Konferenzbericht Swissmem Symposium

Internationalisierung: Global gehen, um den Erfolg zu sichern

Seite: 2/3

Anbieter zum Thema

Geografische Standortüberschneidung

«Zwischen Schweizer und deutschen Unternehmen gibt es eine geografische Standortüberschneidung und somit Konkurrenzsituationen, aber auch eine enge Verflechtung im Maschinenbau», setzt Gerhard Hein an. Er ist Bereichsleiter Wirtschaft und Statistik beim Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken VDW. In seinem Vortrag skizzierte Hein den Status der Welt-Maschinenproduktion und des Produktionsvolumens im deutschen Maschinenbau. Zurzeit herrsche ein Stillstand auf hohem Niveau in der deutschen Maschinenproduktion – in den vergangenen vier Jahren gab es kein nennenswertes Wachstum. Doch nun zeichnet sich eine Wende ab: «Deutschland wächst vor allem ausserhalb der EU, dank Grossinvestitionen in der Automotive-Branche», erklärt Hein. Indien und Mexiko fielen dabei am stärksten ins Gewicht. Vom indischen Rekordjahr 2012 seien zwar die zu erwartenden Exportzahlen 2017 noch ein gutes Stück entfernt. Trotzdem: Die Chancen sind da. Ein leichtes Wachstum ist zu verzeichnen. Grund genug, dass auch die Schweiz ihr Freihandelsabkommen mit Indien vorantreibt, forderte Dietrich von Swissmem von der Politik.

Verschiebung des Gravitationspunktes

«Die Schweiz ist ein Nischenplayer und die Swissness ein starkes Verkaufsargument, das genutzt werden sollte», sagt Daniel Küng, CEO von Switzerland Global Enterprise. Für ihn wird es zu einer Verschiebung des wirtschaftlichen Gravitationspunktes nach Asien kommen, nicht nur wegen China. «Die MEM-Betriebe müssen sich darauf einstellen und dementsprechend Strategien entwickeln», ergänzt Küng. Freihandelsabkommen seien deswegen wichtig, insbesondere die bestehenden 38 sollten besser genutzt werden. «38 Freihandelsabkommen sind gut, aber viele sind zu kompliziert und wir können nur fünf davon nutzen», entgegnete Hans-Martin Schneeberger von Schneeberger Holding AG. Viele Freihandelsabkommen seien zu kompliziert und die Firmen seien nicht in der Lage, alle gestellten Anforderungen zu erfüllen. Die administrativen Hürden sind zu hoch. «Mit einfachen Freihandelsabkommen könne auch die Internationalisierung vereinfacht werden», richtet Schneeberger seine Botschaft in Richtung Politik.

(ID:44186024)