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Hochsteifes Portal für Kraft und Genauigkeit
«Das spezielle Konzept der RXU basiert auf der Kombination von Dynamik und Genauigkeit der bewährten HSC-Technik von Röders mit einer extrem steifen Portalkonstruktion», ergänzt H. Klein. Hervorstechendstes Merkmal ist die massive, nach dem Quadroguide-Konzept ausgelegte Z-Achse, die einen rechteckigen Querschnitt aufweist und an allen vier Ecken mit Führungsschienen bestückt ist. Insgesamt acht Führungswagen in quaderförmiger Anordnung sorgen für eine optimale Kraftübertragung auf die Y-Achse, die ihrerseits über acht Führungswagen grossflächig an das extrem massive Maschinengestell angebunden ist. Die dadurch gegenüber bisherigen Ausführungen dreifach höhere Steifigkeit der Z-Achse ermöglicht das Aufbringen entsprechender Schnittkräfte. Dementsprechend robust ist auch die Spindel ausgeführt: Sie leistet 51 kW, erreicht die für die Schlichtbearbeitung nötige hohe Drehzahl von 30 000 UPM und verfügt über eine HSK-F63-Schnittstelle.
In ihren übrigen Merkmalen entspricht die Maschine der bei Röders üblichen Hochpräzisionstechnologie: Alle Achsen sind mit leistungsstarken Lineardirektantrieben und hochauflösenden optischen Gebern ausgestattet, und alle wesentlichen Maschinenkomponenten werden mit Hilfe von internen Kühlkreisläufen thermisch stabilisiert. Auch temperaturbedingte Längenänderungen der Spindel werden mit Hilfe eines Sensors erfasst und durch die Steuerung kompensiert.
Leistungsvergleich
«Schon bei den ersten Versuchen zeigte sich, dass die RXU 1200 trotz ihres kleineren Werkzeugdurchmessers eine Form praktisch genauso schnell ausräumen kann wie das vorhandene Bearbeitungszentrum», erläutert H. Klein. Beide Maschinen brauchen für die Schruppbearbeitung typischer Schmiedegesenk-Formhälften z. B. aus einem auf 48 HRC gehärteten Warmarbeitsstahl 1.2714 rund drei Stunden. Dabei wirke die Röders-Maschine trotz dieses knüppelharten Einsatzes keinesfalls überlastet, sondern laufe erstaunlich sanft. Die hohe Beanspruchung habe keine Auswirkungen auf die Lebensdauer, denn dank der Lineardirektantriebe gebe es im Achsbereich im Unterschied zu Kugelrollspindeln keine auf Verschleiss beanspruchten Komponenten. Natürlich müsse die Frässpindel hohe Kräfte aufnehmen, doch sei sie dafür schliesslich auch ausgelegt.
Ihre volle Leistungsfähigkeit zeigt die RXU dann bei den nachfolgenden Arbeitsschritten Restmaterialschruppen, Vorschlichten und Schlichten: Hier ermöglicht ihre überlegene Steifigkeit praktisch eine Halbierung der Bearbeitungszeiten. Dabei spielt der Wärmebehandlungszustand, d. h. die Härte des Werkstücks, interessanterweise so gut wie keine Rolle.
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