Swisstech/Prodex: Prodex Award 2014 nominiert Maschinenintegriertes Rauheitsmessgerät

Redakteur: Anne Richter

Das Rauheitsmessgerät TC63-RG von Blum-Novotest beurteilt Oberflächenrauheiten prozessnah in der Dreh- oder Fräsmaschine. Die Beurteilung der Oberflächenrauheit ist bisher nur als nachgelagerter Kontrollschritt oder als manueller Arbeitsgang am aufgespannten Werkstück möglich gewesen. Die maschinenintegrierte Rauheitsmessung ermöglicht die frühzeitige Erkennung schlechter Oberflächenqualitäten und damit die Reduzierung von Ausschuss.

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Blum TC63-RG modulares System: Universell als Rauheitsmessgerät und Messtaster einsetzbar.Gelangt dank umfangreichem Zubehör an sonst unzugängliche Messstellen.
Blum TC63-RG modulares System: Universell als Rauheitsmessgerät und Messtaster einsetzbar.Gelangt dank umfangreichem Zubehör an sonst unzugängliche Messstellen.
(Bild: Blum Novotest)

ari. Während Werkstückabmessungen prozessnah und präzise ermittelt werden können, ist die Beurteilung der Oberflächenrauheit bisher nur als nachgelagerter Kontrollschritt oder als manueller Arbeitsgang am aufgespannten Werkstück möglich. Der hohe Zeitverlust, der durch den Maschinenstillstand während der Messung entsteht, sowie die Fehlerquelle Mensch zählen bei der manuellen Rauheitsmessung am aufgespannten Werkstück zu den Nach-teilen.

Bei einer nachgelagerten Prüfung auf der Messmaschine einige Zeit nach der Bearbeitung wird zwar bis zur Fehlererkennung weiterproduziert, doch dadurch kann unter Umständen eine sehr hohe Ausschussrate entstehen.

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Verlagerung der Rauheitsmessung in die Maschine

Diese Lücke schliesst nun das Rauheitsmessgerät TC63-RG, indem es Oberflächenrauheiten prozessnah in der Dreh- oder Fräsmaschine beurteilt. Durch die hohe Messgenauigkeit des Rauheitsmessgerätes mit Single-Messelement (vergleichbar mit einem externen Messgerät) sowie die kompakte und robuste Bauform kann die Rauheitsmessung komplett in das Bearbeitungszentrum verlagert werden. Darüber hinaus ermöglicht die modulare Bauweise exakte Rauheitsmessungen an sonst unzugänglichen Messstellen. Zerspanungsprozesse können automatisiert auf die Oberflächenrauheit geprüft und Werkzeuge bis zum tatsächlichen Standzeitende genutzt werden.

Integrierte Rauheitsmessung reduziert Ausschuss

Dies ermöglicht die frühzeitige Erkennung schlechter Oberflächenqualitäten, beispielsweise verursacht durch verschlissene Werkzeuge. Schliesslich befindet sich das Werkstück während der Prüfung in der Originalaufspannung, wodurch die Möglichkeit der Nacharbeit mit einem neuen Werkzeug gegeben ist. So kann der durch das Merkmal Oberflächenrauheit bedingte Ausschuss auf ein Mindestmass reduziert werden.

Das werkzeugmagazinfähige Messgerät sendet die gemessenen Daten per BRC-Funktechnologie an den Empfänger. Abhängig von der Messaufgabe, kann das modulare System universell als Rauheitsmessgerät und Messtaster eingesetzt werden und gelangt dank dem umfangreichen Zubehör an sonst unzugängliche Messstellen, wie beispielsweise Lagersitze in grossen Getriebegehäusen, etc. Bei hochpräzisen Rauheitsmessungen an geraden Flächen oder Standardgeometrien wie Lagersitzen und Zylinderbohrungen findet das Single-Messelement mit geringerer Messkraft Anwendung.

Sofortige Erkennung schlechter Oberflächen

Neben der Ausgabe der Rauheitsmesswerte Ra, Rz und Rmax an die Maschinensteuerung stellt das Interface die Ergebnisse grafisch dar. Dies kann zur Protokollierung und Auswertung genutzt werden. Schlechte Oberflächen können somit prozessnah erkannt werden und durch die Messung in der Originalaufspannung besteht die Möglichkeit der Nacharbeit. So kann der durch das Merkmal Oberflächenrauheit bedingte Ausschuss auf ein Minimum reduziert werden.

Erstmalig kann ein Messgerät zur Rauheitsmessung von Werkstückoberflächen direkt in den Zerspanungsprozess integriert werden. Durch die prozessintegrierte Überwachung der Oberfläche kann die Effektivität aktueller Fertigungsprozesse in wesentlich höherem Masse hergestellt werden. Eine Reduzierung der Stillstandzeiten ergibt sich durch Eliminierung langwieriger manueller Rauheitsmessungen und damit eine Minimierung der Kosten für Ausschuss durch sofortige Nacharbeit. Werkzeuge können bis an ihre Verschleissgrenze gefahren werden und müssen nicht präventiv getauscht werden. Das erlaubt eine schnelle Amortisation des Rauheitsmessgerätes. <<

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