Wenn die Zeiten für Zerspaner schwierig sind, sind technische Innovationen umso bedeutsamer. Index präsentiert beim Open House 2026 unter anderem zwei hocheffiziente Weltpremieren: den mehrspindligen Langdrehautomaten «Traub MS12-4» und das Dreh-Fräszentrum «Index G160».
Index präsentiert beim Open House 2026, das vom 17. bis 20. März im «iXperience Center» in Deizisau (D) stattfindet, unter anderem zwei hocheffiziente Weltpremieren.
(Bild: Index-Werke GmbH & Co. KG Hahn & Tessky)
Index lädt vom 17. bis 20. März 2026 zum Open House ins «iXperience Center» nach Deizisau (D) ein. Der Maschinenhersteller erwartet die führenden Köpfe der Metallzerspanung, denen er modernste Fertigungstechnik präsentiert – auf Basis aktueller Dreh-Fräszentren, Produktionsdrehautomaten, Mehrspindel- und Universaldrehmaschinen der Marken Index und Traub, ausgestattet mit unterschiedlichen Automatisierungslösungen.
Vervierfachte Ausbringung
Die neue «Traub MS12-4», ein revolutionärer, weil mehrspindliger Lang-/Kurzdrehautomat für kleine Werkstücke im Durchmesserbereich von 3 bis 13 mm.
(Bild: Index-Werke GmbH & Co. KG Hahn & Tessky)
Sehenswert ist die neue «Traub MS12-4» – ein revolutionärer, weil mehrspindliger Lang-/Kurzdrehautomat für kleine Werkstücke im Durchmesserbereich von 3 bis 13 mm. Hinter dieser Maschine steckt ein völlig neues kinematisches Mehrspindel-Konzept, das nicht auf die übliche Spindeltrommel und sequentielle Bearbeitung setzt. Der «MS12-4» liegt vielmehr das Prinzip des Langdrehautomaten «Traub TNL12» zugrunde, dessen Kernkomponenten wie Spindel und Gegenspindel, Revolver und flexible Werkzeugträger («FlexWT») quasi vierfach übereinandergestapelt sind. So lassen sich vier Teile gleichzeitig bearbeiten, was zu einer enormen Flächenproduktivität beiträgt.
Weitere Vorteile entstehen aus dem modularen Aufbau der «Traub MS12-4». Neben der Vollausbaustufe mit vier Spindeln und Revolvern sowie ebenso vielen Gegenspindeln und «FlexWT» kann der Kunde weitere Ausstattungsvarianten wählen. So lässt sich dieser Langdreh-Mehrspindler kostensparend exakt auf die Anforderung der Bauteile konfigurieren.
Für typische Langdrehteile, bei denen der Hauptbearbeitungsanteil auf der Spindelseite liegt, ist die Variante mit nur zwei Gegenspindeln und zwei «FlexWT» besonders wirtschaftlich. Denn diese arbeiten jeweils den beiden oberen beziehungsweise den beiden unteren Hauptspindeln zu und erledigen die Rückseitenbearbeitung von zwei Teilen in der gleichen Zeit, die die Hauptspindel für eine Vorderseite braucht – sofern das Verhältnis der Prozesszeiten von Gegenspindel- zu Hauptspindelseite nicht mehr als 50 Prozent beträgt. So erreicht die Maschine trotz reduzierter Ausstattung die vierfache Ausbringung eines einzelnen Langdrehers.
Ganz nach Kundenwunsch lässt sich die Ausstattung noch weiter reduzieren oder mit Rückseiteneinheiten, einer Wirbelvorrichtung und Hochfrequenzspindel ergänzen. Damit ist die «MS12-4» für jegliche Kleinteile wie Stifte, Schrauben, Discs etc. prädestiniert, die in der Medizin- und Uhrentechnik oder der Elektroindustrie benötigt werden.
Kleines Dreh-Fräszentrum, grosses Werkzeugmagazin
Mit dem zum Open House erstmals vorgestellten Dreh-Fräszentrum «G160» rundet Index seine aktuelle G-Baureihe nach unten ab. Die Maschine baut konzeptionell auf der bisherigen «G200.2» auf und deckt auch deren Teilespektrum ab.
(Bild: Index-Werke GmbH & Co. KG Hahn & Tessky)
Mit dem zum Open House erstmals vorgestellten Dreh-Fräszentrum «G160» rundet Index seine aktuelle G-Baureihe nach unten ab. Die Maschine baut konzeptionell auf der bisherigen «G200.2» auf und deckt auch deren Teilespektrum ab. Gesteuert wird die «Index G160» von der neuesten Siemens-CNC, der Sinumerik One.
