Abbau von 650 Stellen Kahlschlag bei Bombardier in der Schweiz

Redakteur: Susanne Reinshagen

Der kanadische Konzern Bombardier hat den Abbau von 650 Arbeitsplätzen hauptsächlich in Villeneuve (VD), aber auch in Zürich angekündigt. Die Gewerkschaft Unia wird sich gemeinsam mit dem Personal und den Personalvertretungen aktiv für den Erhalt von möglichst vielen Arbeitsplätzen einsetzen.

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Bombardier hat 2010 von der SBB den Auftrag über 62 Doppestockzüge erhalten. Nun baut der Konzern in der Schweiz 650 Stellen ab.
Bombardier hat 2010 von der SBB den Auftrag über 62 Doppestockzüge erhalten. Nun baut der Konzern in der Schweiz 650 Stellen ab.
(Bild: SBB)

Nachdem Bombardier 2010 einen Grossauftrag der SBB zur Lieferung von 62 Doppelstockzügen erhalten hat, kündigte nun das Unternehmen den Abbau von 650 Arbeitsplätzen an, darunter rund 500 temporär Beschäftigte, wie die Unia mitteilt. Der Abbau soll schrittweise in den Jahren 2017 und 2018 erfolgen, wie es in einer Mitteilung von Bombardier heisst. Hintergrund der Massnahme seien unter andrem Sparmassnahmen und die Erhöhung der Produktivität.

Die Gewerkschaft will sich nun gemeinsam mit den Beschäftigten und deren Vertretern dafür einsetzen, dass möglichst viele Arbeitsplätze erhalten bleiben. Zudem erwartet die Unia beim anstehenden Konsultationsverfahren von Bombardier «einen konstruktiven Dialog, zumal das Unternehmen doch stark von öffentlichen Aufträgen profitiert hat.»

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Der kanadische Konzern führt derzeit eine weltweite Umstrukturierung seines Transportsektors durch. Bereits im letzten Jahr kündigte er den Abbau von rund 70 Stellen in der Schweiz an. Derzeit zählt es in der Schweiz rund 1300 Beschäftigte. <<

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