CAM am Cern Mit CAM bis in den Mikrometerbereich

Redakteur: Thomas Koch

Wenn vom Cern, gesprochen wird, denkt man zuerst an den Teilchenbeschleuniger. Doch das Cern verfügt auch über Abteilungen, welche die physikalischen Grundgesetze der Natur weniger herausfordern.

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Die Cern-Werkstatt ist verantwortlich für alle Beschleuniger und entwickelt auch Ausrüstungen wie Messsysteme, Magnete und optische Systeme.
Die Cern-Werkstatt ist verantwortlich für alle Beschleuniger und entwickelt auch Ausrüstungen wie Messsysteme, Magnete und optische Systeme.
(Bild: Cern)

mei. Mit dem Teilchenbeschleuniger wird Grundlagenforschung betrieben. Es werden Antworten gesucht auf Fragen wie «woraus besteht Materie?» oder «wie ist das Universum aufgebaut?». Doch das Cern befasst sich auch mit Themen, die viel näher bei unserem Alltag liegen. Vielfach wird vergessen, dass viele Abteilungen der Organisation besondere Innovationen hervorgebracht haben. Das populärste Beispiel ist wohl das World Wide Web, das über Webbrowser den Zugriff auf Daten und Dokumente auf der ganzen Welt ermöglicht. Oder die Entwicklungsbasis für Touchscreens, die für Smartphones und Tablet-PCs verwendet werden, wurde auch am Cern gelegt.

Qualitätsanforderungen manuell nur mit Mehraufwand erreichbar

Im «Cern Openlab» werden seit einigen Jahren auch innovative Entwicklungen gemacht, von denen privatwirtschaftliche Unternehmen profitieren können (übrigens ein Beispiel gelungenen Technologietransfers). Um die zahlreichen «theoretischen» Abteilungen am Cern zu unterstützen, wurden auf dem Gelände schon früh verschiedene mechanische Werkstätten eingerichtet. In der grössten, die für die Metallbearbeitung zuständig ist, arbeiten u. a. Jean-Marie Geisser, Werkstattmeister, und Alain Stalder, Verantwortlicher für den Maschinenunterhalt. Zu ihrem Alltag gehören die Herstellung und Überarbeitung von Prototypen anhand neuer Ideen via Handskizzen oder Pläne, die Fertigung von Ersatzteilen auf Basis defekter Verschleissteile sowie der Unterhalt und die Reparatur von verschiedensten Komponenten, die auf dem Gelände im Einsatz stehen. Die Abteilung ist verantwortlich für alle Beschleuniger und entwickelt Ausrüstungen wie Messsysteme, Magnete und optische Systeme; der Anteil von Forschung und Entwicklung beträgt 60 Prozent.

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