Medizintechnik Intelligentes Transportsystem für Intralogistik

Redakteur: Anne Richter

>> Das Monoschienen-Transportsystem Montrac von Montratec ist ein intelligentes Transportsystem für die Intralogistik in Medizintechnik-Unternehmen. Mit dem Transportsystem lassen sich kundenspezifische Anlagen oder innerbetriebliche Abteilungen auf einfache Art mit Standardkomponenten vernetzen.

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Montrac-Anwendung. (Bild: Montratec)
Montrac-Anwendung. (Bild: Montratec)

ari. Das Monoschienen-Transportsystem Montrac ist ein intelligentes Transportsystem für die Vernetzung industrieller Produktions- und Logistikprozesse und symbolisiert Flexibilität in der Fördertechnik. Mit Montrac lassen sich kundenspezifische Anlagen oder innerbetriebliche Abteilungen in Medizintechnik-Unternehmen auf einfache Art mit Standardkomponenten vernetzen. Im Gegensatz zu klassischen Fördersystemen befinden sich die Antriebe im Werkstückträger (Shuttle) und nicht in der Fahrstrecke.

Ausgelegt für Reinraumklasse ISO 5 und 4

Das Transportsystem Montrac besitzt durch seine Formgebung und die komplette Ausstattung rein elektrisch angetriebener Komponenten die Voraussetzungen für die Fördertechnik im Reinraum. «Diese Eigenschaft gepaart mit den Fähigkeiten von dem Transportsystem ergeben die perfekte Lösung für den Reinraum», berichtet Alessandro Sibilia, CEO der Montratec AG. Montrac ist standardmässig für die Reinraumklasse ISO 5 konzipiert. Aufgrund einer Weiterentwicklung wurde es vom Fraunhofer-Institut nun auch für Produktionen in der Reinraumklasse ISO 4 zertifiziert.

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Transport von Plastikbehältern und Medikamenten

Montrac wird im Reinraum beispielsweise zum Transport von Medikamenten und Plastikbehältern für medizinische Anwendungen eingesetzt. Selbst in sehr komplexen Produktionen, wo verschiedene Produkte in chaotischer Reihenfolge hergestellt werden, findet Montrac seine Anwendung. Ein Montrac-System eignet sich auch für Applikationen, in denen unterschiedliche Reinräume vorhanden sind.

Elektrisch betriebene Komponenten

Die Weichen und Kreuzungen sind elektrisch betrieben. Dadurch entfallen Pneumatikkomponenten und deren Anschlüsse. Die Stromspeisung erfolgt direkt über die Stromschienen, sodass das System keine oder nur eine geringe Verkabelung benötigt. Durch einen zusätzlichen Stromabnehmer können Werkstücke auf den Shuttles während der Fahrt mit Strom versorgt werden, um sie zum Beispiel zu testen oder Betriebssysteme aufzustarten. Die Komponenten sind voreingestellt und erfüllen sowohl EMV- als auch ESD-Anforderungen.

Flexibilität für Anpassungen und Erweiterungen

Sibilia: «Effiziente Prozesse in allen Unternehmensbereichen, insbesondere in der Intralogistik, werden immer wichtiger.» Dabei sei aber absolute Flexibilität des Transportsystems Voraussetzung, um den Kundenbedürfnissen flexibel nachzukommen und dem Anwender grösstmögliche Flexibilität zu bieten. Montrac garantiert dem Anwender Flexibilität beispielsweise in Bezug auf Auf- und Umbau sowie Erweiterungen, Anpassung an Platzverhältnisse und modulare, kompatible Komponenten.

Zuverlässigkeit und Kostenoptimierung

Montrac ist ein zuverlässiges Transportsystem und läuft störungsfrei, da jeder Shuttle mit einem Handgriff aus dem Produktionsprozess entfernt werden kann, ohne dass die Anlage angehalten wird. Die kontinuierliche Stromübertragung garantiert, dass die Shuttles während der Fahrt nie auf der Strecke stehen bleiben. Die einzigen aktiven Komponenten einer Montrac-Anlage sind die Shuttles und die Weichen. Der Shuttle ist so konzipiert, dass er generell wartungsfrei ist; die Monoschiene ist als passives Element immer funktionsfähig. Sibilia: «Montrac steht dem Anwender immer zu 100% zur Verfügung und ein Produktionsausfall im Bereich der Fördertechnik wird vermieden.» <<

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