Anbieter zum Thema
Produktivitätszuwachs
«Für uns ist dabei entscheidend, dass wir dank der jetzt möglichen Bearbeitungszeiten von weniger als 24 Stunden die Geisterschicht voll nutzen können», weiss H. Klein. Da man einschichtig arbeite, bedeute dies eine erhebliche Steigerung der Kapazität. Statt 3 bis 4 Gesenkhälften könne man bereits jetzt pro Woche sieben Stück abarbeiten.
Vorteile ergeben sich dabei nicht nur bezüglich der reinen Bearbeitungszeiten, sondern auch mit Blick auf die innerbetriebliche Logistik sowie die Nebenzeiten. Mit der RXU kann man ein Werkstück vom Rohblock bis zur fertig geschlichteten Formhälfte in einer Aufspannung bearbeiten. Dies erspart das Umsetzen von einer Maschine zur anderen mit den jeweils unvermeidlichen Stillständen. Die Rüstzeiten werden auch dadurch minimiert, dass die Werkstücke auf Magneten aufgespannt werden und Lage sowie Orientierung anschliessend per automatischem 3-D-Taster erfasst und im NC-Programm berücksichtigt werden: Man braucht das Werkstück nur noch ungefähr passend auf dem Magnettisch aufzusetzen und die Tür zu schliessen, und schon kann die Anlage weiter spanen. Auf den grossen Tisch mit 1300 x 1100 mm und zwei Magnetspannplatten passen zwei der üblichen Werkstücke. Bei entsprechend bestücktem Werkzeugmagazin fertigt die Maschine dann über das Wochenende aus zwei Rohblöcken zwei fertig geschlichtete Gesenkhälften. Aufgrund der guten Zugänglichkeit kann auch das hintere der beiden Werkstücke mit einem Kran gewechselt werden, während das vordere Werkstück aufgespannt bleibt, ein wichtiges Detail, um immer genügend Arbeit auf der Maschine für die mannlose Schicht vorhalten zu können.
Fräswerkzeuge für den HSC-Einsatz
«Ebenso entscheidend wie die Maschine selbst war für uns auch die Verfügbarkeit von Schruppwerkzeugen, die unbeaufsichtigt eingesetzt werden können», verrät Horst Klein. Nach Versuchen mit diversen Fabrikaten habe man sich für mit Schneidplatten bestückte Messerköpfe von Aura Frästechnik mit Durchmessern von 35 bzw. 16 mm entschieden, die speziell für den HSC-Einsatz ausgelegt und hierfür hochgenau ausgewuchtet sind. Diese konnte man als vollständig sicher für den mannlosen Betrieb einstufen. Einzige Einschränkung ist hierbei, dass das Werkzeug nach 3 Stunden Einsatzdauer gegen ein Schwesterwerkzeug ausgetauscht wird, was automatisch über die Werkzeugverwaltung der Maschinensteuerung erfolgt. An diesem Erfolg, so H. Klein, habe die Maschine übrigens auch einen grossen Anteil, da sich ihre Steifigkeit und ihr ruhiger Lauf äusserst positiv auf die Beanspruchung des Fräsers auswirken.
Auf dem bisher eingesetzten Bearbeitungszentrum sei ein mannloser Betrieb mit Messerköpfen dagegen nicht möglich, da es immer zu einem unerwarteten Plattenbruch kommen kann. Dort könne man hören, wie das Werkzeuggeräusch manchmal schon nach 30 min Einsatz nach und nach immer lauter wird, was einen baldigen Austausch erforderlich macht.
Auch bei den für das Schlichten eingesetzten HSC-Vollhartmetall-Kugelfräsern habe man mit Aura-Fabrikaten gute Erfahrungen gemacht.
(ID:39181860)
