidance“. Dieses auf der sogenannten „Lidar“-Technologie basierende System bestimmt die Position des Staplers, indem es sich an festen Punkten orientiert, beispielsweise an Wänden, Regalen oder der Gebäudestruktur. Reflektoren oder sonstige physische Navigationshilfen sind nicht nötig.

„Da unsere Robotiklösungen auf Staplern aus der Serienproduktion basieren, lassen sich die Flurförderzeuge nach wie vor auch manuell bedienen“, sagt Antony. „Das hat den großen Vorteil, dass der Fahrer die Maschinen bei Bedarf auch per Hand steuern kann. Die Robotertechnik lässt sich jederzeit ausschalten. Der Stapler kann deshalb spontan auch für andere Aufgaben eingesetzt werden.“ Dadurch unterscheiden sich die Robotiklösungen für Hyster-Stapler deutlich von fahrerlosen Transportsystemen (FTS). Denn die ursprünglich für den Transport von Kleinteilen eingesetzten FTS folgen automatisch ihren festgelegten Routen und lassen sich nicht manuell bedienen.

Zudem sind einige FTS in der Navigation eingeschränkt und können Hindernissen nicht immer ausweichen. Die mit der Balyo-Geo-Navigationstechnologie ausgestatteten Hyster-Stapler nehmen bei Bedarf einfach eine andere Route. Wenn ein mit dem Geoguidance-System ausgerüsteter Stapler auf ein Hindernis trifft, ermittelt die Software in den meisten Fällen eine alternative Strecke und der „Roboter“ kann seine Fahrt automatisch fortsetzen.

Robotertechnik bei Bedarf abschaltbar

Derzeit bietet Hyster mehrere Flurförderzeuge an, die mit der innovativen Robotertechnik arbeiten. Dazu zählen die Produktreihe der Gabelhochhubwagen mit Gegengewicht S1.0C, S1.2C und S1.5C und die Niederhubkommissionierer wie der LO2.5. Darüber hinaus lassen sich mehrere Hyster-Schlepper, die mit Routenzügen zur Beschickung von Fertigungslinien eingesetzt werden, mit den Robotiklösungen ausstatten.

Hyster-Schlepper wie dieser LO5.0T mit Robotertechnik können mit den verschiedensten Routenzügen eingesetzt werden.
Hyster-Schlepper wie dieser LO5.0T mit Robotertechnik können mit den verschiedensten Routenzügen eingesetzt werden.
(Bild: Hyster)

Im Schlepper kann die Fahrtstrecke abgespeichert werden, die der Routenzug nehmen soll. Nach entsprechendem Training fahren die Routenzüge ihre Ziele dann automatisch an und halten selbstständig an den einzelnen Stationen. Voraussetzung: Die Konfiguration des Routenzuges bleibt unverändert und das Gewicht der zu transportierenden Lasten in etwa gleich – ansonsten müssen die Schlepper neu angelernt werden. Bei Bedarf kann die Robotertechnik auch ausgeschaltet werden und die Schlepper werden wie gewohnt vom Fahrer gesteuert.

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