Index bietet sein neues Dreh-Fräszentrum mit einer direktangetriebenen, daher hochdynamischen Haupt- und Gegenspindel an. Der Kunde hat die Wahl zwischen einer Variante mit 42 mm Stangendurchlass – ideal für kleinere, hochdrehende Teile – und einer drehmomentstärkeren Spindel mit 65 mm Durchlass.
Die Maschine lässt sich mit bis zu drei Werkzeugträgern ausstatten, die alle über eine Y-Achse verfügen und an Haupt- und Gegenspindel arbeiten können. Der obere Werkzeugträger besitzt stets eine B-Achse und kann als Revolver oder als direktangetriebene Frässpindel ausgeführt sein. Zudem gibt es eine dritte Option: eine Kombination aus Revolver und mechanischer Frässpindel – wie bei der bisherigen «Index G200.2». Ein wichtiger Unterschied: Statt einem kleinen Werkzeugmagazin mit sechs Plätzen steht jetzt an der «G160» ein Turmmagazin mit 60 oder 90 Werkzeugen bereit, die ein Doppelgreifer in die Frässpindel einwechseln kann – ein wichtiges Element für eine automatisierte Fertigung.
Automatisierung: integriert bis vollumfänglich
Schon seit Jahren schreibt Index Automatisierungslösungen hohe Bedeutung zu. Beim Open House zeigt der Drehmaschinenhersteller die komplette Bandbreite seines diesbezüglichen Angebots – von der einfachen Lineareinheit mit Transportband, über die integrierte Werkstückhandhabung (WHU) mit 2 CNC-Achsen bis hin zur Roboterzelle «iXcenter». Sie wird in Grösse M an einer «Index G200.2» zu sehen sein.
Eine noch umfangreichere Automatisierung ist am Dreh-Fräszentrum «Index G320» zu erleben: Die Maschine ist mit dem «iXcenter XL» ausgestattet, und das interne Werkzeugmagazin wird vom externen «Index iXtools» ergänzt, das 230 zusätzliche Werkzeuge bereitstellt. Für mehr Effizienz sorgt ein Roboter, der unter anderem den Werkzeugwechsel an den Werkzeugrevolvern durchführt.
Stand vom 30.10.2020
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«Meet the experts»
Flankierend zur Präsentation der Index- und Traub-Maschinen lädt Index alle Open House-Besucher ein, ihr Wissen in wichtigen Technologiethemen zu vertiefen. Die Möglichkeit dazu bieten Beratungsstände und Diskussionen mit Experten aus den Bereichen Verzahnen, Wirbeln und Schleifen sowie Automatisierung, Digitalisierung, Beschaffung, Refit und dem Branchenmanagement.
Bildergalerie
Eine halbtägige ins Open House integrierte Vortragsveranstaltung widmet Index diesmal dem Thema «Zerspanen von bleifreiem Messing», an der sich auch Experten aus Partnerfirmen beteiligen.
Kein Blei mehr im Messing
Das Thema «bleifreies Messing» treibt die verarbeitenden Betriebe ebenso um, wie Maschinen- und Werkstoffhersteller. Denn ohne Bleizusatz neigt Messing zur Bildung von Spänenestern die den Zerspanungsprozess beeinträchtigen. Um diese zu vermeiden, bietet Index Drehmaschinen mit hohem Kühlschmierstoffdruck und speziellen CNC-Zyklen wie der Software «ChipMaster» an, die einen frühen Spanbruch begünstigt. Zudem sollte das Werkzeug eine effiziente Spanbruchtopologie aufweisen. An den Vorträgen beteiligt sich neben dem Werkzeughersteller Paul Horn auch Diehl Brass Solutions, der führende Messing-Halbzeughersteller in Deutschland und weltweit der grösste Hersteller von Sondermessing. Diese Partner arbeiten mit Index kontinuierlich zusammen, um Schnittparameter, Bearbeitungszyklen und Peripherie zu optimieren.
Branchentreff rund um das Zerspanen
Das Index Open House begleiten 20 Partnerunternehmen mit diversen kleinen Messeständen und Exponaten. Etwas mehr Raum nehmen die Partner One Click Metal (Index ist hier Mehrheitsgesellschafter) und der japanische Premium-Werkzeugmaschinenhersteller Makino ein, mit dem Index eine weltweite Vertriebskooperation unterhält. One Click Metal zeigt Beispiele für ganzheitliche Lösungen im Bereich des 3D-Metalldrucks für kleine und mittlere Bauteilgrössen. Makino stellt sein aktuelles 4-Achsen-Bearbeitungszentrum «a40SE» vor.
Info
Die Index Open House-Ausstellung findet von Dienstag, dem 17. März, bis Freitag, dem 20. März 2026, jeweils von 9:00 bis 17:30 Uhr (Freitag bis 16:30 Uhr) statt. Im Anschluss sind Gäste gerne noch zum abendlichen «Sundowner» in gemütlicher Runde eingeladen (ausser Freitag).