MIG-Schweissen Oerlikon-Schweisstechnik: Neues MIG-Verfahren «Spray-Modal» für Aluminium-Werkstoffe

Autor / Redakteur: Wilfried Kippes, D-Eisenberg / J. M. Fortain, F-St. Quen L'Aumone / Dipl.-Ing. M. Ortmann, D-Drolshagen / Luca Meister

>> Der zunehmende Einsatz von Aluminium in Personen- und Güterverkehrsmitteln erfordert Schweissnähte makelloser Qualität. Seit mehreren Jahren arbeiten Air Liquide Welding und Oerlikon-Schweisstechnik an der Optimierung von Aluminiumschweissverfahren, insbesondere des MIG-Verfahrens. Dabei entstanden neue Methoden, die eine noch bessere Anpassung an die steigenden Qualitätsanforderungen bez. Verbindung und Produktivität ermöglichen.

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Schweissanlage «Citopuls». (Bild: Oerlikon)
Schweissanlage «Citopuls». (Bild: Oerlikon)

Beim «Spray-Modal», einer speziellen Form des Tropfenübergangs, werden mit einem modulierten Strom bei Frequenzen von 30 bis 50 Hertz Vibrationen im flüssigen Schweissschmelzbad erzeugt, die bewirken, dass der überwiegende Anteil der Wasserstoffblasen vor der Aushärtung des Metalls ausgasen kann. Mit Hilfe der niederfrequenten Modulation wird zudem eine WIG-ähnliche Optik der Schweissraupe erreicht.

Porenbildung

Der MIG-Prozess erlaubt eine hohe Produktivität. Die Schweissprodukte weisen bei diesem Prozess jedoch oft eine hohe Porosität auf. Die Porosität ist ein Resultat des zwanzigfach höheren Lösungsvermögens von Wasserstoff in flüssigem Aluminium gegenüber seinem festen Zustand. Wenn der Wasserstoffgehalt grösser ist als die Löslichkeit des Schweissbades, entstehen Poren, sobald sich das Material wieder verfestigt. Kohlenwasserstoffe, Luftfeuchtigkeit und Umgebungsluft sind die Hauptursachen.

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