Anbieter zum Thema
Optimierung der Fräsprogramme
«Zurzeit sind wir dabei, die bisherigen Fräsprogramme auf die Möglichkeiten des neuen Bearbeitungszentrums hin zu optimieren, um die Bearbeitungszeit weiter zu reduzieren», sagt H. Klein. So biete die RXU dank ihrer ausserordentlichen Achsdynamik und Steifigkeit die Möglichkeit, mit deutlich höherem Ruck als auf den bisher genutzten Maschinen zu fräsen. Mit dem Ruck kann man die Geschwindigkeit beeinflussen, mit der die Achsen ihre Beschleunigung auf- oder abbauen. Bei richtiger Berücksichtigung dieser Möglichkeit kann man dank der hohen Maschinensteifigkeit insbesondere an Ecken der Kontur sowie ganz allgemein überall dort, wo abrupte Richtungsänderungen des Schnittwerkzeugs im Eingriff erforderlich werden, merklich schneller fahren als sonst üblich. Zurzeit sei man dabei, die bisherigen NC-Programme entsprechend umzuschreiben. Es sei zu erwarten, dass man durch diese ganzheitliche Abstimmung der Prozesskette aus Maschine, Werkzeugen und NC-Programmen das angestrebte Ziel – die Bearbeitung von neun Gesenkhälften pro Woche bei einschichtigem Betrieb – in absehbarer Zeit erreichen werde.
Sehr gute Qualität der bearbeiteten Oberflächen
«Als erfreulichen Zusatzbonus können wir feststellen, dass die Genauigkeit der Bearbeitung sich in der Regel im Bereich weniger µm bewegt», freut sich H. Klein. Lediglich in wenigen Konturbereichen, wo das Werkzeug aufgrund steil abfallender Wände stärker abgedrängt wird, seien schon mal etwas grössere Abweichungen festzustellen, die aber nötigenfalls durch Änderung der Zerspanungsparameter reduziert werden könnten. Weiterer Vorteil der Anlagenpräzision ist eine sehr gute Qualität der bearbeiteten Oberflächen.
Dieses deutlich über dem eigentlich erforderlichen Grundbedarf liegende Mehr an Präzision bedeutet für Fa. Klein einen erheblichen Zusatznutzen. Für seinen Betrieb, der immer wieder schnell und flexibel auf unterschiedlichste Aufgabenstellungen reagieren muss, sei eine Anlage, die erforderlichenfalls nicht nur Stückzahl, sondern auch Präzision darstellen könne, ein erheblicher Pluspunkt. «Bildlich gesprochen verfügen wir jetzt sozusagen über einen Ferrari, der sich genauso gut auch als Lastwagen eignet», bilanziert H. Klein. Die neue Maschine sei nach sehr kurzer Anlaufzeit bereits voll ausgelastet, die wirtschaftlichen Ziele voll erfüllt. Auch der Vorteil der kurzen Reaktionszeiten machen sich deutlich bemerkbar: So könne man jetzt grössere Aufträge selbst mit sehr kurzen geforderten Lieferzeiten annehmen oder auch dringende Aufträge einfach zwischen laufende Arbeiten schieben. Aufgrund dieser positiven Erfahrungen wird im Hause Klein bereits über eine weitere RXU 1200 nachgedacht. <<
(ID:39181860)
