«OptiMill-Tro-Uni-Fräser» von Mapal für effiziente trochoidale Frässtrategien Trochoidalfräser für dynamische Bearbeitungsstrategien

Quelle: Pressemitteilung 4 min Lesedauer

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Mit der neuen Generation des «OptiMill-Tro-Uni» entwickelt Mapal seinen Trochoidalfräser für die Anforderungen moderner Bearbeitungsstrategien weiter. Im Fokus stehen eine hohe Prozesssicherheit, reproduzierbar stabile Prozesse und ein hohes Zeitspanvolumen.

Schöpft das Potenzial moderner Trochoidalstrategien aus: Der «OptiMill-Tro-Uni» von Mapal ist auf stabile Prozesse und hohe Zeitspanvolumina beim trochoidalen Fräsen ausgelegt.(Bild:  Mapal)
Schöpft das Potenzial moderner Trochoidalstrategien aus: Der «OptiMill-Tro-Uni» von Mapal ist auf stabile Prozesse und hohe Zeitspanvolumina beim trochoidalen Fräsen ausgelegt.
(Bild: Mapal)

Das trochoidale Fräsen hat sich als effiziente Bearbeitungsstrategie für die Zerspanung etabliert. Charakteristisch sind geringe radiale Eingriffsbreiten bei gleichzeitig grossen axialen Zustellungen sowie konstante Eingriffsbedingungen. Leistungsfähigere Maschinen und zunehmend dynamische CAM-Strategien, die adaptive Werkzeugbahnen mit wechselnden Eingriffsverhältnissen erzeugen, erhöhen jedoch die Anforderungen an die eingesetzten Trochoidalfräser.

Vor diesem Hintergrund hat Mapal den «OptiMill-Tro-Uni» für Stahl- und Gusswerkstoffe grundlegend überarbeitet und definiert damit einen neuen Standard für Prozesssicherheit und Zeitspanvolumen im Trochoidalfräsen. Die neue Generation löst die bisherige Werkzeuglösung nach rund zehn Jahren im Einsatz schrittweise ab.

Veränderte Rahmenbedingungen sind der wesentliche Treiber für die Neuentwicklung. Dynamischere Maschinen, optimierte CAM-Strategien und steigender Kostendruck erfordern Werkzeuge, die nicht nur unter idealen Bedingungen hohe Leistung erzielen, sondern auch unter realen Einsatzbedingungen reproduzierbar stabile Prozesse gewährleisten. Die Neuauslegung des «OptiMill-Tro-Uni» bildet diese Anforderungen in einer abgestimmten Kombination aus Werkzeugdesign und anwendungsorientierter Prozessauslegung ab.

Vom Feinbohrsystem bis zum Alu-Tieflochbohrer

Vom 15. bis 19. September 2026 präsentiert Mapal auf der AMB in Halle 1 am Stand C11 Produktinnovationen, ein ganzheitliches Turnkey-Angebot und konkrete Bearbeitungslösungen für strategische Bauteile aus den Fokusbranchen.

Die Innovationen 2026/2027 des Präzisionswerkzeugherstellers gestalten die Produktionsabläufe der Kunden produktiver und einfacher beherrschbar und setzen dabei neue Benchmarks in der Industrie. «Fertigungsprozesse müssen heute wirtschaftliche Bearbeitung und maximale Prozesssicherheit miteinander verbinden. Gleichzeitig erwarten Anwender Lösungen, die sich einfach einsetzen und flexibel an unterschiedliche Anwendungen anpassen lassen», sagt Jacek Kruszynski, Chief Technology Officer bei Mapal. «Auf der AMB zeigen wir Innovationen, die an diesem Punkt ansetzen, und freuen uns auf den persönlichen Austausch mit Kunden und Partnern.»

