Logistik und Fördertechnik Mit Kettenhebezügen auf die Überholspur

Redakteur: Matthias Böhm

>> Die Kettenhebezüge der GIS AG in Schötz passen alles andere als in das Bild eines Schweizer High-Tech-Produktes. Die Kettenhebezüge stellt das Unternehmen seit Jahrzehnten her, das allerdings aussergewöhnlich erfolgreich. Die Stärke des 100 Mitarbeiter zählenden Unternehmens besteht darin, ein «einfaches» Maschinenbau-Produkt konkurrenzfähig zu produzieren. Das ist alles andere als ein Kinderspiel und nur mit High-Tech-Produktion inklusive Schweizer Spitzen-Know-how möglich.

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Ivan Muri (li.): «Damit wir in der Schweiz wirtschaftlich produzieren können, laufen die Maschinen möglichst rund um die Uhr. Ein Fastems-System beliefert mehrere Makino BAZ, eine effiziente Palletisierung, ein moderner Maschinenpark und nicht zuletzt herausragende Fachleute sind hierfür mitverantwortlich.»
Ivan Muri (li.): «Damit wir in der Schweiz wirtschaftlich produzieren können, laufen die Maschinen möglichst rund um die Uhr. Ein Fastems-System beliefert mehrere Makino BAZ, eine effiziente Palletisierung, ein moderner Maschinenpark und nicht zuletzt herausragende Fachleute sind hierfür mitverantwortlich.»
(Bild: M. Böhm, SMM)

11 000 Kettenhebezüge (KHZ) verlassen die Werkshallen der GIS AG (Gebrüder Iseli Schötz) in diesem Jahr. Konstruiert, gefertigt, produziert und montiert zu 100% in der Schweiz von den 100 Mitarbeitern des Unternehmens. In 2008 während der Überhitzung waren es gar 15 000. An diesen Wert will die GIS AG in den kommenden Jahren wieder anknüpfen, 16 000 werden angepeilt. Die Frage, die sich stellt: Wie bringt man es fertig, am hochpreisigen Standort Schweiz Standard-Produkte herzustellen? 20 namhafte Hersteller gibt es weltweit, allein in China agieren 50 Mitbewerber am Markt.

Ivan Muri, Geschäftsleiter der GIS AG, bringt die Situation auf den Punkt: «Es ist richtig, dass wir in China eine hohe Anzahl von Mitbewerbern haben, ein KHZ ist kein kompliziertes Produkt. Gleichwohl, trotz der zahlenmässig hohen Konkurrenz vor Ort verfügen wir in China über einen für unsere Verhältnisse guten Absatzmarkt. Wenn Sie die Preise vergleichen, dann sind unsere KHZ zwar teurer als die der chinesischen Mitbewerber. Nur: unsere Hebezüge sind ihnen qualitativ noch um Klassen voraus. Das wissen auch unsere chinesischen Kunden. Ich würde sagen, wir sind deshalb weltweit erfolgreich, weil wir ein qualitativ hochwertiges Produkt zu einem vernünftigen Preis herstellen können.»

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