UBS-Konjunkturbarometer Industrie hat Trendwende geschafft

Redakteur: Susanne Reinshagen

Der UBS-Konjunkturbarometer weist auf eine wirtschaftliche Erholung der Schweizer Industrie hin. Gestärkt wird dieser Trend durch die wirtschaftliche Erholung in der Eurozone und in den USA.

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Die Schweizer Industrie erholt sich u.a. auch dank der steigenden Nachfrage aus dem Ausland.
Die Schweizer Industrie erholt sich u.a. auch dank der steigenden Nachfrage aus dem Ausland.
(Bild: Martin Ruetschi/Seco)

Seit Dezember verbesserte sich das Barometer für die Grossunternehmen in der Industrie kontinuierlich. Von März bis April stieg das Barometer für die Grossunternehmen von 0.88 Punkten auf 1.21 Punkte an. Auch bei den KMU ist seit Januar ein Aufwärtstrend zu beobachten und im letzten Monat verbesserte sich das KMU-Barometer um 0.30 Punkte auf 0.42 Punkte. Doch trotz dieser Erholung bei den KMU war ihre wirtschaftliche Lage immer noch deutlich schlechter als diejenige der Grossunternehmen.

Obwohl die wirtschaftliche Lage in der Industrie in den letzten Monaten sich gemäss den beiden Barometern deutlich aufhellte, beurteilten die meisten Grossunternehmen ihre Geschäftslage nur als befriedigend. Auch die KMU beurteilten im April – trotz der Aufhellung – ihre Geschäftslage immer noch als schlecht.

Zurückzuführen ist diese durchzogene Beurteilung auf eine nach wie vor schwache Auslandsnachfrage und sinkende Gewinne sowohl bei den Grossunternehmen wie auch bei den KMU. Bei der Auslandsnachfrage rechnet man dank der wirtschaftlichen Erholung in Europa mit einer erhöhten Nachfrage nach Schweizer Gütern. Auch das Beschäftigungsniveau wurde von den Unternehmen als zu hoch eingestuft.

Das steigende Barometer bei den Grossunternehmen und bei den KMU stützt die Sicht einer sich erholenden Industrie. Man rechnet damit, dass vor allem die exportorientierten Unternehmen dank der wirtschaftlichen Erholung in der Eurozone und in den USA und den weiterhin soliden Wachstumszahlen in vielen Schwellenländern von einer steigenden ausländischen Nachfrage profitieren können. <<

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