«EA-Performance»-System für das Feinbohren

Einfach einzustellen: Das neue «EA-Performance»-System für das Feinbohren von Mapal reduziert im Durchmesserbereich von 10 bis 19 mm den Einstellaufwand deutlich und erreicht mit nur einem Justier­element für die Durchmessereinstellung höchste Präzision.(Bild:  Mapal)
Einfach einzustellen: Das neue «EA-Performance»-System für das Feinbohren von Mapal reduziert im Durchmesserbereich von 10 bis 19 mm den Einstellaufwand deutlich und erreicht mit nur einem Justier­element für die Durchmessereinstellung höchste Präzision.
(Bild: Mapal)

Zu den Highlights der Produktinnovationen zählt das neue «EA-Performance»-System für das Feinbohren. Erstmals ermöglicht Mapal die Einstellung mit nur einer Justierschraube auch im anspruchsvollen Durchmesserbereich von 10 bis 19 mm. Anwender profitieren von geringerem Einstellaufwand bei gleichzeitig höchster Präzision und hoher Prozesssicherheit.

Zweite Generation «Mega-Deep-Drill-Alu»

Zweite Generation mit neuem Gesamtkonzept: Der Tiefbohrer «Mega-Deep-Drill-Alu» steht ab September 2026 im Standardprogramm mit Längenausführungen von 15×D bis 40×D und – abhängig von der jeweiligen Länge – Durchmessern von 3 bis 16 mm zur Verfügung.(Bild:  Mapal)
Zweite Generation mit neuem Gesamtkonzept: Der Tiefbohrer «Mega-Deep-Drill-Alu» steht ab September 2026 im Standardprogramm mit Längenausführungen von 15×D bis 40×D und – abhängig von der jeweiligen Länge – Durchmessern von 3 bis 16 mm zur Verfügung.
(Bild: Mapal)

Massstäbe setzt auch die zweite Generation des «Mega-Deep-Drill-Alu». Der neue Tiefbohrer wurde für die prozesssichere Bearbeitung grosser Bohrtiefen in Aluminium entwickelt und kombiniert eine optimierte Geometrie, ein leistungsfähiges Kühlsystem sowie ein abgestimmtes Schneidstoffkonzept. Dadurch lassen sich unterschiedliche Aluminiumlegierungen flexibel und prozesssicher bearbeiten.

Werkzeug- und Vorrichtungslieferung bis hin zur Simulation

Als Technologiepartner begleitet Mapal seine Kunden individuell und bis hin zu ganzheitlichen Turnkey-Konzepten. Mapal übernimmt dabei vollumfänglich die Verantwortung für den kompletten Prozess von Prozessanalyse und -ausgestaltung über die Werkzeug- und Vorrichtungslieferung bis hin zur Simulation, Programmierung und Produktionsbegleitung. Besucher können sich am Messestand darüber informieren, wie Mapal innerhalb von zwölf bis 14 Wochen komplette Projektierungen bis hin zum einsatzbereiten Fertigungsprozess liefert.

Mapal präsentiert Lösungen für Anwendungen aus der Automobilindustrie, dem allgemeinen Maschinenbau sowie der Luft- und Raumfahrt, um so in die Diskussion mit den Besuchern zu gehen.

Für dynamische Prozessanforderungen ausgelegt

Im Vergleich zu konventionellen Frässtrategien mit grösseren radialen Eingriffen ist das Werkzeug beim trochoidalen Fräsen hohen dynamischen Lastwechseln ausgesetzt. Wechselnde Eingriffsverhältnisse, hohe Vorschübe und grosse axiale Schnitttiefen stellen besondere Anforderungen an Stabilität, Spanabfuhr und Verschleissverhalten, was den Einsatz eines Trochoidalfräsers notwendig macht.

An Werkzeuglänge angepasster Kerndurchmesser

Kern der neuen Generation des «OptiMill-Tro-Uni» von Mapal ist eine veränderte Werkzeuggeometrie. Der je nach Länge angepasste Kerndurchmesser erhöht die Biegebruchfestigkeit insbesondere bei grösseren Auskraglängen.

Die Auslegung mit fünf Schneiden ermöglicht eine hohe Vorschubleistung, ohne die Spanabfuhr zu beeinträchtigen, und sorgt so für eine hohe Wirtschaftlichkeit. Angepasste Spiralwinkel sowie eine asymmetrische Schneidenausführung reduzieren Schwingungen und gewährleisten einen ruhigen Lauf. Das sind die wesentlichen Voraussetzungen für stabile Prozesse bei hohen Vorschüben und axialen Eingriffen.

