Präzision ohne Klimatisierung Präzise Messen auch bei extremen Temperaturen

Redakteur: Anne Richter

Extremsommer mit Hitzewellen von bis zu 40 Grad: Das neue Koordinatenmessgerät Duramax HTG von Zeiss erweitert den Temperaturbereich im Vergleich zum Standardmodell auf mehr als das Doppelte. Neuerdings misst die Messmaschine sogar bei Temperaturen zwischen 15 und 40°C sehr präzise und eignet sich besonders für präzise Messungen in nicht klimatisierten Fertigungshallen.

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Auf mehr als das Doppelte hat Zeiss den Temperaturbereich von DuraMax HTG angehoben, sogar bei 40 Grad arbeitet die Messmaschine zuverlässig.
Auf mehr als das Doppelte hat Zeiss den Temperaturbereich von DuraMax HTG angehoben, sogar bei 40 Grad arbeitet die Messmaschine zuverlässig.
(Foto: ZEISS/Photo: Courtesy of ZEISS)

ari. Das Koordinatenmessgerät Zeiss Duramax HTG, eine Weiterentwicklung des Standardmodells, ist noch unempfindlicher gegenüber mechanischer Schwingungen und Temperaturschwankungen. Diese Eigenschaften qualifizieren es für den Einsatz in unmittelbarer Fertigungsumgebung – neuerdings sogar bei Temperaturen zwischen 15 und 40°C.

Hohe Temperaturen in den Fertigungshallen

«Selbst in gemässigten Klimazonen sind in den Fertigungshallen Temperaturen über 30°C keine Ausnahme», sagt Johannes Möhrle, Produktmanager bei Zeiss. Immer kompakter aufgebaute Fertigungslinien tragen heute mit wärmeabstrahlenden Bearbeitungsmaschinen zum Aufheizen der Räume bei. Aber auch Einschränkungen bei der Klimatisierung, beispielsweise durch direkte, stossartige Luftströmungen auf ein Koordinatenmessgerät, können die Messwerte verfälschen. Da Hitze und Temperaturschwankungen die Genauigkeit der Messgeräte beeinträchtigen können, steht die Qualitätssicherung vor Herausforderungen.

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Genauigkeit bis auf 3,2 Mikrometer

Eine Verbesserung der Klimatisierung wäre eine Lösung, doch der Betrieb und die Instandhaltung einer solchen Anlage kostet viel Geld. «Aus diesen Gründen haben wir unser kompaktes Koordinatenmessgerät Zeiss Duramax weiterentwickelt», sagt Möhrle. Die Maschine arbeitet nun in einem auf mehr als das doppelte erweiterten Temperaturbereich so zuverlässig wie gewohnt: Bei Umgebungstemperaturen zwischen 15 und 40°C erzielt Zeiss Duramax High Temperature & Gradients (HTG) eine Genauigkeit bis auf 3,2 Mikrometer. Nicht nur der Temperaturbereich, in dem das Gerät diese hohe Genauigkeit erreicht, auch die maximal zulässigen Schwankungen im Stunden- und Tagesverlauf konnte ZEISS anheben. Nun toleriert das Messgerät eine Temperaturänderung um bis zu 50 Prozent pro Stunde und um 100 Prozent pro Tag mehr, ohne Beeinträchtigung der Messqualität.

Verlässliche Messergebnisse

Möglich wurde eine solch hohe Präzision, selbst bei hohen Temperaturen und Schwankungen, dank der Verwendung neuer, hochwertiger Komponenten. Die Entwickler isolierten die Z-Achse des Messgerätes durch eine Haube von der Umgebung. Um darüber hinaus den Temperatureinfluss zu reduzieren, versahen sie den Grundkörper des Messgerätes mit einer reflektierenden Edelstahlverkleidung und einer Spezialisolierung. «Die höhere Temperaturresistenz bedeutet für den Betreiber eine deutliche Reduzierung der Betriebskosten gegenüber einer Klimatisierung oder der Einrichtung eines fertigungsnahen Messraums – und das bei verlässlicheren Messwerten», fasst Möhrle zusammen. Damit eignet sich Zeiss Duramax HTG besonders für präzise Messungen in nicht klimatisierten Fertigungshallen. <<

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