National Instruments erweitert Machine-Vision-Portfolio In jedem Fall im Bilde

Redakteur: Silvano Böni

>> Die technologische Entwicklung hat dazu geführt, dass Kamerasysteme heute leistungsfähiger und viel erschwinglicher geworden sind. Dabei war National Instruments stets bestrebt, dieser Entwicklung Rechnung zu tragen; nicht nur alle gängigen Kameraschnittstellen sind abgedeckt, sondern darüber hinaus auch eine breite Palette an Smart-Kameras, Embedded-, PC- und PXI-basierte Vision-Systemen sowie Bildverarbeitungssoftware. Mit dem USB-3-Vision-Standard steht neuerdings eine kostengünstige Alternative zu GigE und Camera Link ins Haus, die Dank hohen Übertragungsraten mittelfristig FireWire vom Markt verdrängen könnte.

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Das NI CVS-1457RT ist ein robustes Compact-Vision-System, das über einen Atom-Prozessor mit 1,66 GHz und zwei unabhängigen Power-over-Ethernet-Anschlüssen verfügt.
Das NI CVS-1457RT ist ein robustes Compact-Vision-System, das über einen Atom-Prozessor mit 1,66 GHz und zwei unabhängigen Power-over-Ethernet-Anschlüssen verfügt.
(Bild: National Instruments)

Bisher gab es für eine USB-Schnittstelle noch keinen definierten Standard für die Bildverarbeitung. Dies hatte zur Folge, dass Kamerahersteller jeweils ihre eigenen, proprietären Lösungen definierten. Für den Anwender bedeutete das einerseits, dass er in seinen Anwendungsmöglichkeiten eingeschränkt war und anderseits, dass er nicht ohne weiteres eine Kamera durch eine andere ersetzen konnte, da die Kompatibilität untereinander nicht gegeben ist. Dieser Umstand erklärt auch, warum USB 2.0 im Vergleich zur älteren IEEE 1394-Schnittstelle im industriellen Einsatz nicht dieselbe Verbreitung fand.

Mit USB 3 Vision soll sich das nun ändern. Der Standard basiert auf der bewährten GenICam-Programmierschnittstelle. Diese garantiert eine hohe Stabilität, geringe Latenz und CPU-Auslastung sowie eine ausgereifte Kommunikation. Der Standard wurde im Januar 2013 aus der Taufe gehoben und wird von der AIA (Automated Imaging Association) gehostet. Im Gründungskomitee des USB-3-Vision-Standards finden sich alle wichtigen Player auf dem Markt. USB-3-Vision-Kameras von Basler AG werden zudem auch vom neuen softwaredesignten CompactRIO cRIO-9068 unterstützt.

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Hohe Bandbreite

Mit maximal 350 MB/s gehört USB 3.0 nach Camera Link zu den Schnittstellen mit der höchsten Bandbreite für Kamerasysteme. Daneben überzeugt USB 3.0 vor allem durch seine «Plug and Play»- und Echtzeitfähigkeit. Aus diesen Gründen wird erwartet, dass FireWire über kurz oder lang von USB 3 Vision vom Markt verdrängt wird. Was Gigabit Ethernet – dem zurzeit am wohl weitest verbreiteten Vision-Bus – und Camera Link anbelangt, so kann davon ausgegangen werden, dass sich die drei Schnittstellen den Markt untereinander aufteilen werden. Camera Link wird nach wie vor dort Verwendung finden, wo hohe Bildraten und/oder Auflösungen gefragt sind und Gigabit Ethernet hat in Sachen Kabellänge (bis zu 100 Meter) und Mehrkamerafähigkeit die Nase vorn.

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