Auch die Spanbildung wurde auf die Anforderungen abgestimmt. Neu angeordnete Spanteiler erzeugen kurze Späne. Gerade bei hohen axialen Eingriffen tragen eine optimale Spanbildung und -abfuhr wesentlich dazu bei, einen stabilen Bearbeitungsprozess aufrechtzuerhalten und ein hohes Zeitspanvolumen bei kontrollierten Bedingungen zu ermöglichen.

Auf unterschiedliche CAM-Strategien abgestimmt

Neben der Werkzeugauslegung bestimmt auch die jeweilige CAM-Strategie wesentlich, welchen Belastungen der Fräser im Prozess ausgesetzt ist. Moderne CAM-Systeme haben unterschiedliche Herangehensweisen an die Umsetzung trochoidaler Frässtrategien etwa bei Werkzeugbahnführung, Dynamikprofilen oder radialen Eingriffsbreiten. Je nach Anwendung resultieren daraus unterschiedliche Belastungsszenarien für das Werkzeug.

Der «OptiMill-Tro-Uni» deckt diese Bandbreite an Anforderungen ab, berücksichtigt unterschiedliche Dynamikniveaus und gewährleistet eine stabile Umsetzung der jeweiligen Bearbeitungsstrategie.

Werkzeug und Prozess als abgestimmtes Gesamtsystem

Für die Wirtschaftlichkeit eines trochoidalen Fräsprozesses ist nicht allein das Werkzeug entscheidend, sondern die abgestimmte Auslegung des gesamten Bearbeitungsprozesses. Mit seinem Know-how berücksichtigt Mapal diesen Umstand beim «OptiMill-Tro-Uni» und liefert einen wesentlichen Mehrwert: Kunden erhalten mit dem Trochoidalfräser speziell angepasste Schnittparameter in drei Dynamikstufen und damit differenzierte und praxisnahe Startwerte für ihre jeweilige Bearbeitungssituation, abgestimmt auf Maschine, Aufspannung und Prozessbedingungen. Während marktüblich häufig nur einzelne Standardwerte bereitgestellt werden, unterstützt Mapal den Anwender mit deutlich präziseren und anwendungsspezifischeren Angaben zum Werkzeugeinsatz. Das Potenzial der trochoidalen Bearbeitungsstrategie kann so reproduzierbar und prozesssicher ausgeschöpft werden.

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Wirtschaftlichkeit unter realen Einsatzbedingungen

Die Kombination aus Werkzeuggeometrie, abgestimmten Schnittwerten und stabiler Prozessführung wirkt sich direkt auf die Wirtschaftlichkeit aus: Höhere Zeitspanvolumina, längere Standzeiten und eine stabile Bearbeitung tragen zu niedrigen Bauteilkosten bei. Praxisversuche unter realen Einsatzbedingungen zeigen, dass insbesondere das abgestimmte Zusammenspiel aus Werkzeug und Prozessauslegung entscheidend zur Leistungssteigerung beiträgt.

Die zweite Generation des Trochoidalfräsers «OptiMill-Tro-Uni» für die Bearbeitung von Stahl- und Gusswerkstoffen ist ab September 2026 im Durchmesserbereich vier bis 25 mm und in Längenausführungen 2xD bis 5xD verfügbar.(Bild:  Mapal)
Die zweite Generation des Trochoidalfräsers «OptiMill-Tro-Uni» für die Bearbeitung von Stahl- und Gusswerkstoffen ist ab September 2026 im Durchmesserbereich vier bis 25 mm und in Längenausführungen 2xD bis 5xD verfügbar.
(Bild: Mapal)

Die zweite Generation des «OptiMill-Tro-Uni» wird zur AMB in Stuttgart (Halle 1, Stand C11) auf den Markt gebracht. Das bestehende Produkt der ersten Generation wird bis 2028 schrittweise abgelöst. Der Trochoidalfräser für die Bearbeitung von Stahl- und Gusswerkstoffen ist ab September 2026 in den Durchmessern 4 bis 25 mm sowie in Längenausführungen von 2xD bis 5xD verfügbar. Als Zielbranchen adressiert Mapal insbesondere die Automobilindustrie, den Maschinen- und Anlagenbau sowie den Werkzeug- und Formenbau.

(böh)

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