GAV-Verhandlungen Mindestlöhne als Ziel

Redakteur: Susanne Reinshagen

Kürzlich fand die erste Verhandlungsrunde über den Gesamtarbeitsvertrag (GAV) der MEM-Industrie statt. Dazu haben sich Verhandlungsdelegation von Swissmem und jene der fünf Arbeitnehmerorganisationen «Angestellte Schweiz», «Unia», «Syna», «KV Schweiz» und «SKO» in Bern getroffen.

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Die Verhandlungspositionen für den GAV sind noch weit auseinander: Die Arbeitnehmerorganisationen fordern Mindestlöhne.
Die Verhandlungspositionen für den GAV sind noch weit auseinander: Die Arbeitnehmerorganisationen fordern Mindestlöhne.
(Bild:PHOTOPRESS/Alexandra Wey)

Die Arbeitgeberseite sieht sich dabei mit umfangreichen Forderungen seitens der Arbeitnehmerorganisationen konfrontiert. Als Hauptziel haben diese verbindliche Mindestlöhne gegen Lohndumping definiert. Gemäss Corrado Pardini, Geschäftsleitungsmitglied und Verhandlungsführer der Gewerkschaft Unia, stehe und falle die Schweizer MEM-Industrie mit gut qualifizierten und hoch motivierten Mitarbeitern. Diese fände sie aber nur, wenn auch die Arbeitsbedingungen stimmen würden. Die MEM-Industrie kenne immer noch keine verbindlichen Mindestlöhne. Das mache sie anfällig für Lohndumping und Lohndruck. So werde es immer schwieriger, genügend Nachwuchskräfte zu finden. Diese Lücke müsse der neue GAV dringend schliessen. Die Arbeitgeberseite, welche bei diesem zentralen Thema zu lange gemauert habe, müsse sich nun der Realität stellen, so Pardini weiter:

Als weitere wichtige Themen kristallisierten sich bei den  Verhandlungen die Verbesserungen des Arbeitnehmerschutzes und die Abschaffung von unbezahlten Arbeitszeitverlängerungen im Rahmen des sogenannten Krisenartikels heraus.

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