Teilereinigung Kosten sparen mit Verdampfertechnik

Redakteur: Anne Richter

>> Wo Pressfitting-Systeme aus Edelstahl, C-Stahl und Kupfer produziert werden, ist absolute Sauberkeit gefragt. Für die Aufbereitung der in den Reinigungsbädern verwendeten wässrigen Emulsionen setzt die Geberit Mapress GmbH auf einen Verdampfer von MKR Metzger GmbH, macht damit aus Prozesswässern wieder verwertbares Reinwasser.

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Betriebsleiter Dieter Blöhs (links) und Meister Anjo Schonz von Geberit Mapress: „Wir haben gravierend geringere Abfallkosten, weil wir Brauchwasser zurückgewinnen und nur noch zehn Prozent der ursprünglichen Entsorgungsvolumina anfallen.“ (Bild: MKR)
Betriebsleiter Dieter Blöhs (links) und Meister Anjo Schonz von Geberit Mapress: „Wir haben gravierend geringere Abfallkosten, weil wir Brauchwasser zurückgewinnen und nur noch zehn Prozent der ursprünglichen Entsorgungsvolumina anfallen.“ (Bild: MKR)

Geberit Mapress produziert von der Einspeisung bis zum Wasserhahn ein komplettes System zum Transport von Wasser und Gasen in Gebäuden und Anlagen, in den Nennweiten 12 mm bis 108 mm. „Sogar Grossabnehmer wie Krankenhäuser und Wasserwerke sind Kunden“, so Peter Kreuz, Betriebsleiter Instandhaltung bei Geberit Mapress. Alle Versorgungsleitungen von Geberit Mapress sind aus den Metallwerkstoffen Edelstahl, C-Stahl, Kupfer und CuNiFe.

Unterschiedliche Produktionsverfahren

Dieter Blöhs, Betriebsleiter Produktion bei Geberit Mapress, beschreibt die unterschiedlichen Produktionsverfahren: „Das angelieferte Langrohr zerkleinern wir durch Spanen, mit Trennwerkzeugen und durch Scher- und Rollverfahren. In der Endbearbeitung werden die Rohrstücke in unterschiedlichen Biegeanlagen gebogen und mit grossen Verarbeitungs- oder Gesenkpressen in ihre unterschiedliche Anwendungsformen gebracht.“ Weil sich Fittings oder T-Stücke mit Extras wie Gewinden nicht aus einem Stück fertigen lassen, werden diese durch Löten oder Schweissen gefügt. In allen Zwischenschritten der Produktion müssen die Rohrstücke mit Teilereinigungsanlagen gereinigt werden. Diese bestehen aus einem alkalischen Reinigungsbad und mehreren Spülbädern. Die Öl- und Schmutzrückstände, die von den Teilen gewaschen werden, reichern sich in den Reinigungsbädern an.

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Hohe Entsorgungsvolumina und immense Kosten

Betriebsleiter Blöhs: „Die für das erforderliche Reinigungsergebnis zulässigen Grenzwerte erreichen wir leider schnell. Daraus kann sich eine verringerte Prozesssicherheit ergeben und im schlimmsten Fall eine schwankende Teilequalität. Dem wirken wir natürlich immer sofort entgegen. Um die Reinigungsqualität konstant zu halten, setzten wir das Bad häufig neu an. Ausserdem betreiben wir die letzte Spüle, die sauberste, ausschliesslich mit VE-Wasser (voll entsalztem Wasser). Dieses wurde durch die verschiedenen Spülen kaskadiert und war anschliessend unbrauchbar.“

Dadurch entstanden Geberit Mapress hohe Entsorgungsvolumina und damit immense Kosten für die Entsorgung der Spül- und Reinigungsbäder. Diese bewegten sich im sechsstelligen Bereich. Hinzu kam der nahezu tägliche lästige Abtransport von verbrauchten Medien durch Entsorger.

Aufgabe: niedrigere Kosten und Prozesssicherheit

Peter Riemer aus dem Vertrieb von MKR Metzger: „Geberit hatte sich zum Ziel gesetzt, die Kosten für die Erreichung der notwendigen Reinigungsqualität deutlich zu senken. Ein wichtiges Ziel des Geberit-Konzerns ist der produktionsintegrierte Umweltschutz durch Kreislaufführung des Prozesswassers.

Auch der Handlingaufwand durch täglich notwendige Entsorgungstransporte sollte reduziert werden.“

Lösungsansatz: MKR ET-Verdampfer

Mit dem Einsatz eines ET-Verdampfers von MKR konnte Geberit alle seine Anforderungen optimal bedienen. Durch die Kreislaufführung erfolgt eine laufende Erneuerung der Spülen, die Wasserqualität in den Spülen wird konstant gehalten. Die gleich bleibende Reinigungsqualität erfüllt die hohen Anforderungen an die Prozesssicherheit. Die Senkung der zu entsorgenden Abfallmenge auf ca. zehn Prozent der ursprünglichen Menge führt bei der Teilereinigung zu einer erheblichen Kostensenkung. Diese Aspekte wirken sich natürlich auch auf die Umweltbilanz positiv aus, denn es fällt weniger Abfall an, der Frischwasserverbrauch ist geringer, ebenso das Transportaufkommen.

Verdampfer für abwasserfreies Spülwasser

Das Spülwasser wird wie bisher der ersten Spüle entnommen. Mit dem Unterschied, dass das Wasser nicht mehr extern entsorgt, sondern dem Vorlagebehälter des Verdampfers zugeführt wird. Von dort aus wird das Spülwasser im Verdampfer effizient von Öl und Schmutz befreit und in VE-Wasserqualität der letzten Spüle wieder zugeführt. Die Spülwässer werden nun abwasserfrei im Kreislauf gefahren, nur die konzentrierten Öl und Schmutzrückstände fallen noch zur Entsorgung an. Gleiches gilt für die Reinigungsbäder.

Insgesamt ergeben sich durch den Einsatz der Verdampfertechnologie von MKR Metzger in der Produktion von Geberit viele Vorteile: Geringere Entsorgungsvolumina, geringere Entsorgungskosten, Ersparnis bei den Wasserkosten, rasche Amortisation und nicht zuletzt ist der Verdampfer kaum hörbar<<

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