Studer Motion Meeting 2017 In Produktionstechnik investiert – viel eingespart

Redakteur: Anne Richter

Studer hat im Jahr 2016 knapp die geplanten Umsatzzahlen verfehlt. Ursachen sind u. a. der VW-Dieselskandal. Positiv ausgewirkt haben sich die umfangreichen Investitionen in Produktionstechnik. Mit der Inbetriebnahme der Fliessmontage bei Studer konnten die Durchlaufzeiten um 50 Prozent reduziert werden.

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Studer hat auf dem Motion Meeting die neue S11 vorgesstellt. Die kleinste Produktionsmaschine im Studer-Portfolio ist mit einer einheitlichen Steuerungsplattform ausgestatte, die eine Durchgängigkeit der Programme aller Maschinen mit Windows-Betriebssystem garantiert.
Studer hat auf dem Motion Meeting die neue S11 vorgesstellt. Die kleinste Produktionsmaschine im Studer-Portfolio ist mit einer einheitlichen Steuerungsplattform ausgestatte, die eine Durchgängigkeit der Programme aller Maschinen mit Windows-Betriebssystem garantiert.
(Bild: Anne Richter, SMM)

«Wir sind gut unterwegs, auch wenn nicht alle gesteckten Ziele erreicht wurden», fasst Fred Gaegauf, CEO von Studer und Schaudt Mikrosa das Geschäftsjahr 2016 auf der Pressekonferenz anlässlich des Motion Meetings von Studer, Schaudt, Mikrosa am 16. Februar 2017 zusammen. Die Rundschleifer haben viel in ihre Produktionstechnologie investiert und Durchlaufzeiten massiv reduziert, was letztendlich dem Kunden zugutekommt.

Dieselskandal trifft auch Studer und Schaudt Mikrosa

Das Jahr 2016 startete bei Studer nach einer erfolgreichen Messe Grindtec sehr positiv, der Trend konnte sich jedoch über das Jahr nicht halten und so schloss die Fritz Studer AG das Jahr unter Plan ab. «Der Dieselskandal bei VW, die schwache Wirtschaft in China und die anhaltenden Auswirkungen des Euro-Wechselkurses wie auch politische Unsicherheiten in vielen Ländern machten uns zu schaffen», erklärt Jens Bleher, Geschäftsführer von Studer und CSO der Technologiegruppe Rundschleifen. Als wichtigster Absatzmarkt ist bei Studer Westeuropa zu nennen, gefolgt von Deutschland, China und Nordamerika.

Schaudt Mikrosa konnte nicht an den Erfolg von 2015 anknüpfen. Nach einem starken Frühjahr blieb der Auftragseingang deutlich unter den gesteckten Zielen. Die Aufträge werden mit einem Anteil von 25 % in Deutschland schwerpunktmässig mit Automobilherstellern und deren Zulieferern generiert. Ein weiterer grosser Absatzmarkt ist China mit einem Anteil von 26 %.

Im Bereich Customer Care konnte dank Prozessverbesserungen die Effizienz gesteigert und die Termintreue erhöht werden. Langfristig rechnet der Customer Care von Studer mit einer deutlichen Umsatzsteigerung im zweistelligen Prozentbereich. Auch Schaudt Mikrosa will in den nächsten Jahren die Potenziale im Aftersales noch besser ausschöpfen und das Dienstleistungsgeschäft weiter ausbauen.

Effiziente Wertschöpfung im Bereich Operation

In der gesamten Wertschöpfungskette setzen Studer und Schaudt Mikrosa auf die Stärkung der Kernkompetenzen und haben in den letzten Jahren rund 40 Millionen CHF in ihre Standorte investiert. Es kamen Neubauten dazu, neue Werkzeugmaschinen wurden installiert und nach optimierten logistischen Gesichtspunkten vernetzt. Die Rundschleifer integrierten zentrale Fertigungsverfahren in die eigene Wertschöpfungskette, um eine hohe Prozessstabilität zu garantieren.

Gleichzeitig hat man mit der internen Puls-Philosophie, angelehnt an die Lean-Six-Sigma-Methodik, eine eigene Puls Six Sigma Academy gegründet. Diese befähigt die Mitarbeiter, die eigene Arbeitskultur mitzugestalten und Prozesse und Systeme ständig zu überprüfen und zu verbessern. Im Zentrum stehen für Studer, Schaudt und Mikrosa die Kundenbedürfnisse. Verluste und Verschwendungen in allen Unternehmensbereichen zu vermeiden, steht dabei im Fokus. Fehlentwicklungen identifizieren sie am Ort des Entstehens und beheben diese. Transparenz und eine offene Problemlösungskultur sind daher ein wichtiges Leitbild für die Unternehmen.

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