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Maintenance Schweiz 2013 Instandhalter treffen sich in Zürich

Redakteur: Bernhard Herzog

>> Der Wettbewerb um den Titel «Maintenance Manager of the Year» zählt zu den Höhepunkten der kommenden Maintenance Schweiz. Die Initiatoren des Wettbewerbs verleihen den Award 2013 zum zweiten Mal. Ausgezeichnet werden damit besondere Leistungen in der Instandhaltung.

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Philipp Glogg: «Ich wollte wissen, wo wir stehen im Vergleich zu ähnlichen Abteilungen in anderen Unternehmen.»
Philipp Glogg: «Ich wollte wissen, wo wir stehen im Vergleich zu ähnlichen Abteilungen in anderen Unternehmen.»
(Bild: easyFairs Switzerland)

her. Ganz im Zeichen erfolgreicher industrieller Instandhaltung steht die 6. Maintenance Schweiz, die am 13. und 14. Februar 2013 wieder in der Messe Zürich stattfinden wird. Drei Monate vor dem Start dieses zentralen Branchenevents sind die Vorbereitungen für die easyFairs-Fachmesse in vollem Gange. Zu den Höhepunkten der Messe zählt die zweite Verleihung des Titels «Maintenance Manager of the Year». Die Initiatoren des Wettbewerbs zeichnen mit der Verleihung des Awards am ersten Messetag besondere Leistungen in der Instandhaltung aus. Geführte Messe-Rundgänge, «Guided Tours», als Angebot für Besucher sowie die Sonderveranstaltung am ersten Messenachmittag in den learnShops runden das Programm ideal ab.

Die Fachjury mit Ekkehard Nann (Leiter der Fachgruppe «Industrielle Instandhaltung» bei fmpro) sowie Rolf Piana und Manfred Schaper als Mitglieder hat sich die Auswahl nicht leicht gemacht. Sie begutachtete die eingegangenen Arbeiten sorgfältig und hat zwei Kandidaten in die engere Wahl und somit zu einer Präsentation vor der Fachjury eingeladen. Das Finale erreichten Michael Bont, Leiter Infrastruktur der Verkehrsbetriebe Basel, und Philipp Glogg, Leiter Depotbetriebe der Verkehrsbetriebe Basel. «Beide Präsentationen waren sehr gut vorbereitet und gaben der Jury einen vertieften Einblick in die Arbeit der beiden Kandidaten, sodass wir anschliessend die qualitative Beurteilung vornehmen konnten», erläuterte Jury-Mitglied Rolf Piana, Leiter Instandhaltung Sortierung bei der Schweizerischen Post (siehe Interview in diesem Heft auf den Seiten 46 bis 48).

Zwei praxistaugliche Konzepte

Michael Bont präsentierte als Wettbewerbsbeitrag einen Bericht zum Thema «Substanzwerterhaltende Erneuerung der Gleisinfrastruktur als integriertes Modell der BVB Basel». Im Fokus steht dabei die Optimierung der Lebenszykluskosten (Asset Management), wobei Qualität und Wirtschaftlichkeit bzw. weitere Investitionen in Infrastrukturanlagen wichtige Bestandteile sind. Die Einführung des 2009 gestarteten Modells hatte zum Ziel, die Investitionskosten um 15 Prozent zu senken, Objekte der Infrastruktur zum optimalen Zeitpunkt, in Bezug auf Wirtschaftlichkeit, Sicherheit und Substanzwert, zu ersetzen. Bestandteil des Konzepts ist zudem die Empfehlung, Nutzungsänderungen möglichst am Ende der technischen Lebensdauer vorzunehmen, der Verwaltung und der Politik Entscheidungsgrundlagen für Investitionsentscheide zur Verfügung zu stellen und ausgeglichene Jahresbudgets zu erstellen.

Philipp Glogg beschäftigte sich in seinem Bericht für den Wettbewerb mit dem Projekt «Neuausrichtung der Instandhaltung Schienenfahrzeuge» der Basler Verkehrs-Betriebe. Sein Fazit in der Präsentation vor der Jury: «Die grösste Herausforderung war das Zusammenführen der dezentralen Werkstätten unter eine Führung.» Zu den zentralen Projektzielen zählt die Steigerung der Fahrzeugverfügbarkeit ebenso wie die Verringerung der Kosten für die Instandhaltung und ein optimiertes Wissensmanagement, betrachtet auf die Vielfältigkeit der Tätigkeiten in der Schienenfahrzeuginstandhaltung. Abschliessende Ergebnisse der Anfang 2012 eingeführten neuen Organisation sollen im Laufe des Jahres 2013 vorliegen.

Imagegewinn für Instandhaltung

Beide Kandidaten werden ihre Arbeiten an der Maintenance Schweiz vom 13./14. Februar 2013 in Zürich einem breiteren Publikum vorstellen. «Ziel des Awards ist es, nicht nur einzelne Arbeiten hervorzuheben, sondern insgesamt der Instandhaltung zu einem besseren Stellenwert zu verhelfen und die Akzeptanz für diese Tätigkeit in den Unternehmen zu verbessern», erläutert Rolf Piana. «Wir wollen als fmpro zeigen, dass der Aufwand, an einem solchen Wettbewerb teilzunehmen, sich auf jeden Fall lohnt.»

Bei den Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) stand die Geschäftsleitung voll hinter der Teilnahme am Wettbewerb «Maintenance Manager of the Year», denn es liege in der Natur der Sache, dass sich nur Unternehmen mit modernen und effizienten Unterhaltsprozessen trauen, an einem solchen Wettbewerb teilzunehmen, meinte ihr Direktor Jürg Baumgartner. Der Erfolg von Philipp Glogg und Michael Bont bedeutet für das Unternehmen einen Imagegewinn.

Die Basler Verkehrs-Betriebe sind mit über 130 Millionen beförderten Fahrgästen pro Jahr eines der bedeutendsten Nahverkehrsunternehmen in der Schweiz. Die insgesamt zurückgelegten 285 Millionen Personenkilometer in 365 Tagen Fahrbetrieb reichen aus, um umgerechnet jeden Tag eine Person zum Mond und wieder zurück zu befördern. Im Einsatz sind 196 Trams und 91 Busse, die täglich eine Strecke von insgesamt 46 500 Kilometern zurücklegen – was ausreicht, um einmal um die Erde zu fahren. Die Linienlänge des Tram- und Busnetzes entspricht mit 170 Kilometern der Strecke Basel–St. Gallen.

Die Verleihung des Titels «Maintenance Manager of the Year» findet am Mittwoch, 13. Februar, 2013 ab 15.00 Uhr im learnShop der Maintenance Schweiz 2013 statt. Mit dieser Auszeichnung wollen die Initiatoren des Awards – Messeveranstalter easyFairs und der Branchenverband fmpro – die Arbeit von Instandhaltern stärker ins Bewusstsein rücken. <<

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